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Stromliefervertrag - Nachberechnung 2000-2004


09.04.2005 00:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich am 01.04.05 den Stromlieferanten gewechselt habe, hat mein bisheriger Lieferant (seit 01.02.2000) die Abrechnung über die Gesamtdauer überprüft. Dazu hat er den Zählerstand abgefragt. Im Jahr 2003 erfolgte eine Zwischenablesung, der Zählerstand zu Beginn wurde vom Netzbetreiber mitgeteilt. Es erfolgten bisher nur Abrechnungen (insgesamt 3), wenn sich der Tarif geändert hatte, ansonsten wurden regelmäßig Abschlagszahlungen einbehalten. Der Verbrauch wurde geschätzt.

Nun wurde mitgeteilt, sie hätten bei der Überprüfung festgestellt, dass der Anfangszählerstand falsch erfasst wurde und deshalb der Stromverbrauch in den gesamten vergangenen Abrechnungszeiträumen nicht korrekt ermittelt wurde. Deshalb müssten Sie alle bisherigen Abrechnungen leider stornieren und den Preis, anhand von mir nicht nachvollziehbaren Musterrechnungen, neu berechnen, was zu einer Nachzahlung von 512 Euro führt. Da die bisherigen Abrechnungen ungefähr im Rahmen der geleisten Abschläge waren, hatte ich auf die Überprüfung der komplizerten Rechnungen verzichtet, sodass ich nicht bemerkte, dass der Zählerstand falsch erfasst war. Nach meiner jetzigen Überprüfung scheinen tatsächlich etwa 500 Euro zu wenig einbehalten worden sein.

Meine Frage: Darf der Stromlieferer nach bereits erfolgter Abrechnung die gesamte Stromlieferung nochmals neu berechnen und eine Nachzahlung fordern?

In den AGB steht: "...oder werden Fehler in der Ermittlung des Rechnungsbetrages festgestellt, wird der Betrag, der zuviel oder zuwenig berechnet wurde, erstattet oder nachentrichtet. ... Erstattungs- oder Nachentrichtungsansprüche sind auf einen zurückliegenden Zeitraum von 2 Jahren ab Kenntnis des Fehlers begrenzt." Das deckt sich m. E. auch mit der AVBEltV § 21.

M. E. muss ich nur eine Neuberechnung ab 01.04.03 akzeptieren. Eine Ablesung durch den Netzbetreiber vom 22.01.03 liegt vor, so dass der Zählerstand relativ genau geschätzt werden kann. Kann ich die Abbuchung rückbelasten und eine Berechnung ab 01.04.03 unter Hinweis auf die AGB und AVBEltV § 21 verlangen oder trifft der Sachverhalt so nicht zu?

Ich bedanke mich für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen





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Sehr geehrter Ratsuchender,

die von Ihnen geäußerte Rechtsauffassung ist zutreffend.

Nach Ihrer Sachverhaltschilderung handelt es sich um einen Ablesefehler im Jahre 2000.

Nach der von Ihnen bereits genannten Vorschrift § 21 Abs. 2 AVBEltV ist die Geltendmachung der Ansprüch auf die 2 Jahre ab Kenntnis des Fehlers beschränkt; demgemäß für den Zeitraum bis 2003.

Sie sollten dieses dem Stromlieferanten sofort mitteilen und auf eine geänderte Abrechnung bestehen. Dies Abrechnung sollten Sie aber, auch wenn diese unübersichtlich erscheint, gut prüfen, bzw. nachprüfen lassen.

Die Abbuchung können Sie rückbelasten, sollten das aber dem Stromlieferanten in Ihrem Schreiben sofort mitteilen, damit es nicht zu überflüssigen Unstimmigkeiten kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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