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Stromklau


14.12.2007 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Nachdem mein Mieter, ein Elektriker, ausgezogen war habe ich festgestellt, daß er durch ein
Manipulation am Zählerplatz Strom geklaut hat. Ich habe folgende Beweise:
Der Betrug wurde durch den neuen Mieter entdeckt. Durch einen Stromausfall bei mir, hatte
Sein Gefriergerät keinen Strom mehr.Ich habe einen Elektriker mit der Überprüfung beauftragt und der stellte eine Verbindung von meinem Stromkreis zum Mieterstromkreis fest.
Während der Mietzeit stieg mein Verbrauch auf mehr als 7500 kw jährlich. Seit der Reperatur ist mein Verbrauch zurück gegangen und liegt nach jetziger Hochrechnung dann wieder bei ca. 4000-4500 kw liegen.
Durch Zufall habe ich den Stand beim Einzug und Auszug abgelesen und stelle fest, daß der Verbrauch des Mieters jährlch nur ca. 750 kw betragen hat.
Ich habe den Mieter angesprochen und es wird alles bestritten und er wäre sowieso nie dagewesen und ich hätte Heizlüfter betrieben etc.
Meine Frage ist wie stehen meine Chancen vor Gericht?
Hat jemand Erfahrung mit solchen Dingen?
Wie hoch sind die Kosten. Ich schätze meinen Verlust auf mindestens 1000 Euro.
14.12.2007 | 11:06

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Frage beantworte ich Ihnen wie folgt:

Nach Ihrer Schilderung hat sich der alte Mieter höchstwahrscheinlich wegen Entziehung elektrischer Energie gemäß § 248c Strafgesetzbuch (StGB) strafbar gemacht. In Betracht kommt auch eine Strafbarkeit wegen Sachbeschädigung (§ 303 StGB). Zivilrechtlichen haben Sie gegen den Mieter dann einen Schadensersatzanspruch. Als mögliche Anspruchsgrundlagen kommen in Betracht: § 826 BGB (vorsätzliche sittenwidrige Schädigung) oder §§ 812 ff. BGB (ungerechtfertigte Bereicherung).

Ich rate Ihnen folgendes Vorgehen: Zunächst sollten Sie gegen den alten Mieter wegen der von mir genannten Strafvorschriften Strafanzeige stellen. Dies können Sie bei jeder Polizeidienststelle tun. Schildern Sie dazu den Sachverhalt und nennen Sie die Strafvorschriften. Stellen Sie aber zusätzlich Strafanzeige wegen aller sonst noch in Betracht kommenden Vorschriften. Sie sollten auch ausdrücklich einen Strafantrag stellen (wichtig insb. für § 303 StGB; vgl. § 303c StGB). Als Zeugen sollten sie den neuen Mieter sowie den Elektriker benennen. Die Polizei/Staatsanwaltschaft muss aufgrund Ihrer Angaben gegen den alten Mieter ermitteln. Je nach Ausgang des Verfahrens können Sie dadurch möglicherweise weitere Erkenntnisse über den Sachverhalt erhalten.

Nach Abschluss des Strafverfahrens (ggf. auch schon vorher) können Sie den alten Mieter vor Gericht verklagen oder diesem zunächst einen Mahnbescheid zustellen lassen (bitte „googeln“). Bei beidem hilft Ihnen ggf. die Rechtsantragsstelle Ihres Amtsgerichts weiter.

Außerdem sollen Sie unverzüglich Ihren Stromlieferanten und/oder den Netzbetreiber über den Vorgang informieren.

Bevor Sie Anzeige erstatten, sollten Sie dem alten Mieter nochmals schriftlich zur Begleichung des Schadens (angemessener Betrag) auffordern und für diesen Fall ankündigen, dass Sie auf eine Strafanzeige verzichten werden. Reagiert der Mieter darauf nicht, sollten Sie wie beschrieben vorgehen.

Natürlich können Sie sich vor Ort von einem Rechtsanwalt in dieser Angelegenheit vertreten lassen. Dieser wird Ihnen auch die dafür entstehenden Kosten nennen können. Bestehen Sie darauf, zunächst ein unverbindliches Kostenangebot zu erhalten, um sich auf dieser Grundlage über eine Beauftragung entscheiden zu können.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben. Gerne können Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragemöglichkeit nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2007 | 12:49

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

danke für Ihre schnelle und kompetente Antwort. In einem Forum habe ich durch Zufall von den negativen Geschäftsmethoden während der Mietzeit gelesen. Kann ich diesen negtiven Leuimund auch verwenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2007 | 10:52

Sehr geehrter Fragesteller,

leider verstehe ich Ihre Nachfrage nicht so ganz. Was meinen Sie mit "negativen Geschäftsmethoden während der Mietzeit"? Und wöfür wollen Sie diesen "negativen Leumund" verwenden.

Im Zusammenhang mit der Erstattung einer Anzeige könnte möglicherweise der "neg. Leumund" Ihres ehem. Mieters eine Rolle spielen, wenn es tatsächlich zu einer Bestrafung kommt. In diesem Fall könnte dies möglicherweise im Rahmen der Strafzumessung vom Gericht berücksichtigt werden.

Wenn Sie etwas anderes gemeint haben, lassen Sie mir doch bitte eine kurze E-Mail zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

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