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Stundenabrechnung bei Ersatzruhetag

07.02.2019 10:54 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo,
ich bin an einem Theater beschäftigt und habe dort verschiedene Arbeitszeiten. Proben tagsüber und Abends Abenddienst. Der Abenddienst ist von Dienstag bis Sonntag und Proben sind von Montag bis Samstag. Es kommt also bei Proben immer wieder vor das ich 7 Tage die Woche arbeite mit verschiedener Stundenanzahl.
Abenddienst ist von 19.00 - 22.30 Uhr + Proben sind von 10.00 - 16.00 Uhr. Also Montags bei Proben 6 Stunden + Sonntags bei Abenddienst 3,50 Stunden. Ansonsten 9,50 Stunden die Woche.
Meinen wöchentlichen Stundenzettel muß ich selbst schreiben. Ich habe laut Arbeitsvertrag eine 40 Stunden Woche und komme natürlich wenn ich Proben + Abenddienst gleichzeitig habe auf Überstunden. Wenn ich keine Proben habe komme ich dagegen ins minus da ich ja nur 3,50 Stunden x 6 Tage = 21 Stunden arbeite. Am Ende der Spielzeit müssen sich die Stunden ausgleichen. Bei Plusstunden durch Freizeitausgleich, bei minus stunden werden diese in das nächste Jahr mit übernommen.
Durch diese Regelung kommt es vor das ich oftmals für meine Sonntagsarbeit nicht sofort einen Ersatzruhetag bekomme. Diese Ersatzruhetage kann ich dann am Stück nachholen.
Jetzt zu meiner Frage: Wie schreibe ich die Stunden für die Ersatzruhetage auf?

Montag freier Tag = 0 Stunden
Dienstag Ersatzruhetag = 0 Stunden
Mittwoch Ersatzruhetag = 0 Stunden
Donnerstag Abendienst = 3,50 Stunden
Freitag Abenddienst = 3,50 Stunden
Samstag Abenddienst = 3,50 Stunden
Sonntag Abenddienst = 3,50 Stunden
zusammen = 14 Stunden das heißt in dieser Woche habe ich 26 minusstundend gemacht.

Oder müsste ich es so aufschreiben:

Montag freier Tag = 0 Stunden
Dienstag Ersatzruhetag = 6,75 Stunden (6 Tage Woche 40 Std.)
Mittwoch Ersatzruhetag = 6,75 Stunden (6 Tage Woche 40 Std.)
Donnerstag Abendienst = 3,50 Stunden
Freitag Abenddienst = 3,50 Stunden
Samstag Abenddienst = 3,50 Stunden
Sonntag Abenddienst = 3,50 Stunden
zusammen = 27,50 Stunden das heißt in dieser Woche habe ich 12,50 minusstundend gemacht.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Frage,

"Wie schreibe ich die Stunden für die Ersatzruhetage auf?",

wie folgt beantworten:

Zunächst einmal ist es so, dass ein Ersatzruhetag auch auf einen (dienstplanmäßig) freien Tag fallen kann (BAG, Urt. v. 23.03.2006 - 6 AZR 497/05 ).

Es gibt damit keinen Anspruch auf einen bezahlten Ersatzruhetag.
"Eine bezahlte Freistellung an einem Beschäftigungstag kann nicht verlangt werden" (6 AZR 497/05 , Rdnr. 16).

Lediglich aus Arbeitsschutzgründen wird eine Ersatzruhetag gewährt.

"Der Arbeitnehmer soll mindestens einen Ruhetag pro Sieben-Tage-Zeitraum haben." (6 AZR 497/05 , Rdnr. 16)

Vorbehaltlich einer besonderen tarifvertraglichen Regelung sind für Dienstag und Mittwoch 0 Stunden zu schreiben, da Sie an diesen Tagen nicht gearbeitet haben und die beide Sonntage, für die Sie die zwei Ersatzruhetage erhalten haben, (bereits) bezahlt wurden.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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