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Studium in Österreich Anerkennung


26.02.2007 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Guten Tag,
mein Sohn hat 4 Semester Jura in Deutschland studiert, dann 1 Auslandssemester in Spanien als Erasmus-Stipendiat. Leider hat er die Zwischenprüfung nicht bestanden (bei einer Klausur hat 1 Punkt gefehlt). Weil er jetzt nicht mehr in Deutschland Jura weiterstudieren darf, ist die Überlegung, ob er in Österreich sein Studium fortsetzen sollte. Bewerbungen an zwei Universitäten sind erfolgt, er ist auch angenommen. Die Fragen hierzu lauten:

1. Muss er das Studium kpl. bis zum Staatsexamen in Österreich durchführen oder kann er nach einem Semester wieder nach Deutschland wechseln?

2. Wie sieht es mit der Anerkennung des Studiums in Deutschland aus und welche Einschränkungen in der Berufswahl sind zu erwarten?

3. Werden die bereits erbrachten Scheine anerkannt und im welchem Umfang?

Weil das Sommersemester in Österreich bereits Anfang März ist, wäre ich dankbar für eine schnelle Antwort.

MfG

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich nach Ihren Angaben summarisch wie folgt beantworten darf:

1.
Grds. ist das Studium in Österreich zu Ende zu führen. Einerseits würde ansonsten eine Umgehung der hochschulrechtlichen Vorschriften für die Zwischenprüfung in D vorliegen, andererseits stellen diese Prüfungsvorschriften einen generellen Ausschluß, sofern dieser aufgrund des Nichtbestehens tatsächlich vorliegt, für das Jura-Studium dar. Hier kommt es aber jeweils auf die Prüfungsordnung der Hochschule an.

2.
Sofern eine Zulassung als Jurist, insbesondere RA in Österreich erfolgt, kann eine Niederlassung und eine Ausübung in Deutschland möglich sein, dies ist jedoch einzelfallabhängig. Allgemein verweise ich hier auf die §§ 25 ff. EuRAG. Hier besteht allerdings die Einschränkung des sog. "Einvernehmensanwalts". Im Europarecht bestehen Einschränkungen wegen der Unterschiedlichkeit der Rechtssysteme (anders zB. bei Medizinern oder Ing.) die dazu führen, dass u.U. noch weitere Prüfungen in D nach der Zulassung in Österreich abgelegt werden müssen.

3.
Inwiefern die erbrachten Scheine anerkannt werden, ist hier wiederum von den hochschulrechtlichen Vorschriften der jeweiligen Universität in Österreich. Dort ist explizit geregelt wann und in welchen Umfang ausländische Studienleistungen angerechnet werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und wünsche Ihnen eine angenehme Woche.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 13:55

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für die Antwort. Sie erwähnen die Prüfungsordnung der Universitäten, kann es sein, dass irgendeine Universität in Deutschland lt. dieser Ordnung ein Weiterstudium trotzdem erlaubt?
Mit freundlichem Gruß
B.

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 13:55

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für die Antwort. Sie erwähnen die Prüfungsordnung der Universitäten, kann es sein, dass irgendeine Universität in Deutschland lt. dieser Ordnung ein Weiterstudium trotzdem erlaubt?
Mit freundlichem Gruß
B.

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 13:56

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für die Antwort. Sie erwähnen die Prüfungsordnung der Universitäten, kann es sein, dass irgendeine Universität in Deutschland lt. dieser Ordnung ein Weiterstudium trotzdem erlaubt?
Mit freundlichem Gruß
B.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2007 | 14:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

möglich, wenn auch recht unwahrscheinlich ist es. Hierzu müßte man dann in den jeweiligen Bundesländern/Universitäten nachforschen und die jeweiligen Prüfungsordnungen durchsehen. Jedoch sind sich diese zumeist inhaltlc sehr ähnlich.

Haben Sie bereits die Prüfungsordnung der Universität Ihres Sohnes dahingehend begutachtet, ob eine Wiederholung der Zwischenprüfung möglich ist (sofern nicht bereits wiederholt wurde) oder andere Ermessensentscheidungen sich in der Prüfungsordnung befinden.

Ich hoffe, auch mit meiner Beantwortung Ihrer Nachfrag weitergeholfen zu haben und wünsche Ihrem Sohn viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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