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Stromnachzahlung aus den letzten 3 Jahren - rechtmäßig?

16.09.2013 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Abrechnung Stromversorger nach drei Jahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind bei einem Energieanbieter (Strom) als Hauseigentümer der ausschließlich über das Internet arbeitet. Nun haben wir eine Zahlungsaufforderung erhalten, einen Gesamtbetrag von knapp 2000€ zu begleichen. Der Betrag sei eine Nachzahlung aus den Jahren 2010-2013. Unser Verbrauch wurde geschätzt (ist aber passig mit dem tatsächlichen Zählerstand), da ich jeweils den Zählerstand nicht übermittelt habe. Hier ist mir bewusst, dass ich meine Mitwirkungspflicht verletzt habe. Da jeweils der Netzbetreiber auch noch am Jahresende abliest, war ich in der irrigen Annahme, dass eine Übermittlung an den Betreiber erfolgt. Das stellt allerdings nicht das eigentliche Problem dar. Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass der Stromanbieter erst nach 3 Jahren seine Forderungen stellt, hätte er doch längst postalisch mitteilen können, dass keine Ablesung erfolgt ist. Hier beruft sich der Stromanbieter darauf, dass ich per email über die fehlenden Zählerstände informiert worden sei- offensichtlich jedoch nicht darüber, dass es sinnig wäre, den monatlichen Abschlag zu erhöhen! Diese mails habe ich nicht erhalten. Inwieweit kann/muss man den Emaileingang belegen? Weiterhin ist es mir technisch nicht möglich, mich in dem Kundenportal des Anbieters einzuloggen. Weder mit meiner Kundennummer noch mit meiner email- Adresse. Es erscheinen trotz richtiger Daten Meldungen darüber, dass die Kundennummer nicht bekannt sei oder meine email mit mehreren Konten bei dem Stromanbieter verknüpft sei (es hat weder ein Wohnortwechsel oder Stromanbieterwechsel in der Zwischenzeit stattgefunden). Telefonisch teilte man mir mit, dass es sich um ein kurzfristiges technisches Problem handele, was allerdings in der Form nicht richtig ist, da der Log-in schon lange nicht möglich ist. Es war mir tatsächlich also nicht möglich, online den Zählerstand zu übermitteln, noch die entsprechenden Rechnungen aus den benannten Jahren einzusehen.
Inwieweit bin ich verpflichtet, der Zahlung nachzukommen? Kann ich eine Ratenzahlung verlangen? Muss der Anbieter mich bei wiederholter fehlender Emailkommunikation nicht postalisch informieren? Für Ihre Antwort besten Dank !!

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Sie berichten, dass die geschätzten Zählerstände mit mit den tatsächlichen so ungefähr übereinstimmen.
Der Stromanbieter ist gemäß § 11 Abs. 3 S. 1 und 2 StromGVV (Stromgrundversorgungsverordnung) zur Schätzung berechtigt.

Mit Rechnungstellung wird der Zahlbetrag fällig.
Verjährung der Forderung ist auch noch nicht eingetreten.

Wenden Sie sich an Ihren Stromanbieter wegen einer Ratenzahlung. Sie haben zwar keinen Anspruch darauf.
Unter Berücksichtigung der langjährigen Vertragsbeziehung wird Ihnen Ihr Anbieter dahingehend aber entgegen kommen insbesondere unter Berücksichtigung der späten Abrechnung.

Wegen der fehlgeschlagenen E-Mail-Kommunikation kommt es auf die vertragliche Regelung an.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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