Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
493.144
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Stromzähler vertauscht


| 18.01.2018 20:10 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Neubau 1997 Mehrfamilienhaus.

Einzug Mieter A - Februar 2000 - Verbrauch seit dem 60.000 kwh

Einzug Mieter B - Erstbezug 1997 - Verbrauch seit 2000 20.000 kwh

Stromzähler seit 1997 unverändert. Schaden für Mieter B (nur grob ermittelt - 40.000 * 0,23 Euro) ZIRKA 9.000 Euro

12-2017 wurde festgestellt, dass die Beschriftung im Kellerraum vom Bauträger bzw. von der von ihm beauftragten Elektrofirma falsch ausgeführt wurde.

Der Verbrauch und die Zählerstände können recht gut reproduziert werden. Übergabeprotokolle und auch die Abrechnungen bei dem Stromversorger sollte ja auch über 10 Jahre lang vorliegen.

Mieter B hat demnach 9.000 Euro für Mieter A bezahlt. Mieter B ist im Altersheim und ist noch nicht darüber informiert.

Frage 1: Bevor ich für Vermieter B tätig werde (es ist ja nunmal ungerecht), welche "Schuld" trage ich als Vermieter? Wer kann mich haftbar machen? Und würde diese Haftung noch bis zum Bauträger reichen?

Frage 2: Welche rechtliche Position hat Mieter A, denn Mieter A wird ja sicher versuchen die Zahlung abzuwenden.

Anmerkungen: Mieter haben selbst die Verträge mit dem / den Stromversorgern

Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Zu Frage 1:
Sie haften als Vermieter gemäß §§ 536 , 536a BGB für anfängliche Mängel der Mietsache.
Von einem solchen Mangel ist in der falschen Zählerzuordnung wohl auszugehen, denn diese unerkannte Verwechselung hat zu den unzutreffenden Anmeldungen der Mieter beim Stromversorger geführt.

Ob Sie etwaige Ansprüche gegen den den Bauträger geltend machen können, hängt von den vertraglichen Regelungen mit ihm ab. Gesetzlich beträgt die Verjährungsfrist bei Arbeiten an Bauwerken gemäß § 438 BGB 5 Jahre, beginnend mit der Abnahme des Bauwerkes.Diese Frist ist damit verstrichen.

Zu Frage 2:

Mieter B hat gegen Mieter A einen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 BGB .

Beide Mieter haben gegen Sie natürlich einen Anspruch auf umgehende Beseitigung des Mangels an der Mietsache.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.01.2018 | 21:25

Danke für die Antwort, daraus folgt - also das Ergebnis für mich als Vermieter: Zunächst einmal wird ja niemand einen Schaden bei mir geltend machen. Im Vertrag mit dem Bauträger stehen auch nur die 5 Jahre Gewährleistung.
Wenn Mieter B die ungerechtfertigte Bereicherung geltend macht und Mieter A mit einem guten Anwalt die die gesamte Summe nicht zahlt, dann hat Mieter B einen Schaden den er kennt und der beziffert ist und kann diesen berechtigt bei mir einfordern.
Also darf ich den Mieter B nicht informieren und Mieter A hat 9.000 Euro geschenkt bekommen. Wie hoch ist denn die Chance, dass ein Richter eine Mieterin zu einer solchen Schadenersatzsumme verpflichtet? Wenn ich "Gerechtigkeit" herstellen möchte, dann muss ich den Anteil den die Mieterin A nicht zahlt, also geschenkt bekommen hat, an Mieter B zahlen.
Habe ich das richtig zusammengefasst?
Dankeschön.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.01.2018 | 22:08

Guten Abend,

Es ist zunächst ja davon auszugehen, dass A verpflichtet ist, B die Kosten zu erstatten, so dass Ihre Inanspruchnahme wegen der Stromkosten selber unwahrscheinlich ist.Schließlich hat A Strom verbraucht, den B ihm bezahlt hat. Um diesen Betrag ist A auf Kosten eines anderen bereichert.


Sie sind aufgrund Ihrer Position als Vermieter zunächst einmal nur verpflichtet, die Mieter über den jetzt erkannten Mangel der Mietsache zu informieren, nicht mehr und nicht weniger.

Was die dann daraus machen, muss abgewartet werden.


Mit freundlichen Grüßen


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 20.01.2018 | 07:12


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Dies war mein erster Kontakt zu einem Anwalt über diese Plattform.
Ich bin nicht in der Lage die hinter der Antwort stehende Person wirklich zu bewerten und möchte dies auch eigentlich für dieses Frage/Antwort Spiel gar nicht. Die Antwort war klar und verständlich, aber die Schlussfolgerung also die Konsequenz und Entscheidung was in dem Fall zu tun ist, muss ich selbst treffen. Diesbezüglich war die Antwort zu allgemein und nicht ausreichend auf die explizite Fragestellung bezogen. Mein Anspruch war eine Aussage die mit Ja oder Nein endet und nicht mit abwarten.
Aber das kann man auch nicht wirklich erwarten oder doch?
"