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Stromanbieter stellt Rechnung nach 2 Jahren

24.05.2010 10:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


11:46
Guten Tag,

wir sind seit über 20 Jahren bei einem Stromanbieter und er bucht immer von dem gleichen Konto ab.
Vor 2 Jahren sind wir umgezogen, wir haben den Umzug dem Stromanbieter gemeldet und auch die Endabrechnung der alten Wohung an die neue Adresse bekommen.

Ich dachte alle läuft wie immer und mir ist leider nicht aufgefallen das die Abbuchungen vom Stromanbieter ausblieben.

Nun kam ein Schreiben (Rechnung für bereits genutze Energie), wir würden ja seit 2 Jahren soundsoviel Strom verbraucht haben (mit Ablesezahlen) und nun möchten wir bitte XXXX€ sofort überweisen.
Dazu eine Abbuchungserklärung und dazu eine Abschlagsänderung über die nächsten 2 Monate von je 310€.

Erst da ist mir aufgefallen das wirklich nicht abgebucht wurde.

Nun meine Fragen:
1.) kann ich vom Stromanbieter Ratenzahlung verlangen? Grundsätzlich bin ich ja bereit das Geld zu zahlen.
2.) wir verbrauchen seit Jahren zwischen 80-100€/Monat, jetzt sollen wir einen Abschlag von montlich 310€ zahlen. Muß ich das oder kann ich bei den 90€/Monat bleiben?
3.) muß ich mich überhaupt auf die Zahlungsaufforderung einlassen?
kann ich nicht einen anderen Anbieter wählen...also schreiben "wenn Sie sich nicht auf eine Ratenzahlung einlassen, nehme ich einen anderen Anbieter." ?

24.05.2010 | 11:04

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

einen Anspruch auf Ratenzahlung haben Sie grundsätzlich nicht, da Geldschulden in der Regel sofort und vollständig fällig sind.
Für die Bezahlung gehen die Gerichte davon aus, dass Sie die ersparten Raten nicht ausgegeben haben und somit das ersparte Geld für die Nachzahlung aufbringen können.
Sie sollten es aber auf jeden Fall auf dem Kulanzwege versuchen. Wenn dies nicht funktioniert, gibt es noch gewisse Möglichkeiten die Versorger auf eine sonst drohende Privatinsolvenz hinzuweisen, wobei die meisten nach meinen Erfahrungen dann spätestens einlenken.

Der Abschlag jedoch kann vom Stromversorger nicht einseitig auf € 310,00 erhöht werden. Die Pflicht zur Abschlagszahlung selbst dürfte sich aus den entsprechenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Stromanbieters ergeben. Die Höhe jedoch aus Ihrem monatlichen Verbrauch, der in dieser Form nicht einseitig auf mehr als das Dreifache erhöht werden darf (§ 315 BGB).
Ich bin mir aber sicher, dass diese Hochstufung damit zusammenhängt, dass der Versorger Ihnen nunmehr den kompletten Nachberechnungsbetrag in Rechnung gestellt hat und die Abschlagserhöhung automatisch vorgenommen wurde.


Sie sollten also die folgenden Schritte unternehmen:

1) Brief an den Versorger mit der Bitte um Ratenzahlungen ab (Datum) in Höhe von monatlichen € ____. Hier sollten Sie auch Ihre Situation erklären, warum es zu keinem Einzug gekommen ist und das dies nicht in Ihrer Schuld steht.

2) Sie sollten die Daten vom Versorger überprüfen, sprich den Stromzählerstand beim Einzug (meist angegeben im Mietvertrag) und den aktuellen Stand und sollten den Verbrauch hochrechnen, ob der Verbrauch und die jetzige Rechnung darüber ungefähr im Verhältnis stimmen könnten.

3) Sie sollten Ihre mögliche Einzugsermächtigung zunächst widerrufen und einen Hinweis geben, dass Sie auch in Zukunft nur bereit sind, einen Abschlag in Höhe von € 90,00 zu bezahlen, da sich an Ihrem Verbrauch nichts wesentliches verändert habe und eine derartige Erhöhung unzulässig sei.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und mache Sie auch auf die kostenlose Nachfrageoption aufmerksam.

Wenn Sie Hilfe bei der Formulierung dieser Schreiben benötigen, dann stehe ich Ihnen gerne über die "Anwalt-Direktanfrage" zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Hoffmeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.05.2010 | 11:43

Guten Tag Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für die übersichtliche gute Antwort, sie hilft mir für mein Anschreiben.

Können Sie mir zu Punkt 3 noch sagen ob ich auch einem anderen (vielleicht preiswerteren) Anbieter die vergangenen 2 Jahre übergeben kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.05.2010 | 11:46

Sehr geehrte Fragestellerin,

dies ist leider nicht möglich, da der Vertrag die letzten zwei Jahre mit dem Versorger bestand hatte und mit ihm auch abgerechnet werden muss. Dies ist nur für die Zukunft möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Hoffmeyer
Rechtsanwalt

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