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Streit um Eigentumswohnung nach Trennung(unehelich)


| 02.08.2007 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Werte Rechtsanwälte,
2003 kauften mein damaliger Freund und ich uns eine Eigentumswohnung.Wir stehen beide als Kreditnehmer und im Grundbuch drin.Vor einem Jahr nahm er mir die Wohnungsschlüssel weg und nach 14 Tagen konnten meine mind.Tochter und ich uns unsere privaten Sachen abholen.Seit dem zahlte er die Raten alleine, da ich kein Geld für meine jetztige Untermiete(330 Euro) und die Raten(250 Euro) bezahlen kann, und er ja immer noch in der Wohnung wohnte.(wo ich ja sozusagen Nutzungsgeld verlangen hätte können)Jetzt nach einem Jahr hat er mir die Schlüssel in die Hand gedrückt und meint nun bin ich dran meinen Verpflichtungen nachzukommen.Er ist ausgezogen und hat auch alles mitgenommen was wir uns gemeinsam angeschafft haben.Wir hatten ein gemeinschaftliches Konto,welches nach meinem Rauswurf natürlich getrennt wurde.Ich hatte ihn schon vor Monaten gebeten mir mitzuteilen, wie es nun mit der Eigentumswohnung aussieht und was damit geschehen soll.3 Vorschläge habe ich ihm gemacht:
Er behält die Wohnung und ich werde aus dem Kredit entlassen,ohne irgend welche Anforderungen zu stellen und ich zahle die Notarkosten
Er zieht aus und wir müssen uns um einen Nachmieter bemühen oder
er zieht aus und wir müssen uns einen Käufer suchen,welches sehr schlecht aussieht.
Leider bekamm ich nie eine Antwort bis mir vor wenigen Tagen die Schlüssel in die Hand gedrückt wurden.
Nun stehe ich da.
Meine 1.Frage lautet:
Kann er von mir die Hälfte von dem Geld für dieses eine Jahr zurückverlangen?
2.Frage:
Habe ich eine Chance aus dem Kreditvertrag rauszukommen?(Einkommen:900 Euro+154 KG)
3.Frage:
Da ich keinerlei Unterlagen (Kaufvertrag,Notar usw) von der Wohnung habe,ist er verpflichtet mir Kopien davon zu geben?

Wie ist der mögliche Verlauf in solch einem Fall?
Vielen Dank
Mit freundlichem Gruss

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Selbstverständlich stehen Ihnen die Unterlagen über den Kauf der Eigentumswohnung zu. Sie können sich diesbezüglich an Ihren ehemaligen Freund wenden und Ihn auffordern, die Unterlagen herauszugeben.

Auf Grund Ihrer Schilderung sehe ich momentan keine Möglichkeit für Sie, aus dem Kreditvertrag herauszukommen. Sie haben beide unterschrieben und sind so auch beide der Bank zur Rückzahlung des Kredites verpflichtet. Die Bank kann sich theoretisch auch nur an einen Vertragspartner wenden und von ihm die Rückzahlung verlangen. Dieser kann aber dann von dem anderen Gesamtschuldner Rückzahlung verlangen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, bestand eine Übereinkunft zwischen Ihnen, dass er das Haus bewohnt und dafür die Raten zahlt. Eine solche Vereinbarung ist gültig, auch wenn sie nicht schriftlich geschlossen wird. Problematisch ist nur die Beweisbarkeit. Man könnte hier jedoch darauf abstellen, dass auf Grund der Vorgehensweise ( er zahlt den Kredit und bewohnt das Haus, im Gegenzug leben Sie in einer anderen Wohnung) dies so bewerkstelligt wurde. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat Ihr ehemaliger Lebensgefährte jedoch nichts diesbezüglich zu Ihnen gesagt. Er hat vielmehr nur den Schlüssel in die Hand gedrückt.

Bezüglich der weiteren Vorgehensweise würde ich Ihnen empfehlen, entweder selbst oder über einen Anwalt Ihren ehemaligen lebensgefährten aufzufordern, sich bezüglich des weiteren Vorgehens zu äußern. Setzen Sie ihm auf jeden Fall eine Frist mit Datum. Sollte dann zu diesem Zeitpunkt keine Rückmeldung stattgefunden haben, machen Sie sich selbst klar, wie es für Sie am besten weitergehen soll. Wenn Sie die Wohnung vermieten wollen, fordern Sie ihn auf, zuzustimmen. Reden Sie mit der Bank, aber diesbezüglich kann ich Ihnen keine großen Hoffnungen machen.

Zwingen Sie Ihren ehemaligen Lebemnspartner dazu, Ihnen eine Aussage zukommen zu lassen.Das bewerkstelligen Sie wirklich am besten durch den Brief. Machen Sie in Zukunft alles schriftlich.

In Ihrem Fall ist es schwierig, Ihnen darüberhinausgehend rechtlichen Rat zu erteilen, da z.B. die Verträge nicht vorliegen.Dies wäre jedoch für eine genaue Beurteilung der Angelegenheit mit allen Folgen notwendig, um zu sehen, ob eine Möglichkeit besteht, aus den Verträgen herauszukommen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2007 | 10:21

Hallo,
danke für die schnelle Auskunf.
Ich habe gehört ich kann auch Privatinsolvenz anmelden.
Könnten Sie mich bitte darüber aufklären? (ob dies in meinem Fall erwähnenswert ist)
Vielen Dank!
Mit netten Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2007 | 08:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

ob für Sie eine Verbraucherinsolvenz in Betracht kommt, kann ich aus dem hier Vorgetragenen nicht beurteilen. Hierzu müßte bekannt sein, wie hoch die Schulden sind, bei wie vielen Gläubigern etc.

Bevor Sie eine Verbraucherinsolvenz durchführen können, müssen Sie jedoch versuchen, eine Ratenzahlungsvereinbarung mit den Gläubigern durchzuführen.Erst wenn diese scheitert, kann eine Insolvenz durchgeführt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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