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Streit um Mietzahlung


14.07.2005 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

da es etwas komliziert ist - muß ich leider etwas ausholen:
ich habe im März einen Mietvertrag zum 01.05.2005 unterschrieben in dem festgehalten worden ist das bis zum 30.04.2005 noch einige Mängel behoben werden sollten.
Ich muß dazu sagen das die Vormieterin meine Mutter war. Diese ist am 28.03.2005 ausgezogen und hat die Miete aber noch bis 30.04.2005 gezahlt. In den 4 Wochen zwischen Auszug meiner Mutter und meinem bevorstehenden Einzug sollte die Wohnung nun renoviert werden (Neue Stromleitung für den Elektroherd - vom Stromkaste durch den Flur in die Küche zum Anschluß.) Zwei Rolläden sollten Repariert werden. Ein Nachtspeicherofen (Thermostat) und es mußte ein neuer Durchlauferhitzer eingebaut werden, da der wasserdruck für den alten zu niedrig war. und eine neue Wohnungseinganstür sollte eingebaut werden.
Als ich die Wohnung besichtig habe war sie komplett Tapeziert und mit Teppichboden den meine Mutter verlegt hatte. Die Wohnung ist nur im Badezimmer gefließt der Rest ist alter, leider vermoderter Dielenboden da das Haus fast 30 Jahre lang unverputzt war und dadurch die Feuchtigkeit den Dielenboden vernichtet hat.
Als meine Mutter ausgezogen ist hat sie die Wohnung Besenrein verlassen. Den alten Teppichboden hat sie auf den Sperrmüll getan. Die Wände waren Tapeziert. Es standen allerdings noch 1 Kühlschrank, ein Trockner und ein Schrank in der Wohnung, da sie mir das überlassen wollte und sie ja auch noch miete bis zum 30.04.05 bezahlt hat.
Mitte April wurde mir dann von der Vermieterin mitgeteilt das nicht nur die Stromleitung zum E-Herd sondern in der gesamten Wohnung erneutert werden müssen. und das sie das vorhat zu machen.
Ich konnte zum 01.05.2005 nicht einziehen, da in der kompletten wohnung (ausser im bad) die Wände aufgeschlitzt waren, die tapeten zerrissen waren und überall dreck und staub war und nicht abzusehen war wie lange das noch so andauert. Da ich aber zum 30.04.2004 aus meiner alten wohnung raus musste habe ich in einer wirklich vergammelten, stinkenden alten kellerwohnung einen teil meiner sachen unterstellen dürfen. Die vermieterin verlangte im Nachhinein Mietgeld für dieses gammelige Zimmer (was ich nicht bezahlt habe), sie wollte die komplette Miete für den Monat Mai, dies habe ich auch nicht bezahlt da ich nicht einziehen konnte. und sie wollte noch das ich die neu Tapezierung bezahle - obwohl ich bei mietvertragsabschluss definitiv nichts von solch einer arbeit wusste. und sie wollte das ich mich an 2700 euro laminatverlegung beteilige.
ich habe mich durchgesetzt und sie hat auf ihre kosten die wohnung tapeziert. dafür hat sie keinen laminat verlegt denn ich wollte mich nicht beteiligen. soweit so gut. ich konnte dann erst ab dem 16. mai 2005 in die wohnung einziegen, was ich nicht tat. denn ich musste je inzwischen aus der alten wohnung raus, musste so lange bei meinem freund wohnen der 80km entfernt wohnt. musste jeden tag 80km zur Arbeit und 80km wieder zurück zu meinem Freund fahren. ich hatte kosten für die anmeldung für mein telefon das ich nicht nutzen konnte, denn das telefon war ab dem 01.05.05 freigesachltet etc.
ich hatte solchen ärger und so viele diskussionen mit dem vermieter das ich beschloss nicht in diese wohnung einzuziehen.
ich habe ihr fristgerecht die wohnung gekündigt obwohl ich nie eingezogen bin. Nun aber beschuldigt sie mich das sie keinen nachmieter findet, sie hat höhere kosten denn sie muss nun doch einen laminatboden verlegen. dies will sie aber tun in der zeit in der ich die wohnung zahle. dies sehe ich aber nicht ein. muss ich die wohnung zahlen, wenn ich nie darin gewohnt habe und sie aber darin ist und laminatboden verlegen läßt?
vielen, vielen dank!
Sehr geehrter Ratsuchender,

der Vermieter ist verpflichtet, Ihnen eine Wohnung zur Verfügung zu stellen, die dem vertragsgemäßen Gebrauch entspricht.

Dieses war bis zum 16.05.2005 nach Ihrer Darstellung nicht der Fall, so, dass bis zu diesem Termin nichts gezahlt werden muss.

So wie SIe es schildern, kann man auch nicht mehr von Renovierung sprechen; offenbar wurde die Wohnung komplett instandgesetzt, was allein Aufgabe der Vermieterin ist.

Ich verstehe die Frage weiter so, auch auch derzeit auf Veranlassung der Vermieterin Laminat verlegt wird, entweder durch die Vermieterin selbst oder Drittfirmen.

Auch für diese Zeit brauchen Sie keine Miete zahlen, da eben ein vertragsgemäßes Benutzen offenbar nicht möglich ist.



Etwas anders sieht es für die Zeit zwischen Fertigstellung (Bezugsmöglichkeit) und Ende des Mietverhältnisses (Kündigungsdatum). Ist die Wohnung denn irgendwann einmal so hergerichtet, dass sie vertragsgerecht ist und die einziehen KÖNNTEN, werden Sie ab diesem Zeitpunkt bis zum Mietende in der Tat den vereinbarten Mietzins zahlen müssen, da Sie nun derjenige sind, der die NutzungsMÖGLICHKEIT verstreichen lässt.

Allerdings sollten Sie dann mit Ihren Schadensersatzansprüchen (Fahrtkosten, Kosten der Anmeldung Telefon etc.) die Aufrechnung erklären. Diese tatsächlichen Kosten können dann gegen gerechnet werden (wobei es mehrere Möglichkeiten gibt, die in diesem Forum so nicht behandelt werden können).

Teilen Sie der Vermieterin aber schon jetzt schriftlich (Einschreiben/Rückschein) mit, dass Sie Schadensersatzansprüche dem Grunde nach anmelden und die Höhe nach Ablauf der Kündigungsfrist dann im Einzelnen mitteilen werden.

Das die Vermieterin nun einen Nachmieter suchen muss, ist irrelevant, da Sie ja nach Ihren Angaben ordnungsgemäß gekündigt hatten. Auch wenn vereinbart war, dass Laminat in der Wohnung sein musste, muss dieses die Vermieterin auf ihre eigenen Kosten machen.


Wichtig wäre es, den Mietvertrag zu prüfen, was so nicht möglich ist; vielleicht faxen Sie ihn mir einfach einmal zu.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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