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Stromrechnung von 2008-2012 jetzt mit Mahnung

13.02.2015 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zeitraum vom 10.2008 bis 03.2012 wurde eine Wohnung gemietet, für die Warmmiete bezahlt wurde. Die Vermieterin wollte uns anmelden. Nun habe ich heute, obwohl ich seit 2012 nicht mehr dort wohne, eine Mahnung von einem Inkassobüro über knapp 2000 € erhalten, für den Zeitraum vom 10.2008-03.2012, die Vermieter haben uns wohl rückwirkend im Jahr 2014 für einen einzigen Tag für diesen Zeitraum ab und wieder angemeldet. Ich bin nach einer Trennung umgezogen und mir liegt der alte Mietvertrag nicht vor, da es eine Wohnungsübergabe gab und ich davon ausging, dass alles seine Ordnung hatte.

Kann es sein, dass über drei Jahre Strom nicht gezahlt wird, ohne das dies auffällt, obwohl auch regelmäßig abgelesen wird, man dann 2 Jahre nach Auszug rückwirkend angemeldet wird und 2015 für 2008-2012 ohne vorherige Mahnung, Brief oder irgendetwas ein Schreiben von einem Inkassobüro erhält?

Mich würde interessieren, habe ich ein Recht auf Einsicht des Mietvertrages und Aushändigung alter Nebenkostenabrechnungen in erneuter Ausführung, ist die Inkassogebühr rechtens und ist eine Forderung in dieser Höhe (ich gehe davon aus, dass es sich um Strom handelt, dass steht aber noch nichtmal in der Forderung) verjährt oder zu leisten? Die Zahlungsfrist ist knapp 10 Tage, das heisst ich kann in dieser Zeit noch nicht mal eine Auflistung anfordern, was überhaupt zu zahlen ist? Über Antwort freue ich mich,
viele Grüße.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern dies die erste Mahnung ist, die Sie erhalten haben und zuvor keine verjährungsunterbrechenden Maßnahmen ( Einleitung gerichtliches Mahnverfahren, Vergleichsverhandlungen, Anerkenntnis etc. ) erfolgt sind, berufen Sie sich bitte gegenüber dem Inkassobüro auf Verjährung.

Alle Forderungen aus Stromlieferungen bis einschliesslich Dezember 2011 sind verjährt. Verjährung tritt aber nicht "automatisch" ein, man muss sich vielmehr darauf berufen und die Einrede der Verjährung geltend machen.

Forderungen aus 01 bis 03. 2012 sind hingegen noch nicht verjährt. Hier sollten Sie zunächst eine nähere Erläuterung der Forderung anfordern, da Sie keinen Versorgungsvertrag mit der vermeintlichen Gläubigerin geschlossen haben.

Ein Anspruch auf nochmalige Ausfertigung der Vertrags- und Abrechnungsunterlagen besteht nicht ohne weiteres. Sie sollten dennoch Ihren früheren Vermieter einmal kontaktieren und um eine Kopie des Mietvertrages bitten. Stromkosten sind allerdings in der Regel nicht von einer Warmmiete umfasst.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2015 | 16:31

Sehr geehrter Herr Steidel,

heisst das, ich sollte die Forderung nicht begleichen und stattdessen einen Widerspruch schreiben, die Verjährung quasi "beantragen" und dann explizit nach den Forderung für das Jahr 2012 fragen?

Die Tatsache, dass die Stadtwerke sich zuerst an unsere Vermieterin gewendet haben und diese uns 2014 anscheinend ohne unser Wissen erst rückwirkend angemeldet hat, hat mit der Verjährung nichts zu tun? Wir haben in keiner Weise einen Brief oder irgendetwas erhalten, nur damals die Aussage höhere Warmmiete zu zahlen, damit sie das überweist und sind davon ausgegangen, dass alles bezahlt wird(was nun aber schwer nachzuweisen ist, zukünftig werden wir alles schriftlich festhalten).

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2015 | 16:53

Sie haben richtig verstanden. So wie oben geschrieben sollten Sie vorgehen.
Berufen sie sich auf Verjährung und fordern sie eine Darlegung
des angeblichen Vertragsverhältnisses.
Leisten sie zunächst keine Zahlung .
Wünsche ein schönes Wochenende !

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