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Studium abgeschlossen jetzt Promotion - Kann ich unbefristete Aufenthaltserlaubnis bekommen?

| 14.10.2009 13:01 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Guten Tag,

ich bin seit 2002 in Deutschland zum Zweck Studium und habe schon das Studium abgeschlossen.
Ich promoviere seit einem Jahr in der Physik mit einer Halbstelle (1100 euro Netto Einkommen) und besitze Aufenthaltserlaubnis, ich wollte fragen ob ich einen Anspruch auf eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis habe?

Danke im Voraus
Hassan Chahine

Sehr geehrter/e Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Als unbefristeter Aufenthaltstitel kommt in Ihrem Fall Niederlassungserlaubnis nach § 9 AufenthG in Betracht. Dabei ist folgendes zu bedenken: Sollten Sie immer noch die Aufenthaltserlaubnis nach § 16 (Studium. bzw. Promotion) besitzen, so haben Sie keinen Anspruch auf eine Niederlassungserlaubnis (§ 16 II S.2 AufenthG). In Ihrem Fall aber gehe ich eher davon aus, dass Sie nach Abschluss des Studiums eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenhG erhalten haben. In diesem Fall erhalten Sie Niederlassungserlaubnis, wenn alle Tatbestandsvoraussetzungen des § 9 AufenthG + allgemeine Erteilungsvoraussetzungen des § 5 AufenthG vorliegen. Einem Ausländer ist die Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn

1.er seit fünf Jahren die Aufenthaltserlaubnis besitzt,

2.sein Lebensunterhalt gesichert ist,

3.er mindestens 60 Monate Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat oder Aufwendungen für einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens nachweist; berufliche Ausfallzeiten auf Grund von Kinderbetreuung oder häuslicher Pflege werden entsprechend angerechnet,

4.Gründe der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung unter Berücksichtigung der Schwere oder der Art des Verstoßes gegen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung oder der vom Ausländer ausgehenden Gefahr unter Berücksichtigung der Dauer des bisherigen Aufenthalts und dem Bestehen von Bindungen im Bundesgebiet nicht entgegenstehen,

5.ihm die Beschäftigung erlaubt ist, sofern er Arbeitnehmer ist,

6.er im Besitz der sonstigen für eine dauernde Ausübung seiner Erwerbstätigkeit erforderlichen Erlaubnisse ist,

7.er über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt,

8.er über Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet verfügt und

9.er über ausreichenden Wohnraum für sich und seine mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen verfügt.

Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen nicht vor. Sie besitzen nicht seit 5 Jahren Aufenthaltserlaubnis, denn Studienzeiten werden nach § 9 IV, Nr. 3 AufenthG nur zur Hälfte angerechnet. D. h, dass die Studienzeiten vom 2002 bis 2008 (6 Jahre) nur als 3 Jahre gerechnet werden. Dazu kommt dann noch die Zeit nach der Anstellung bis jetzt (voll angerechnet). Zusammen kommen Sie also höchstens auf 4 Jahre, statt der geforderten 5 Jahre. Auch § 9 I, Nr. 3 AufenhG kann von Ihnen noch nicht erfüllt sein.

Ergebnis: Leider haben Sie zu diesem Zeitpunkt keinen Anspruch einen unbefristeten Aufenthaltstitel.

Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass die Erstberatung nur die erste rechtliche Beurteilung des Rechtsproblems auf Grund von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts bieten kann. Bei Unklarheiten biete ich Sie die kostenlose Nachfragefunktion zu nutzen. Abgesehen davon können Sie bei weiteren Fragen auch die Funktion “Direktanfrage” in Anspruch nehmen.

Auf Grund einiger Vorfälle sehe ich mich gezwungen auch darauf hinzuweisen, dass die Nichtentrichtung der hier ausgelobten Beratungsgebühr strafrechtlich einen Betrug darstellt. Durch die gespeicherte I.P. Adresse wird der Täter ermittelt und verurteilt werden

Ich wünsche Ihnen viel Glück und verbleibe mit freundlichen Grüßen:

T.Kakachia
-Rechtsanwalt-

______________________________________________________

Temuri Kakachia
Anwaltskanzlei

Tel: 07621/5830303
Fax: 07621/5839304

Bewertung des Fragestellers 16.10.2009 | 12:02

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