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Stundenreduzierung innerhalb der Teilzeit


| 17.06.2017 13:35 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Ein Arbeitnehmer, der länger als 6 Monate in einem Betrieb mit idR. mehr als 15 Beschäftigten beschäftigt ist, hat einen gesetzlichen Anspruch auf Verringerung seiner Arbeitszeit, wenn dem nicht betriebliche Gründe entgegenstehen (§ 8 TzBfG).


Ich bin aktuell für 24 Std./Woche in einem Büro mit ins 9 Mitarbeitern angestellt. Das Unternehmen ist mit mehreren hundert Mitarbeitern groß genug. Ich möchte meine Arbeitszeit auf 20 Std./Woche reduzieren. Dies wurde beteits mündl. u. schriftl. abgelehnt, mit der Begründung, dass u.a. Aufträge nicht taggleich bearbeitet werden könnten. Dies ist aufgrund von Rückstand aber niemals gegeben, da wir immer unterbesetzt sind und die Erfüllung dieses Zieles somit nicht von mir allein abhängt. Eine Kollegin im Team hat eine 20 Std. Stelle. Darf mir das tatsächlich verweigert werden?
Ich befinde mich gerade in der Wiedereingliederung nach burnout und möchte daher erstmal kürzer treten.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird (§ 8 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG). Für den Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit gilt die Voraussetzung, dass der Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl der Personen in Berufsbildung, in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt (§ 8 Abs. 7 TzBfG).

Der Arbeitnehmer muss die Verringerung seiner Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn geltend machen. Er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben (§ 8 Abs. 3 TzBfG).

Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung seiner Arbeitszeit mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Er hat mit dem Arbeitnehmer Einvernehmen über die von ihm festzulegende Verteilung der Arbeitszeit zu erzielen (§ 8 Abs. 3 TzBfG).

Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht (§ 8 Abs. 4 TzBfG).

Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer spätestens einem Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung der Arbeitszeit schriftlich (Telefax oder E-Mail genügen nicht) mitzuteilen (§ 8 Abs. 5 TzBfG).

Lehnt der Arbeitgeber die Verringerung der Arbeitszeit fristgerecht ab, kann der Arbeitnehmer beim Arbeitsgericht Klage auf Zustimmung des Arbeitgebers zur Verringerung und Verteilung der Arbeitszeit erheben. In einem solchen Prozess müsste der Arbeitgeber dann nachweisen, ob einer Verringerung Ihrer Arbeitszeit tatsächlich betriebliche Gründe entgegenstehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 19.06.2017 | 09:19


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