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Streitfall Ratenzahlung - dritte Rate steht aus

18.03.2013 16:17 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


17:27

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe letztes Jahr einen Programmierer beauftragt, eine Internetseite für mich zu programmieren. Die Kosten für diese Arbeit beliefen sich auf 3391,50 EUR. Diese Summe sollte in drei Raten bezahlt werden, die nach Fertigstellung gewisser, vorher festgelegter "Meilensteine" auf das Konto des Auftragnehmers überwiesen werden sollten. Zwei der drei Raten wurden bezahlt. Offen bleibt nun noch eine Summe von 1428 EUR.

Meine finanziellen Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit verschlechtert, so dass ich die dritte Rate nicht bezahlen konnte. Einige Vorkommnisse haben darüber hinaus dazu geführt, dass ich mich der Problemlösung gegenüber passiv verhalten, d.h. keinerlei Anstalten zur Bezahlung der Restschuld gemacht habe.

Seit einigen Wochen bin ich jedoch wieder im Kontakt mit dem Auftragnehmer. Er fordert mich auf, den Betrag zu überweisen. Am 28.01. dieses Jahres habe ich 400 Euro an den AN überwiesen, OHNE dass es eine Ratenzahlungsvereinbarung bis dahin gab. Somit bleiben noch 1028 EUR offen.

Der AN hat mehrmals mit einem Inkassodienst gedroht, zuletzt war nur noch die Rede von einem Gerichtlichen Mahnverfahren. Einen weiteren persönlichen Kontakt hat er kategorisch abgelehnt.

Ich erhielt allerdings am 15.03. eine E-Mail, in der er mir letztmalig die Möglichkeit einer Ratenzahlung einräumt. Ich habe geantwortet, dass ich eine Rate von 75€ vorschlage. Dies hat er als zu niedrig abgelehnt.

Daraus ergeben sich einige Fragen:

- Kann der AN mich zwingen, eine höhere Rate anzubieten, obwohl diese von meiner Seite aus nicht bezahlbar wäre?

- Einen Bescheid eines Amtsgerichtes würde ich zurückweisen, da ich dem AN bereits 400 EUR überwiesen sowie eine Ratenzahlung angeboten habe. Wäre dieser Widerspruch zweckdienlich oder völlig verlorene Zeit?

- Bin ich trotz des Zahlungsverzuges in einer etwas aussichtsreicheren Position, weil ich durch die erwähnte Einmalzahlung von 400 EUR, die Zahlung zweier von drei "Milestone"_Raten plus die vorgeschlagene Rate Zahlungswilligkeit demonstriert habe und das von einem Gericht evtl. anerkannt werden würde?

- Bestehen Chancen, dass ich den Betrag in der Summe mindern kann, da im Vertrag eine Fertigstellung bis Ende September versprochen wurde, zusammen mit dem Passus: "Die Umsetzung darf sich nicht durch andere Projekte seitens XXX
verzögern. Gründe für eine mögliche Verzögerung können aber sein: Krankheit,
besondere Familienereignisse o.ä. - solche werden nicht von XXX
erwartet.", sich die Fertigstellung aber bis Mitte November hinauszögerte? Einige Kunden des AN beharrten auf der Dringlichkeit ihrer Projekte, die der AN zwischenschieben musste. Allerdings hat mich der AN gefragt, ob das möglich sei, was ich bejaht habe. Habe ich damit wissentlich einer Verschiebung zugestimmt?

Ich weigere mich nicht, den Restbetrag zu zahlen, sehe allerdings nicht ein, warum er trotz mehrerer Angebote von mir, der Zahlungshistorie (2 von 3 Milstone-Raten) und einer Einmalzahlung von 400 EUR ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten sollte. Daran hindern kann ich ihn sicherlich nicht, aber wie wären die Erfolgsaussichten im Falle eines Widerspruches?

Vielen Dank.

18.03.2013 | 16:55

Antwort

von


(2272)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


das ist in der Tat eine Unverschämtheit:

Sie schulden Geld aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung und entgegen dieser vertraglichen Vereinbarung und entgegen einer gesetzlichen Regelung will die Gegenseite sachfremde Ratenzahlungen nicht annehmen. Was gibt es doch für undankbare Gläubiger.


Die Gegenseite ist vollkommen im Recht, wobei Zahlungen natürlicch zu berücksichtigen wären. Der Restbetrag ist zur SOFORTIGEN ZAHLUNG fällig

Ihr Angebot einer reduzierten Ratenzahlung bedarf der Einwilligung des Gläubigers - und ich glaube den Sachverhalt so zu verstehen, dass eine solche Einwilligung nicht vorliegt. Dann ist Ihr Angebot wohl abgelehnt und niccht beachtenswert.


Zahlen Sie den Restbetrag - alles andere wäre verlorene Zeit und würde weitere Kosten unnötig hervorrufen.


Der Verschiebung haben Sie zugestimmt, wenn Sie die Anfrage bejaht haben.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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Rückfrage vom Fragesteller 18.03.2013 | 17:16

Sehr geehrte Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort, wenn ich auch keinen Grund sehe, so sarkastisch zu werden.

Ich bestreite nicht, dass die Gegenseite im Recht ist. Ich vermisse allerdings die genauen Antworten auf meine Fragen, auch wenn ich im Gesamtkontext schon sehen kann, auf was Sie hinauswollen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.03.2013 | 17:27

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich hatte gedacht, dass die Antworten deutlich geworden sind, sorry. Aber gerne noch einmal, wobei ich zum besseren Verständnis Ihre Fragen aufführe:


- Kann der AN mich zwingen, eine höhere Rate anzubieten, obwohl diese von meiner Seite aus nicht bezahlbar wäre?

Ja; er kann sogar den gesamten ausstehenden Restbetrag nebst Zinsen und Kosten fordern.

- Einen Bescheid eines Amtsgerichtes würde ich zurückweisen, da ich dem AN bereits 400 EUR überwiesen sowie eine Ratenzahlung angeboten habe. Wäre dieser Widerspruch zweckdienlich oder völlig verlorene Zeit?

Zahlungen müssen natürlich berücksichtigt werden. Der Widerspruch sollte dann aber auf ggfs. nicht berücksichtigte Zahlungen beschränkt werden.

- Bin ich trotz des Zahlungsverzuges in einer etwas aussichtsreicheren Position, weil ich durch die erwähnte Einmalzahlung von 400 EUR, die Zahlung zweier von drei "Milestone"_Raten plus die vorgeschlagene Rate Zahlungswilligkeit demonstriert habe und das von einem Gericht evtl. anerkannt werden würde?

Nein. Einen Zivilrichter interessiert das nicht.

- Bestehen Chancen, dass ich den Betrag in der Summe mindern kann, da im Vertrag eine Fertigstellung bis Ende September versprochen wurde, zusammen mit dem Passus: "Die Umsetzung darf sich nicht durch andere Projekte seitens XXX
verzögern. Gründe für eine mögliche Verzögerung können aber sein: Krankheit,
besondere Familienereignisse o.ä. - solche werden nicht von XXX
erwartet.", sich die Fertigstellung aber bis Mitte November hinauszögerte? Einige Kunden des AN beharrten auf der Dringlichkeit ihrer Projekte, die der AN zwischenschieben musste. Allerdings hat mich der AN gefragt, ob das möglich sei, was ich bejaht habe. Habe ich damit wissentlich einer Verschiebung zugestimmt?

JA, Sie haben der Verschiebung damit zugestimmt und NEIN, insoweit besteht keine Chance auf Minderung.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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Fax: 0441 / 26 8 92
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ANTWORT VON

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