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Stromrechnung verjährt ?!?

14.10.2009 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Hallo / Guten Tag ....

Ich hab ein problem gestern (13.10.2009) hab ich einen Brief bekommen von einem Stormlieferranten wo drin steht das Sie 791,79 euro haben möchten ... und das mir ein vollstreckungsbescheid am 22.03.2006 zugestellt wurde den ich nie bekommen habe ...
zu dieser zeit hatte ich bei meiner damaligen freundin gewohnt ....

aus dem brief geht auch nicht hervor um welche whg es sich handelt ... da der stromlieferrant aus einer anderen stadt kommt in der ich zeitweise bis ca. mitte ende 2004 gewohnt habe ...

deswegen ist meine frage

ist diese rechnung nicht verjährt ?!?
und wie verhalte ich mich am besten ?!?

Danke schonmal im vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Eine Stromrechnung aus 2004 ist an sich verjährt. Die Verjährung wird jedoch durch Rechtsverfolgung gehemmt, u.a. gem. § 203 I Nr. 3 BGB durch Zustellung eines Mahnbescheides im Mahnverfahren. Der Zeitraum, während dessen die Verjährung gehemmt ist, wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Ein solcher Mahnbescheid geht einem Vollstreckungsbescheid zwingend voraus, der gegen Sie vorliegen soll; eine Hemmung der Verjährung in 2006 war rechtzeitig.

Wurde die Forderung danach mittels Vollstreckungsbescheid rechtskräftig festgestellt wurde, verjährt sie gem. § 197 BGB erst in 30 Jahren. Voraussichtlich werden Sie sich daher nicht auf Verjährung berufen können.

Da Ihnen weder Forderung, noch Vollstreckungsbescheid bekannt ist, sollten Sie sich mit Ihrem Gläubiger in Verbindung setzen und sich zunächst eine Kopie des Vollstreckungsbescheides und eine ausführliche Forderungsaufstellung beschaffen.

Aus der Forderungsaufstellung sollte sich die Zusammensetzung des geforderten Betrages ergeben. Anhand der Forderungsaufstellung können die Höhe der Haupt- und Nebenforderungen geprüft und ggf. beanstandet werden. Anhand des Vollstreckungsbescheides kann dann -ggf. mittels Akteneinsicht bei Gericht- nachvollzogen werden, ob dieser ordnungsgemäß zustande gekommen ist und ordnungsgemäß zugestellt wurde. Sollten dazu keine besonderen Umstände vorliegen, ist von der Rechtmäßigkeit des Vollstreckungsbescheides auszugehen.

Zur Prüfung der Sache sollten Sie beim Gläubiger eine Frist erbitten, binnen der von weiteren, kostenverursachenden Maßnahmen abgesehen wird. Zur Prüfung und ggf. weiteren Verhandlung mit den Gläubigern bietet es sich häufig an, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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