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Streit um Arztabrechnung (privatvers.): Klage Arzt gegen Patient

| 27.10.2010 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Meine private KV, die Allianz, zuständig für stationäre Behandlungen, weigert sich, mir/ meinem behandelnden Arzt die volle Höhe der in Rechnung und minutios aufgelisteten gestellten OP-Kosten von ca.4000.-€ zu erstatten. Ich erhielt 50% und reichte sie weiter an den Arzt , der Rest war strittig. Das Gutachten meines Arztes wurde zurückgewiesen, Nun beschreitet der Arzt den Klageweg, Beklagte bin ich, nicht die Allianz.
Der Anwalt des Arztes, auf den ich wegen Folgeoperationen weiter angewiesen bin, hat mir vorgeschlagen,
< entweder selber zu zahlen
< oder Rechtsschutz der Allianz in Anspruch zu nehmen
und "den Streit zu verkünden".
Rechtsschutz gewährt mir die Allianz.
Was muß ich machen, um den Streit zu verkünden, wann ist der richtige Zeitpunkt dazu, brauche ich dazu einen Anwalt (ich habe eine Rechtsschutzversicherung...) - oder soll ich selber zahlen (viel Geld) und müßte mich dann selbst mit der Versicherung auseinandersetzen?
Was rät mir der Fachmann???

Sehr geehrte Fragestellerin,
besten Dank für Ihre Anfrage, die ich ausschließlich auf der Grundlage des von Ihnen ge-schilderten Sachverhalts beantworte.

Zunächst wäre hilfreich zu wissen, mit welcher Begründung Ihre Krankenversicherung die hälftige Erstattung der Operationskosten ablehnt. Erst dann können die Erfolgsaussichten der Klage resp. deren Abwehr beurteilt werden:
Als Gründe könnten u.a. in Frage kommen: das konkrete Risiko ist nicht versichert, es besteht versicherungsvertraglich kein höherer Erstattungsanspruch, die Honorarrechnung des Arztes könnte zu beanstanden sein.

Sie sind der Vertragspartner des Arztes. Insoweit ist es folgerichtig, dass er den Anspruch Ihnen gegenüber geltend macht.

Wenn Sie auf diesen Arzt unbedingt angewiesen sind und seine Honorarrechnung korrekt ist, können Sie die Rechnung in voller Höhe gegenüber dem Arzt begleichen. Dann haben Sie auf "dieser Seite Ruhe". Auf der anderen Seite können Sie dann Ihre Krankenversicherung in Anspruch nehmen bzw. bei ungerechtfertigter Zahlungsverweigerung auch auf Erstattung der Operationskosten verklagen. Da Sie, wie Sie selbst sagen, Rechtsschutz genießen, tragen Sie zumindest kein Kostenrisiko. Alternativ hierzu könnten Sie, wenn Ihnen die Klageschrift des Arztes zugestellt wurde, der Krankenversicherung den Streit verkünden. Dies erfolgt durch eine sog. Streitverkündungsschrift. Hier müssen Sie den Grund der Streitverkündung und die Lage des Rechtsstreits angeben. Der Schriftsatz ist der Krankenversicherung zuzustellen. Ihr Gegner, also der Arzt, muss eine Abschrift erhalten. Welches der richtige Zeitpunkt ist und ob eine Streitverkündung überhaupt sinnvoll ist, lässt sich frühesten nach Erhalt der Klagebegründung beurteilen. Die Streitverkündung kann bis zu rechtskräftigen Entscheidung des Rechtsstreits erfolgen. Da der Gegenstandswert € 5.000,00 nicht übersteigt, müssen Sie keinen Rechtsanwalt beauftragen. Ob es nicht doch sinnvoll wäre, sollten Sie sich überlegen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes und sämtlicher vorliegender Unterlagen erfordert. Im Rahmen dieses Forums können die Ausführungen nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Sie sollten in Erwägung ziehen, eine/n Rechtsanwältin/Rechts-anwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie aber, dass dabei weitere Kosten anfallen können.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit gerne mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen
(Winkler)
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 27.10.2010 | 17:33

Danke, dies hat mir schon sehr geholfen.

Mein Arzt erwartet nicht, dass ich bezahle.
Trotzdem die NAchfrage: Was würden Sie raten: soll ich bezahlen und dann gegen die Kasse vorgehen - oder soll ich die Klage des Arztes gegen mich zuklassen? Was ist einfacher - schneller - praktikabler? Als Patientin sitze ich zwischen den Stühlen und bin leider auf beide Seiten angewiesen!!!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.10.2010 | 17:57

Ich denke, es sollte Ihre Situation als Patientin an erster Stelle stehen.
Die Rechtslage würde ich dem unterordnen. Also würde ich die Rechnung des Arztes bezahlen, vorausgesetzt sie ist zutreffend. Das beseitigt klimatische Spannungen. Danach würde ich die KV auf Erstattung verklagen. Kostenschutz hierfür würde ich von Ihrer Rechtsschutzversicherung anfordern.
Ich denke, das ist ein praktikabler Weg. Nach den Kriterien "einfach" und "schnell" lässt sich die Sache nicht bewerten.

Bewertung des Fragestellers 27.10.2010 | 19:23

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