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Streit um Kater


| 12.12.2014 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir wohnen in einem neuen Haus, d.h. alle Parteien sind neu. Wir haben den Mietvertrag im März unterschrieben - mit Zusage, dass ein Kater zu uns gehört, der auch Freigänger ist. Laut Vermieter kein Problem. Schließlich wohnen wir auf dem Land. Nun macht eine Partei des Hauses Probleme. Er hat den Mietvertrag Ende April/Anfang Mai unterschrieben und verlangt nun, dass der Kater drin bleiben muss. Er wohnt Parterre - wir 1. OG. Das Haus hat 4 Parteien - die anderen 2 akzeptieren den Kater. Er behauptet Allergiker zu sein - könne nicht richtig lüften weil der Kater draußen umherläuft. Ich reagierte und ließ den Kater nur noch abends / nachts raus. Wieder Streit. Das reiche ihm nicht. Ich schlage dem Vermieter vor, dass ich Pflanzen besorge, die den Kater von der Wohnung unten fern halten sollen. Für das Fensterbrett innen. Der stellt sie unten, draußen unter das Fenster, wo die Pflanzen mittlerweile kaputt gegangen sind.

Gestern der Höhepunkt. Der Kater ist früh gegen 6 in ein Zimmer von ihm gesprungen als er es lüftete. Zu einer Zeit also wo ausgemacht war, dass er draußen ist. Er lüftet und verlässt das Zimmer.
Nun will er denn Vermieter verklagen und Mietminderung verlangen. Der Vermieter ist ratlos will er die Katze nicht verbieten möchte.

Meine Frage: kann die Partei rechtlich erzwingen, dass der Kater drin bleiben muss oder dass wir den Kater abschaffen müssen? Ich meine - wir haben diese Wohnung ja gewählt weil hier die Katze zulässig war. Hätte er als Allergiker die Info einholen müssen ob Tiere im Haus leben werden? In der Ausschreibung stand damals "Tiere nach Vereinbarung".

Wir und der Vermieter sind ratlos und sprachlos über die Situation. Alle Vorschläge und Lösungen brachten bisher nichts.

Ganz liebe Grüße!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"kann die Partei rechtlich erzwingen, dass der Kater drin bleiben muss oder dass wir den Kater abschaffen müssen?".


Nein, nach Ihrer Schilderung nicht.





Frage 2:
"Hätte er als Allergiker die Info einholen müssen ob Tiere im Haus leben werden? In der Ausschreibung stand damals "Tiere nach Vereinbarung".


Das wäre sicherlich sinnvoll gewesen, wenn er so allergisch reagiert und aufs Land zieht.

Ein Recht zur Mietminderung oder zu weiteren Einschränkungen sehe ich nach Ihrer Schilderung nicht.

Denn Sie haben zum einen bereits nachweisbar Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen indem sie die Freilaufzeit beschränkten und ihm sogar noch "katzenabweisende Pflanzen" spendiert haben. Darauf sollten sie den Vermieter auch unbedingt hinweisen.


Dass Ihr Nachbar keinen grünen Daumen hat kann man Ihnen schließlich nicht anlasten.

Auch das aktuelle Problem, nämlich das die Katze beim Lüften in den Wohnraum des Allergikers gelangt, kann man wenig kosten- und zeitintensiv durch ein transparentes Fliegengitter völlig für die Zukunft ausschließen. Durch das Fliegengitter kommt dann weder die Katze noch im Sommer die Fliegen, also eine klassische "Win-win Situation" für alle Beteiligten.

Und selbst ohne Fliegengitter könne er glücklich werden, wenn er während der von Ihnen bekannt gegebenen Freilaufzeit das Fenster einfach geschlossen hält.

Da braucht es keine Mietminderung, sondern auch ein wenig Empathie gegenüber den Belangen der übrigen Mieterschaft. Diese scheinen dem Herrn offensichtlich völlig zu fehlen.



Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 14.12.2014 | 00:24


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