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Streitfall mit Handwerker. Rechnungen und angeblich gestohlene Arbeitsgeräte.

30.06.2020 12:47 |
Preis: 80,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Hallo,

ich habe ein Problem mit einer Handwerkerrechnung und fühle mich hinters Licht geführt.

Faktenlage:

Mein Neubau wurde im März/April vom Betrieb innen gestrichen und Teilverputzt. Hierfür habe ich am 22. April die erste Abschlagszahlung erhalten und diese bezahlt. (Datiert auf 20. April.)
Anfang Mai hat dann die Firma ihre Arbeitsgeräte abgeholt und Mitte Mai dann die erste - kumulierte - Schlussrechnung. Da diese aber falsch war, haben wir um eine korrekte Rechnung gebeten. Diese kam dann am 3. Juni (Poststempel 27. Mai), allerdings nur noch als Zusammenfassung ohne jede detaillierte Aufzählung. Nettobetrag - Abzug Abschlagsrechnung - Bruttobetrag - Restzahlung. Das wars. Auf keiner der Rechnungen war eine Zahlungsfrist angegeben. Da ich aber sicher sein möchte, dass die Rechnung korrekt ist, habe ich per Mail um eine korrekte, kumulierte Rechnung gebeten. Bei einem fünfstelligen Betrag wohl verständlich. Darauf habe ich keine Antwort erhalten.

Zwischenzeitlich wurde ich per Whatsapp und Telefon wüst von der Chefin bombardiert, warum ich die Rechnung nicht bezahle und dass sie weitere Schritte einleitet. Auf meinen erneuten hinweis, dass ich eine kumulierte Rechnung möchte, wurde nicht eingegangen.

Am 15. Juni kam dann eine "letzte Zahlungsaufforderung" (obwohl ich nie vorher eine erhalten habe) per Einschreiben mit einer Zahlungsfrist von 5 Tagen.
Heute (30.06.) nun ein Mahnbescheid vom Amtsgericht, in dem sie die Zahlung einfordert, samt Zinsen seit dem 14. April 2020.

Dazu kommt, dass mir der Rechnungsbetrag an sich deutlich zu hoch vorkommt, eine andere Firma verlangte beim Neubau meiner Mutter (nahezu identische Flächen) trotz Mehrleistung nur die Hälfte des Betrages. Der Firma wurde außerdem angeblich auf meiner Baustelle mehrere Arbeitsgeräte gestohlen, was allerdings erst deutlich später und in großen Abständen aufgefallen ist. Diese möchte sie ebenfalls ersetzt haben. Versicherungen und mein Bauträger haben dies aber abgelehnt, da die Diebstähle nicht zur Anzeige gebracht wurden. Eine Kulanzregelung von 250€ von Bauträger und Versicherung wurden unter wüsten Beschimpfungen seitens der Firma anschließend zurückgezogen.

Ist das rechtens und muss ich den Betrag samt Zinsen und Gebühren so hinnehmen? Sie kann doch keine Endrechnung vor eine Abschlagszahlung und dazu von Ende Mai auf Mitte April datieren.
Ich komme mir betrogen vor und frage mich, wie ich nun am besten weiter vorgehen soll.
30.06.2020 | 14:53

Antwort

von


(811)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sofern die Rechnung nicht nachvollziehbar ist und Positionen erhält, welche Sie nicht zu verantworten haben (angeblich abhanden gekommene Geräte), müssen Sie diese nicht bezahlen. Ist der Rechnungsbetrag im Hinblick auf die vorangegangene Rechnung jedoch schlüssig, ist im Hinblick auf die Verfahrenskosten zu prüfen, ob dieser Teil der Forderung anerkannt und dem Mahnbescheid nur teilweise widersprochen werden sollte. Die Rückdatierung erscheint in der Tat fragwürdig.

Ob Sie in Verzug geraten sind, kann erst in Kenntnis aller Unterlagen (insbesondere der Rechnungen und deren Zahlungsbedingungen) beurteilt werden.

Gerne vertrete ich Ihre Interessen gegenüber dem Handwerksbetrieb.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 30.06.2020 | 14:57

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Firma die beiden Ende Mai geschickten Schlussrechnungen (die falsche kumulierte UND die nicht-kumulierte Zusammenfassung) auf den 14. April vordatiert hat. Also noch vor die 1. Abschlagsrechnung, die auf den 20. April datiert ist.
Kann ich verlangen, dass die vermeintlich richtige Zusammenfassung auch noch kumuliert vorgelegt wird oder muss ich die Zusammenfassung bezahlen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.06.2020 | 18:59

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Wie gesagt muss anhand der Rechnungen im Detail geprüft werden, ob der Rechnungsbetrag schlüssig ist. Vorher ist eine abschließende Beurteilung leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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