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Streit mit dem Sohn der Vermieterin


| 08.01.2018 17:45 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Die Verschmutzung des Treppenhauses durch Kinder oder Besucher der Kinder kann nur im Wiederholungsfalle und nach Abmahnung zur Kündigung eines Mietverhältnisses berechtigen. Eine Beleidigung des Vermieteres kann je nach Schwere eine fristlose Kündigung rechtfertigen.


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie mir zu helfen.

Ich hatte gestern einen Streit mit dem Sohn meiner Vermieterin, der über mir wohnt. Er beschuldigte meine Kinder (13 J.a. und 15 J.a.) auf seiner Treppe angeblich schon einige Male Gummitiere (von "Haribo"), Brezeln oder Kaugummi geschmießen zu haben. Dabei waren das gar nicht meine Kinder, sondern ihre Freunde, als diese auf meine Kinder vor unserer Wohnungstür warteten. Das ganze hat er dann auf seiner Treppe aufgesammelt und, ohne mir darüber ein Wort zu sagen, auf meinen Abtreter vor meiner Wohnungstür drauf gelegt.
Heute Morgen hat er wieder 2 gestern Abend auf der Treppe verlorene Rosenblütenblätter auf meinen Abtreter gebracht. Die musste meine Tochter gestern Abend verloren haben, als sie den verwelckten Blumenstrauß nach draußen in die Mülltonne brachte.
Ich habe sie dann wieder auf die Treppe zurück geschmießen. Der Sohn der Vermieterin hat sie dann aber wieder vor meine Tür gelegt. Ich bin zu ihm gegangen und es war Streit.

Meine Frage an Sie:
Kann die Vermieterin darauf hinaus mir die Wohnung kündigen?

Herzlichen Dank
Sehr geehrter Fragestellerin,

ich nehme an, dass in dem Haus noch mehr Mietparteien sind, so dass Kündigungsschutz generell gegeben ist. Grundsätzlich ist Ihnen das Fehlverhalten Ihrer Kinder, also das Fallenlassen von Rosenblütenblättern bei der Müllentsorgung, zuzurechnen. Gleiches gilt für das Fehlverhalten von deren Besuchern. Wenn Sie also demnächst solche Verschmutzungen entdecken, sollten Sie diese beseitigen. Ein Kündigungsgrund dürfte nur dann gegeben sein, wenn dies oft vorkommt und Sie deswegen auch einmal abgemahtnt wurden. Inwieweite Ihre heutigen Aussagen gegenüber dem Sohn geeignet sein könnten, eine Kündigung zu rechtfertigen, vermag ich nicht zu beurteilen. Sollten Sie ihn beleidigt oder Kraftausdrücke benutzt haben, wäre dies durchaus möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2018 | 18:58

In dem Haus wohnt außer mir und dem Sohn der Vermieterin noch eine Mietpartei...Inwiefern hat diese Tatsache was mit Kündigungsschutz zu tun?..
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2018 | 09:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

§ 573 a BGB ordnet an, dass ein Vermieter ohne Vorliegen eines Kündigungsgrundes kündigen kann, wenn er das Gebäude selbst bewohnt und nicht mehr als zwei Wohnungen vorhanden sind. Die Kündigungsfrist wäre in diesem Fall aber um drei Monate verlängert. Dies ist aber bei Ihnen offenbar nicht der Fall, da die Vermieter dort selbst nicht zusammen mit ihrem Sohn wohnt udn auch drei Wohnungen vorhanden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 11.01.2018 | 00:17


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