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Stromrechnung: Über Tariferhöhung informieren?

| 26.01.2011 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch


Hallo und Guten Tag,

ich habe eine Frage bezüglich meiner Stromrechnung.

Ich habe bis zum 30.08.2009 in Berlin gewohnt. Als ich dorthin gezogen bin, wurde ich nach 14 Tagen automatisch vom Stromanbieter Vattenfall angeschrieben und unter Vertrag genommen da ich mir keinen anderen Anbieter gesucht habe. Soweit so gut. Der Verbrauch meiner Familie lag in Berlin bei ca. 40 Euro pro Monat. Am Ende habe ich dann 40 für das Jahr nachgezahlt.

Zum 01.09.2009 bin ich dann nach Schleswig-Holstein gezogen. Es wurde der Zählerstand abgelesen und übermittelt, an wen wusste ich bis dato nicht. Nach mehrmaligen nachhaken bei meinem Vermieter bzgl des Stromanbieters sagte mir dieser, er handhabt es wie immer und meldet mich beim Standardversorger EonHanse selbst. Daraufhin habe ich mir darüber keine weiteren Gedanken gemacht. Ein großer Fehler wie sich jetzt herausstellt. Es kam am 23.02.2010 sowie am 02.07.2010 ein Mitarbeiter der Firma EonHanse zum ablesen vorbei. Ich habe seit jeher nichts vom Stromanbieter gehört. Bis zum heutigen Tage. Nun liegt mir eine Rechnung für Strom und Gas vor (beides von EonHanse). Der Abrechnungszeitraum ist vom 01.09.2009 bis zum 02.07.2010. Die Rechnung für beides (Strom und Gas) beläuft sich auf 1060 Euro (561 Strom und 498 Gas. Das ist natürlich nicht gerade wenig aber kein Weltuntergang. Ich habe mich dennoch gleich mit EonHanse in Verbindung gesetzt und gefragt, ob man die Rechnung in 2 Monatsraten splitten könnte. Man sagte mir, man könnte diesem Wunsch nicht stattgeben da die Anmeldung soweit zurück liegt. Nun ja, dass habe ich dann erst einmal so hingenommen. Innerhalb dieser Zeit (vom 01.09.2009 - heute) gab es 2 Tariferhöhungen. Ich sehe meinen Fehler (ich hätte mich selbst darum kümmern sollen) ein nur Frage ich mich nun:

1. Hätte mich der Stromanbieter nicht informieren müssen wenn es eine Tariferhöhung gibt? (man muss ja auch die Möglichkeit haben zu wechseln, sollte es einem zu teuer sein)

2. Die Rechnung vom o. g. Zeitraum wurde am 18. Januar 2011 erstellt, der fällige Betrag von 1060 Euro ist bis zum 02.02.2011 zu zahlen. Dieser Zahlungszeitraum scheint mir etwas kurz, liegt doch zwischen dem Abrechnungszeitraum und der gestellten Rechnung nun fast ein 3/4 Jahr. Man hätte mich also auch früher anschreiben können oder sehe ich das falsch?

3. Mein jetziger Verbrauch liegt nach der Rechnung zu urteilen bei 56 Euro monatlich (nur Strom). Ich soll nun aber eine Abschlagszahlung von 116 jeden Monat entrichten. Als ich nachgefragt habe ob es notwendig ist soviel zu zahlen sagte man mir, man könne auf 95 Euro pro Monat runtergehen was mir immer noch nicht einleuchtet. Es sind doch fast 30 mehr warum also soviel mehr zahlen?

Vielen Dank für Ihre Mühe und Zeit im Voraus.

Mit freundlichem Gruß
Seka1985

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Ansicht, dass bei einer Tariferhöhung eine entsprechende Information an den Kunden zu erfolgen hat, ist korrekt. Ob daraus ein Sonderkündigungsrecht entsteht, ist abhängig von den jeweiligen Vertragsbedingungen, in der Regel sehen diese ein entsprechendes Kündigungsrecht vor.

Die Zahlungsfrist von zwei Wochen ist nicht zu beanstanden.

Der Anbieter hat in der Regel Anspruch auf angemessene Vorauszahlungen, die sich nach dem bisherigen/voraussichtlichen Verbrauch richten. Einzelheiten dazu regel ebenfalls die Vertragsbedingungen. Im bisherigen Abrechnungszeitraum haben Sie für 10 Monate einen Verbrauch von 1060 EUR. Dies entspricht einem voraussichtlichen Jahresverbrauch von 1272 EUR, woraus sich ein Abschlagsbetrag von 106 EUR ergibt. Unter Berücksichtigung einer möglicherweise zwischenzeitlich erneut eingetretenen Tariferhöhung, scheint mir der Abschlag nicht unangemessen.

In jedem Fall müssen Sie die Vertragsbedingungen, insbesondere den aktuellen Abrechnungstarif prüfen. Nur dann lässt sich berechnen, ob im Verhältnis zum bisherigen Verbrauch eine angemessene Berechnung erfolgt ist.

Gleichzeitig sollten Sie selbstverständlich prüfen, welche Kündigungsmöglichkeiten bestehen, sofern Sie einen günstigeren Anbieter finden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hier eine erste Hilfestellung bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Lausch
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 26.01.2011 | 19:36

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