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Studentenarbeiten Veröffentliche

15.12.2017 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


IT- Medien Recht

Guten Tag,
mein Name ist Pierre Urbanek ich bin der CEO der 3D Akademie GmbH in Stuttgart.
Unser Unternehmen ist ausschließlich im Aus- Fortbildung / Forschungsbereich tätig. Wir Bilden in Vollzeit 3D Designer aus. Unser Anliegen hängt genau mit dieser Problematik zusammen. Wir möchten gerne Arbeiten von unseren Studenten Veröffentlichen (Print, Online), es sind nicht alle Arbeiten eigene Kreationen, sondern nachgebaute 3D Objekte von Auto´s, Charaktere, Obejekte aus Filmen und Games (Fan-Art).

Die Frage ist:
Dürfen wir als Bildungsträger die Arbeiten Veröffentlichen (Das einverständnis der Studenten ist geklärt!)?

Gibt es Vorraussetzungen (Zustimming der "Urhebers" o.ä.) welche erfüllt werden müssen um es zu dürfen?


Information: Vertraglich sind die Arbeiten der Studenten eigentum (ohne Uhrheberrecht) der 3D Akademie.

Einsatz editiert am 18.12.2017 09:23:04

18.12.2017 | 10:26

Antwort

von


(1987)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Soweit an den 3D-Objekten auch Urhberrechte Dritter bestehen, wovon bei den nachgebauten 3D-Objekten ausgegangen werden muss, ist eine Veröffentlichung grundsätzlich nur mit zusätzlicher Zustimmung der jeweiligen Rechteinhaber zulässig.

Die Ausnahmen im Urheberrecht sehen nur eine Veröffentlichung für einen begrenzten Kreis (z.B. Schulklasse) und im Rahmen eines nicht kommerziellen Zweckes durch eine nicht gewerblich handelnde Ausbildungseinrichtung vor . Hieran wird sich auch durch das im März nächsten Jahres in Kraft tretende Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) nichts Grundlegendes ändern. Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass die Voraussetzungen für die Ausnahme in Ihrem Fall nicht vorliegen.

Kurz gesagt: Eine Veröffentlichung von 3D-Objekten, die erkennbar auf geschützten Werken Dritter (z.B. Film-Charaktere) beruhen, ist in Ihrem Fall nur mit Einwilligung aller betroffenen Rechteinhaber zulässig.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 18.12.2017 | 12:40

Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Antwort. Allerdings stellt sich auf Grund des folgendem Inhalt Ihrer Antwort folgende Frage.

Teil Ihrer Antwort:
"im Rahmen eines nicht kommerziellen Zweckes durch eine nicht gewerblich handelnde Ausbildungseinrichtung vor "

Aussage von uns:
Die Studenten müssen für die Ausbildung zahlen, aber die Akademie selber nimmt keine gewerblichen Aufträge an oder setzt diese um, oder verkauft Arbeiten, daher würde ich (nach meinem persönlichen Verständnis) das Handeln im gewerblichen sinne Ausschließen.

Frage:
Was bedeutet laut Juristischer Bedeutung:
"gewerblich handelnde Ausbildungseinrichtung"

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.12.2017 | 13:41

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Für ein gewerbliches Handeln reicht es auch, wenn von den Auszubildenden Gebühren verlangt werden, die über die reine Deckung der durch die Ausbildung entstehenden Kosten hinausgehen. Oder vereinfacht gesagt: Ist die Ausbildungseinrichtung (auch) darauf ausgelegt, Gewinn zu erzielen, handelt sie gewerblich. Dies wird man nach Ihrer Schilderung unterstellen können.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(1987)

Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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