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Streitigkeiten nach Tod der Mutter

05.09.2010 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,
nach dem gestrigen Tod meiner Tante gibt es Probleme und Streit zwischen den beiden seit langem zerstrittenen Söhnen. Ich brauche somit dringend Rat von einem Erbrechtkundigen RA für einen meiner Neffen.
Der Jüngere, der vorgibt sich immer um seine Mutter gekümmert zu haben, was der Ältere nicht so intensiv getan hat, nimmt für sich in Anspruch alles zu regeln (Verbrennung, Beerdigung terminieren, Sarg aussuchen usw.) ohne den Älteren mit einzubeziehen od. zu fragen. Der Jüngere hat alles in der Hand u. lässt den Älteren außen vor.

Fragen:
- Gehen die Kosten für und rund um die Beerdigung auch dann aus der Erbmasse, wenn sie nur von einem der Brüder „verursacht" wurden, der andere nicht gefragt wurde u. den Ausgaben in dieser Form und Höhe nicht zugestimmt hat?

- Kann der Jüngere allein handeln u. z. B. die pompöseste Beerdigung veranlassen, die der Ältere später hälftig zahlen muss

- Kann der Jüngere „einen Leichenschmaus" in einem Luxusrestaurant für die Verwandtschaft organisieren u. die Kosten aus der Erbmasse bestreiten

- Darf der Jüngere bei der Todesanzeige den Älteren nicht erwähnen, die Kosten für die Anzeige aber aus der Erbmasse bezahlen?

- Wie weit muss der Ältere in die Abwicklung mit eingebunden werden u. wie kann der Ältere sich rechtlich Gehör verschaffen

- Auf Drängen des Jüngeren, wurde dem Älteren die Bankvollmacht vor einem Jahr entzogen. Der Jüngere hat von seiner Mutter noch eine Bankvollmacht. Wie kann der Ältere diese außer Kraft setzen.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass der Ältere bei weitem finanziell nicht so gut gestellt ist, wie der Jüngere

Für eine ganz schnelle Antwort bedanke ich mich recht herzlich.

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Gem. § 1968 BGB trägt solche Kosten der Erbe und nicht die Erbmasse. Sofern die beiden Söhne Erben sind, besteht eine Erbengemeinschaft. In dieser Gesamdhandsgemeinschaft entscheiden die Miterben gem. § 2038 II 1 BGB mit Stimmenmehrheit.

Es kommt also für die Beantwortung Ihrer Frage darauf an, ob die beiden – einzigen? – Kinder die beiden Alleinerben und außerdem Erben zu gleichen Teilen sind.

Dann kann der Jüngere keine eigenmächtigen Entscheidungen treffen, sondern muss im Einvernehmen mit dem Bruder handeln. Dies trifft auf alle Ihre Fragen zu.

Besteht kein Einverständnis muss der Jüngere als Auftraggeber alleine haften und bezahlen. Allerdings muss der Aufwand der Beerdigung etc. dem Verstorbenen gegenüber angemessenen sein. Unangemessene Kosten muss der Ältere daher in keinem Fall bezahlen.

Rechtliches Gehör kann sich der Ältere letztlich nur durch den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen seinen Bruder verschaffen wegen fehlendem Einverständnis. Oder später durch die Nichtberücksichtigung der erhöhten Kosten bei der Auszahlung des Erbes.

Hinsichtlich der Vollmacht kommt es darauf an, ob diese über den Tod hinaus gilt, ansonsten ist sie mit dem Tod erloschen. Gilt sie über den Tod hinaus, kann der Ältere die Vollmacht widerrufen.


Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 05.09.2010 | 12:26

hallo,
die beiden Söhne sind die einzigen Erben zu gleichen teilen.Da der Jüngere alle Entscheidungen eigenmächtig allein trifft, bleibt nur die einstweilige Verfügung. Wo bekommt man die möglichst schnell her u. wie hoch sind die Kosten?
Danke, dass ich nachfragen durfte.
Mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.09.2010 | 12:31

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die einstweilige Verfügung kann beim nächsten Gericht beantragt werden. Die Höhe der Kosten ist abhängig von dem Wert der Erbmasse, sodass Sie mir hierzu Angaben machen müssten.

Ihnen kann ich nur raten, sich dabei von einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl beraten zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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