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Streitwertsumme Rechenfehler

15.11.2012 17:53 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bei meinen Mietern die fälligen und nicht durchgeführten Schönheitsreparaturen nach Auszug eingeklagt und gewonnen.

Mein Anwalt hatte mich damals beauftragt mind. zwei Angebote von Malerfachbetrieben einzuholen damit er die Streitwertsumme ermitteln kann.

Ich habe dann einige Tage später zwei Angebote bei meinem Anwalt eingereicht.

Mein Anwalt hat dann das günstigere Angebot als Streitwertsumme angesetzt.

Im Laufe des Verfahrens stellte der Anwalt der Gegenseite fest, dass in dem Angebot des Malers ein Rechenfehler enthalten ist und die Summe der Malerarbeiten um 1.800,- € zu hoch angesetzt wurde.

Diese Summe wurde vom Gericht natürlich nicht anerkannt und ich habe das Verfahren um diese Summe verloren. Somit wurden die Anwalts- und Gerichtskosten gequotelt.

Mein Anwalt sagt jetzt dass es mein Fehler gewesen wäre, da ich ihm ja diese Angebote übergeben habe.

Meiner Meinung nach ist er dafür verantwortlich, da er sich für dieses Angebot entschieden hat.

Wem hätte dieser Rechenfehler auffallen müssen?

Muss mein Anwalt bei Ermittlung der Streitwertsumme die Angebote nachrechnen?

Was kann ich jetzt noch machen?

Mit freundlichen Grüßen

15.11.2012 | 19:07

Antwort

von


(1082)
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01796 Pirna
Tel: 03501/5163030
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie als Vermieter sind Auftraggeber der eingeholten Angebote.

Der darin angegebene Wert stellt Ihren Schaden dar, den Sie ersetzt haben wollten.

Für die Streitwertfestsetzung ist das Gericht zuständig, danach richten sich auch die Rechtsanwaltsgebühren.

Diese sind auch zu bezahlen.


Es könnte nun jedoch sein, das der Anwalt eine Pflichtverletzung begangen hat und Sie einen
Schadensersatzanspruch gegen Ihn haben.

Der Anspruch richtet sich nach § 280 Abs. 1 BGB .

Kernfrage ist, ob der Anwalt eine Rechnung/ ein Angebot auf seine Richtigkeit überprüfen muss.

Der Anwalt darf "auf die Richtigkeit tatsächlicher Angaben seines Auftraggebers [...] eigene Nachforschungen vertrauen, solange er deren Unrichtigkeit nicht kennt oder kennen muss."
(Vill, in: Zugehör, Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Auflage 2011, Rdnr. 725; BGH, 21.09.2006 - IX ZR 137/05 , Tz. 4)

Es kommt damit auf die Frage an, ob der Anwalt den Fehler erkennen muss.

Das hängt davon ab, wie offensichtlich der Fehler ist. Es kommt auf die Art des Rechenfehlers an.

Wenn der Anwalt Ihn erkennen muss, dann Sie aber auch. Zudem stammt das Angebot aus Ihrer Risiko-Sphäre.

D.h. dem Anwalt ist wohl kein Vorwurf zu machen, wenn die Malerfirma bei der Angebotserstellung einen Fehler macht und Sie den Anwalt mit diesem Beweismittel mit der Klage beauftragen.


Nicht nachvollziebar ist, wieso das günstigere Angebot trotz der 1.800 € zu viel, dennoch das günstigere war.
Offenichtlich gab es kein Gutachten über die notwendigen Renovierungskosten.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt






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