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Stromrechnung nach drei Jahren

| 17.07.2013 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor einer Woche landete ein Brief von Vattenfall in meinem Briefkasten, in dem ich aufgefordert wurde, eine Stromrechnung für den Zeitraum vom 01.04.2010 - 03.01.2013 zu begleichen. Die Summe ist schwindelerrend hoch und traf mich aus dem Nichts.
Dazu muss ich noch schildern, dass ich nie Abschläge an die Gesellschaft gezahlt habe, da ich immer davon ausging, dass die Stromzahlungen in meinen Mietnebenkosten abgerechnet werden.

Nun meine Frage. Habe ich irgendwelche handhabe diese Zahlung zu umgehen oder sie wenigstens zu mindern?

Mit freundlichen Grüßen!

Sehr geehrter Fragensteller,

die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung nicht ersetzen.

Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes (niedrige Detailtiefe), beantworte ich Ihre Frage wie folgt:



Sie sollten zunächst Ihren Mietvertrag überfrüfen, da Sie der Ansicht sind, dass die Stromzahlungen als Mietnebenkosten abgerechnet werden. Es spricht jedoch einiges dafür, dass dies nicht der Fall ist.

Überdies sollten Sie die Rechnung auf Fehler überprüfen.
Sie haben sich zwar nicht mit dem Stromanbieter auf dessen Preise geeinigt, es ist jedoch grds. ein Vertrag zustende gekommen.

Wenn die Rechnung keine Mängel aufweist und nicht gem. § 315 BGB Unbillig ist, werden Sie diese wohl begleichen müssen.

Die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für
die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden
(AVBEltV) sieht in § 24 zwar vor, dass die Abrechnungszeiträume 12 Monate nicht wesentlich überschreiten dürfen.
Eine Verjährung ist jedoch gem. § 195 BGB in Verbindung mit § 199 BGB nicht erkennbar.

Ich würde Ihnen Raten, sich mit dem Stromanbieter in Verbindung zu setzten und ggfls. und auf die lange Rechnungsperiode aufmerksam zu machen. Hier besteht ggfls. die Möglichkeit eine Ratenzahlung zu vereinbaren und/oder vielleicht einen Nachlass zu bekommen.


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Ich weise abschließend darauf hin, dass es durch Hinzufügen und Weglassen wesentlicher Umstände im Sachverhalt, durchaus zu einer anderen rechtlichen Bewertung kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Pothmann
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 17.07.2013 | 16:02

Sehr geehrter Fragensteller,
ich möchte noch auf § 40 Abs. 4 EnWG hinweisen. Auch der besagt, dass der Abrechnugszeitraum nicht wesentlich mehr als 12 Monate überschritten werden soll.
Sie sollten damit argumentieren und sich Gründe nennen lassen, warum die Abrechnung Ihnen erst nach drei Jahren zuging. Eine Verwirkung sehe ich zwar nicht, aber Sie haben einen Anküpfungspunkt für Ratenzahlung.
Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.07.2013 | 11:03

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