Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Stromkosten für Sauerstoffgerät (ca 800 € jährlich) für Hartz 4 Empfänger

| 28.06.2009 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

mich beschäftigt folgender Sachverhalt.
Ich (38) bewohne gemeinsam mit meinem Vater (66) und meiner kleinen Tochter eine Eigentumswohnung, die mir und noch zu großen Teilen anderen Familienmitgliedern einer Erbengemeinschaft gehört.
Auf Grund seiner plötzlichen schweren Erkrankung verlor mein Vater vor 4Jahren seine Firma , und damit leider auch seine finanzielle Existenzgrundlage.
Seine Rente beträgt etwa 265 € monatlich.
Ich selbst bin ebenfalls selbständig und alleinerziehend, ohne finazielle Unterstützung durch den Vater meines Kindes, dafür mit relativ hohen finanziellen Belastungen aus älteren Verpflichtungen.

Da meine Familie uns derzeit die Wohnung mietfrei überläßt, haben wir auch keinen Mietvertrag abgeschlossen.
Das kann bei Bedarf jedoch geändert werden.
Da es sich um ein stark renovierungsbedürftiges Objekt handelt fließt auch so ohnehin beinahe monatlich ein erkleckliches Sümmchen in Instandsetzungsmaßnahmen.
( Aktuell z.B. ein neues Garagendach)

Mein Vater ist mehr oder minder bettlägrig, benötigt hochkalorische Nahrung, sowie beinahe permanent ein Sauerstoffgerät.

Soviel zu den Rahmenbedingungen:

Nun meine Frage:
Beim Amt für soziale Leistungen habe ich nun einen Zuschuß , bzw überhaupt eine Leistung für Unterkunft und Heizung beantragt.
Man sagte mir, daß die Obergrenze hierfür 158 € beträgt, da wir in einem 3 Personen-Haushalt leben.
Ohne Mietvertrag erhalten wir aktuell keinen Zuschuß.
Für seine besondere Ernährung erhalten wir ca € 80 monatlich.
Das Amt übernimmt zudem die Krankenkassenkosten.
Sonst bislang nichts.
Geheizt wird unsere Wohnung durch Strom.
Bisher hatten wir eine Abschlagszahlung in Höhe von ca. 350 € für
2 Monate.
Nun kam der dicke " Hammer".
Eine Nachzahlung über rund 1 500€ sowie die Erhöhung der zukünftigen Abschlagszahlungen auf rund 550€.
Da leider auch mein Betrieb krisengeschüttelt ist
( Betriebscafeteria in einem Betrieb , der ca. 30 % Personal abgebaut hat) , weiß ich nicht, wie ich das noch zusätzlich aufbringen soll.
In einem Internetrechner für die Kosten medizinischer Geräte habe ich nun ausgerechnet, daß allein das Sauerstoffgerät meines Vaters rund € 800 Stromkosten jährlich verursacht.
Nebenzu läuft natürlich ununterbrochen sein Fernseher, aber das kann man ja verstehen:-)
Das Amt für soziale Leistungen hat mich nun zur Schuldnerberatung geschickt, und mir geraten , einen Antrag auf eine Spende bei einer sozielen Einrichtung zu stellen.
Kann das der richtige weg sein ?
Das Sauerstoffgerät ist eine medizinisch für Ihn absolut überlebenswichtige Maßnahme, die eben bezifferbare Kosten verursacht. Sind da keine Ersatzleistungen vorgesehen?

Werde wohl jetzt - nach Verschlechterung seines Zustandes und meiner Situation - Pflegegeld beantragen , was ich bisher nicht getan habe.

Würde mich über eine Antwort und Tipps sehr freuen.
So habe ich gerade das Geffühl " unter Volldampf " auf eine Klippe zuzusteuern.

Vielen Dank und freundliche Grüße

-- Einsatz geändert am 28.06.2009 11:29:55
Eingrenzung vom Fragesteller
28.06.2009 | 11:56
28.06.2009 | 13:45

Antwort

von


(34)
Bahnhofstrasse 116
55296 Harxheim bei Mainz
Tel: 06138 - 981689
Tel: 06138 - 981691
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragenstellerin,

bedauerlicherweise befinden Sie sich in einer sehr schwierigen Situation.
Ein richtiger Schritt ist die Beantragung von Pflegegeld für Ihren Vater.
Über die Krankenkasse Ihres Vaters sollten Sie auch einen Zuschuß zu den Stromkosten für das Sauerstoffgerät beantragen. Da dies im weitesten Sinn zu den Behandlungs- und Pflegekosten gehört, ist dafür die Krankenkasse der richtige Ansprechpartner.

Wichtig wäre auch, einen Mietvertrag für sich selbst abzuschließen mit einer Untervermietung an Ihren Vater. Bezüglich Ihrer Miete, könnten Sie diese mit Ihren Investitionen bzw. Erhaltungsarbeiten in die Wohnung verrechnen. Dies hätte den Vorteil, dass Sie der ARGE für einen weiteren Zuschuss einen Mietvertrag vorlegen können, mit einer hohen Nebenkostenvorauszahlung für Ihren Vater.

Sie sollten auch auf die Stromversorgungsgesellschaft zugehen und diese um einen Sozialtarif bitten. Im vergangenen Jahr wurde eine entsprechende Forderung seitens der Bundesregierung an die Stromversorger gerichtet. Weisen Sie auch die besondere Situation Ihres Vaters hin und dass dieser von dem Betrieb des Sauerstoffgerätes abhängig ist. Aufgrund dieses Hinweise können die Stromversorger dann auch nicht die Leistung einstellen, da dies zu einer lebensbedrohlichen Situation Ihres Vaters führen würde.

Zur Verbesserung Ihrer eigenen Situation sollten Sie prüfen, ob nicht für Ihr Kind das Jugendamte eine Unterhaltsleistung erbringen könnte. Bei Kindern unter 12 Jahren ist dies für einen bestimmten Zeitraum möglich.

Soweit Sie noch Fragen haben, bitte nehmen Sie mit mit Kontakt auf. Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glahn, Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 15.11.2009 | 14:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hallo.
Vielen Dank für den Tip mit der Krankenkasse.
Dort wurden mir schnell und unbürokratisch die tatsächlichen Kosten erstattet. Es gibt sogar extra Formulare zum beantragen ;-)
MfG
"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Susanne Sibylle Glahn »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.11.2009
4,8/5,0

Hallo.
Vielen Dank für den Tip mit der Krankenkasse.
Dort wurden mir schnell und unbürokratisch die tatsächlichen Kosten erstattet. Es gibt sogar extra Formulare zum beantragen ;-)
MfG


ANTWORT VON

(34)

Bahnhofstrasse 116
55296 Harxheim bei Mainz
Tel: 06138 - 981689
Tel: 06138 - 981691
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Insolvenzrecht, Sozialhilferecht