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Strom auf Betriebskosten umlegen


| 15.02.2005 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir wohnen seit dem Jahr 2000 in einem Reihenhaus zur Miete.
Unsere Heizung, wie auch die Warmwasseraufbereitung läuft über Strom (Nachtspeicher).
In unserm Haus befindet sich noch ein Gewerberaum, was bis etwa
2002 ein Ingenieurbüro war. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde immer über Nacht die Heizungs- und Warmwasseranlage aufgeheizt, was völlig ausreichend war.
Seit dem Jahr 2003 ist unser Vermieter mit seinem Frisörladen im Gewerberaum. Am ersten Tag seines Schaffens, hatten wir ab 13.00 Uhr
kein warmes Wasser mehr zur Verfügung. Er stellte einfach ohne uns zu informieren die Warmwasseranlage auf permanente Wasseraufbereitung um, so dass wir seit diesem Tage auch tagsüber Strom benötigen, um warmes Wasser zu haben.
Wir haben zwar getrennte Warmwasserverbrauchszähler, aber den Verbrauch des teueren Tagstroms, legt er zu gleichen Teilen auf die Nebenkostenabrechnung um.
Wir haben darüber schon mehrmals mit Ihm gesprochen, aber er will oder kann uns einfach nicht verstehen. Wir hatten Ihn auch schon bevor er mit seinem Salon eingezogen ist darauf hingewiesen, dass diese Anlage für so einen hohen Wasserverbrauch nicht ausgelegt ist. Er hatte uns aber versichert, dass das keine Auswirkungen auf unsere Abrechnung hat. Leider ist aber das Gegenteil der Fall – der Verbrauch an Tagstrom steigt und steigt, obwohl wir in der Woche tagsüber fast nie zu Hause sind, außer unser 11jähriger Sohn (ab Mittag) und der Hund.

Meine Fragen:

Darf er ohne unsere Zustimmung einfach die Anlage auf Tagstrom umstellen, wenn es auch zu unseren Lasten geht?

Ist er verpflichtet als Gewerbetreibender (Frisör) eine eigene Anlage einbauen zu lassen, wenn er so viel Warmwasser verbraucht?

Wie kann ich weiter verfahren?


Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich darf Ihr Vermieter technische Umrüstungen aufgrund veränderter Notwendigkeiten vornehmen. Eine eigene Warmwasseranlage wird er nicht einbauen müssen.

Aber in Ihrem Falle gilt eine Besonderheit: Grundsätzlich muss bei Verbrauchskostenumlagen nicht auf besonders sparsame oder besonders verschwenderische Mietparteien Rücksicht genommen werden. Etwas anderes gilt aber bei gewerblichen Mietparteien, die aufgrund ihrer Besonderheiten höhere Verbrauchswerte aufweisen. Hier darf ein gewerbebedingter Mehrverbrauch nicht zu Lasten der privaten Mieter gehen.

In Ihrem Falle gibt es nur eine Lösung, die auch praktikabel ist und wo Ihr Vermieter bisher fehlerhaft abrechnet: Wie Sie schreiben, haben Sie bereits eine separate Warmwassererfassung. Ebenso ist der für die Warmwasserbereitung benötigte Strom verbrauchsabhängig abzurechnen. Die zwei Möglichkeiten bestehen nun darin, den Tagstrom für den Salon und Ihre Wohnung über gesonderte Zähler zu erfassen, oder aber die Kosten für den Tagstrom nach den ermittelten Warmwassermengen aufzuteilen.

Fazit: Sie brauchen nicht hinzunehmen, dass der Tagstrom zu gleichen Teilen umgelegt wird, weil dieser Verteilungsschlüssel ungeeignet ist. Hinnehmen müssen Sie aber, dass Sie nun statt über Nachtspeicherbetrieb Permanentbetrieb haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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