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Stromlieferant mit Preisaufschlag und Kommunikationsproblem

| 27.05.2011 15:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
ich habe per 1.3.2010 die Energieversorgung mit Flexstrom, Berlin, und eine Jahreszahlung im voraus für eine festgelegte kWh-Abnahme als Paketpreis mit 826,50€ vereinbart.
Nach Ablauf des Jahres hatte ich mit einem Vertragsverlaengerungsschreiben gerechnet, erhielt aber Ende Februar 2011 nur eine Mahnung ohne Aufschluesselung.
Am 28.3.2011 bat ich Flexstrom per email um Klarstellung, worauf sich die Mahnung bezieht und um Benennung der Konditionen für die Strombelieferung nach Ablauf des ersten Jahres.

Per email antwortete Flexstrom am 15.4.2011, dass das gleiche Stromabnahme-Paket im 2. Jahr 1127,35 € kostet und der Preis für das erste Jahr ein Lockangebot (Aktionstarif) war.
Am 21.4. schrieb ich Fexstrom per email, dass ich entschieden habe, den Vertrag auf dieser Basis nicht zu verlaengern, bat aber um Nachricht, ob eine günstigere Tarifgestaltung möglich sei, was am 28.4. verneint wurde. .
Am 5.5.2011 erhielt ich im Auftrag von Flexstrom eine Zahlungsaufforderung eines Inkassobüros über 1306 € .
Am 5.5.2011 teilte ich Flexstrom per Email und Brief mit, dass ich meinen früheren Stromlieferantenden wieder mit der künftigen Stromversorgung beauftragt habe.
Am 23.5.2011 erhielt ich von dort aber die Nachricht, dass Flexstrom sich weigert, den Vertrag vor Ablauf des 2. Jahres am 29.2.2012 aufzulösen.
Telefonisch wurde mir heute von Flexstrom sehr unhöflich gesagt, dass man die Sache an das Inkasso-Büro abgegeben haette und ich mich in allen Fragen dorthin wenden solle.

Flexstrom erwähnt in den AGB, dass Rechnungen und Korrespondenz per email und download erfolgen. Auf diesem Wege habe ich weder ein Vertragsverlaengerungsschreiben noch eine Rechnung erhalten. Wenn beides per Post verschickt wurde kann ich nur sagen, dass ich nichts ausser einer Mahnung vom 7.2.2011 bekommen habe.
Nebenbei möchte ich erwähnen, dass Flexstrom sogar meine Bankverbindung und Abbuchungsgenehmigung vorliegt, die aber bisher unbeachtet blieb.

Da ich das Vertrauen in Flexstrom verloren habe, möchte ich so schnell wie möglich aus der Strombelieferung durch dieses Unternehmen aussteigen und nicht für das volle 2. Jahr plus der Kosten für ein Inkasso-Büro bezahlen.
Wie soll ich vorgehen?
Gruss E.Berger

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Ihr Vertrag hat sich, da Sie ihn nicht zum 28.02.2011 gekündigt hatten, zunächst um ein weiteres Jahr verlängert.

Allerdings stand Ihnen durch die Verlängerung zu für Sie ungünstigeren Konditionen (um über 36 % höherer Strompreis) ein Sonderkündigungsrecht zu, das Ihnen ermöglichte, den Vertrag außerordentlich (fristlos) zu kündigen. Am 15.04.2011 haben Sie erstmalig von der Preiserhöhung und damit vom Kündigungsgrund erfahren. Bereits am 21.04.2011 und damit innerhalb angemessener Frist haben Sie erklärt, dass Sie unter diesen Bedingungen nicht am Vertrag festhalten möchten, mit anderen Worten: Sie haben von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht.

Mit Zugang dieser Kündigung wurde der Vertrag beendet – ob es Ihrem Stromanbieter passt oder nicht. Die bis zu diesem Zeitpunkt verbrauchten kWh nebst Grundpreis sind anteilig auf der Grundlage des bisherigen Tarifs abzurechnen. Ihr Stromanbieter muss Ihnen eine entsprechende Abschlussrechnung schreiben und Ihren Stromanschluss für einen Anbieterwechsel freigeben.

Ich empfehle Ihnen, den Stromanbieter anwaltlich zur Vollziehung der Kündigung und Freigabe des Anschlusses aufzufordern. Nach erfolglosem Ablauf einer hierfür zu setzenden Frist sollte Klage erhoben werden. Für eine Mandatierung und ggf. Klageerhebung (Gerichtsstand Berlin) stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Setzen Sie sich in diesem Fall bitte per E-Mail an die unten angegebene Adresse mit mir in Verbindung.

Ansonsten hoffe ich, Ihnen hiermit einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

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Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Eine solche ERSTberatung kann und will eine umfassende Begutachtung und den Gang zum Anwalt nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Bewertung des Fragestellers 27.05.2011 | 17:40

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