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Stromanbieter Teldafax liefert nicht trotz Vorrauszahlung= Grundversorgung

25.05.2011 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,
ich habe Ende 2010 einen Stromliefervertrag mit der Fa. Teldafax abgeschlossen, dummerweise mit jährlicher Vorrauszahlung in Höhe von 880€ für ein 5500KWh Volumen, dazu kam noch ein jährlicher Abschlag von 585€ und ein Sonderabschlag von 200€ der bei Vertragende zurückgezahlt wird.

Lieferbeginn war dann der 01.02.2011.

Im Mai habe ich ein Schreiben meines örtlichen Grundversorgers LSW erhalten, das ich ab 06.05 in die Grundversorgung falle, da mein Anbieter Teldafax die Netznutzungsentgelte nicht zahlt.
Daraufhin habe ich Teldafax um Rückzahlung und Abrechnung bis 18.05. gemahnt,natürlich ohne Antwort.

Frage: Haben weitere rechtliche Schritte Sinn oder sind die einfach Pleite und ich habe Pech gehabt, was kostet so etwas, was kann ich persönlich jetzt tun. Wie müssen die weiteren Schritte aussehen, wie müsste eine Formulierung aussehen?
25.05.2011 | 10:26

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

kündigt der Netzbetreiber den Vertrag mit einem Stromanbieter, bedeutet dies noch nicht, dass der Versorgungsvertrag zwischen Stromanbieter und Endkunden gleich mit beendet ist.

Dieser Vertrag sollte daher von den betroffenen Endkunden eigenständig gekündigt werden, da nicht damit zu rechnen ist, dass der Anbieter die Versorgung wieder aufnimmt.

Regelmäßig sind die Schritte folgende:
Voraussetzung für eine Kündigung aus wichtigem Grund ist eine Fristsetzung zur Abhilfe oder Abmahnung wegen des Grundes (§ 314 Absatz 2 BGB).

Das heißt der Endabnehmer muss von dem Stromanbieter die unverzügliche Belieferung fordern (eine Woche sollte reichen). Je nach dem kann man ggf. in Ihrer bisherigen Korrespondenz bereits eine Abmahnung sehen. Wenn trotz der bisherigen Korrespondenz ganz sicher gehen wollen, sollten sie dies tun.

Verstreicht die Frist, kann aus wichtigem Grund gekündigt werden (§ 314 BGB), da trotz Abmahnung die Vertragspflicht nicht erfüllt und kein Strom geliefert wurde. Dabei sollte der Zählerstand angegeben werden (sonst schätzt der Stromanbieter) und eine etwaige Einzugsermächtigung widerrufen werden. Einige Verbraucherzentrale haben Musterschreiben entworfen.

Alle Erklärungen sollten auf jeden Fall schriftlich erfolgen. Der Zugang sollte möglichst gut nachweisbar sein (z.B. Einschreiben mit Rückschein, Fax oder gleich auf mehrere Arten).

Nach der Kündigung ergibt sich ein Anspruch auf Abrechnung des Vertragsverhältnisses (Schlussrechnung). Der Vertrag ist mit der Kündigung als beendet anzusehen. Weitere Grundgebühren etc. werden nicht mehr geschuldet. Vorauszahlungen sind anteilig zu erstatten. Denkbar ist auch ein Schadensersatzanspruch wegen der nun teureren Grundversorgung.

Weigert sich das Unternehmen hartnäckig eine Schlussrechnung zu erstellen oder Guthaben auszuzahlen, bleibt leider nur der Gang zu einem Rechtsanwalt oder sogar zum Gericht.

Bei Unternehmen in der Krise, stellt sich dann natürlich auch die Frage, ob es nach Beendigung eines Verfahrens überhaupt noch etwas zu holen gibt, da es vermutlich sehr viele Kunden mit denselben oder ähnlichen Ansprüchen gibt (nach Presseberichten angeblich rund 100.000). Hier sollten Sie die Presse verfolgen.

Daher ist abzuwägen welcher Weg günstig und schnell ist. Recht günstig und schnell ist die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides, den jedermann selbst beantragen kann (zum Beispiel: Streitwert 1.500 EUR, Gerichtskosten 32,50 EUR).
Sie können Ihre Ansprüche ausrechnen und den Betrag geltend machen.
Nachteil: Das Unternehmen kann einfach ohne Begründung widersprechen. Dann muss doch der Weg über eine Klage gewählt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte.
Wenn Sie möchten, werde ich gerne in der Sache für Sie tätig. Für eine (kostenlose) erste Besprechung, z.B. über die bei einer weiteren Beauftragung entstehenden Kosten, rufen Sie mich gerne an unter 0231.580 94 95.

Die von mir erteilte Rechtsauskunft basiert ausschließlich auf Ihren Sachverhaltsangaben. Meine Antwort ist eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, so wie er von Ihnen geschildert wurde. Um eine ausführliche Begutachtung vorzunehmen, ist eine persönliche Beratung im Rahmen eines Mandats zwingend erforderlich. Es kann sich nämlich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn noch weitere Informationen hinzukommen oder andere weggelassen werden.


Mit besten Grüßen
Sebastian Belgardt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

T e l e f o n : 0231. 580 94 95
F a x : 0231. 580 94 96
E m a i l : info@ra-belgardt.de
I n t e r n e t : www.ra-belgardt.de

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