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Streit um gemeinsame Youtube Videos / Wer hat welche Rechte?

| 10.05.2022 13:34 |
Preis: 65,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von


06:37

In einem ehemaligen YouTube Projekt sind in über zwei Jahren bis zum April 2022 über 130 Videos entstanden (jede Woche min. ein Video). Diese Videos habe ich mit meinem Equipment und auf meine Kosten produziert, allerdings sind hier auch Bilder aus der Kamera meines ehemaligen Partners mit eingeflossen. Den Videos kann dabei durchaus ein künstlerischer Wert zugesprochen werden. Da ich das Projekt im Frieden beenden wollte, sprach auch Anfangs nichts dagegen, dass die Videos uneingeschrämkt weiter auf dem Kanal, welcher nun alleine von meinem ehemaligen Partner betrieben wird (meine Verwaltungsrechte hat er mir entzogen) verfügbar bleiben könnten. Nun stellt er es in der Öffentlichkeit (z.B. die Kanalinfoseite) so dar, dass alle Videos ausschließlich seine Werke wären und er nur bei dem ein oder anderen Video den Schnitt hätte machen lassen. Er lässt aktuell nicht mit sich verhandeln, bzw. hat alle telefonischen Verbindungen abgebrochen (meine Nummern gesperrt). Ich würde nun gerne wissen, welche Rechte ich bzgl. der Videos habe? Kann ich Videos offline nehmen lassen (kann ich Videos offline nehmen lassen, in denen ich zu sehen bin?) ? Was passiert mit möglichen Werbeeinnahmen (der Kanal war zuletzt Teilnehmer am YouTube-Partnerprogramm). Wie sollte am sinnigsten Vorgegangen werden und mit welchen Kosten sollte ich rechnen? Vielen Dank vorab fürs Kümmern und viele Grüße,

10.05.2022 | 14:24

Antwort

von


(2129)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung sind Sie Urheber oder zumindest Miturheber an den Videos. Die Verwertung z.B. in Form der Veröffentlichung auf YouTube bedarf daher grundsätzlich Ihrer Einwilligung, § 15, § 8 UrhG. Gleiches gilt für Videos, auf denen Sie zu sehen sind (§ 22 KunstUrhG).

Diese Einwilligung haben Sie zunächst gegeben, auch nachdem Sie aus dem Projekt ausgestiegen sind. Dies gibt dem ehemaligen Partner aber nicht das Recht, sich wahrheitswidrig als alleinigen Urheber auszugeben. Sie haben gemäß § 13 UrhG ein Recht auf Anerkennung der Urheberschaft.

Sie sollten daher schriftlich unter kurzer Fristsetzung zur Namensnennung auffordern. Reagiert der ehemalige Projektpartner nicht, widerrufen Sie ebenfalls schriftlich die Einwilligung zur Nutzung der Videos. Geschieht auch daraufhin nichts, können Sie Löschung der Videos und zukünftige Unterlassung der Nutzung verlangen. Auch eine Beteiligung an den Gewinnen während der rechtswidrigen Nutzung kann dann ggf. verlangt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 12.05.2022 | 19:49

Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort. Welche Druckmittel habe ich für eine mögliche Löschung der Inhalte? Bisher klingt es für mich so, als bleibe es der Gegenseite überlassen, ob sie reagiert oder nicht. Und bisher reagiert sie eben auch nicht. Vor vier Wochen hatte ich bereits telefonisch darum gebet, dass die Gegenseite die Videos offline setzen möchte, ohne Erfolg. Wären Sie daran interessiert, mich zu vertreten? Ziel sollte es sein, dass die Inhalte nicht mehr ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden dürfen bzw. gelöscht werden müssen. An Vergleiche jeder Art bin ich nicht interessiert, da ich mittlerweile nicht mehr durch die gemeinsamen Videos mit der anderen Person in Verbindung gebracht werden möchte. Falls Sie Interesse hätten, mich hier zu vertreten, müssten wir vorab die möglichen Kosten klären und ob es möglicherweise Wege gibt zumindest einen Teil der Kosten auf die Gegenseite abzuwälzen. Vielen Dank für Ihre Mühen. Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.05.2022 | 06:37

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn sichergestellt ist, dass die Rechte zur Nutzung wirksam widerrufen wurden, dann können Sie den ehemaligen Projektpartner abmahnen und zur Unterlassung auffordern. Dieser Anspruch lässt sich anschließend auch gerichtlich durchsetzen, wenn er nicht auf die Abmahnung reagiert. Die Kosten hierfür hätte dann der ehemalige Partner zu tragen. Ich habe momentan leider nicht die Ressourcen frei, um den Fall zu übernehmen, es gibt aber einige auf Urheberrecht spezialisierte Kollegen bestimmt auch in Ihrer Nähe. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.05.2022 | 19:55

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