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Strafvollstreckung - brauche guten Anwalt


| 03.11.2006 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Rechtsanwälte

Ich habe im letzten Jahr viel angestellt und bekomme dieses Jahr die Quittung dafür. Es geht darum, dass ich jetzt zwei Verhandlungen laufen habe... beide sind in Berufung! In der einen Strafsache habe ich 1,8 Jahre auf Bewährung bekommen (wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr mit Körperverletzung) wobei die Strafe hier nicht angemessen ist. In der zweiten Sache wurde ich wegen Einbruchs in 3 Fällen zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr auf Bewährung verurteilt.

Und jetzt mein Problem, laut Gesetz ist es festgelegt, das ein Strafzusammenzug erfolgen muß, sobald die eine Straftat vor der anderen liegt oder zum gleichem Zeitraum geschah.
Das heißt: bei einem Starfzusammenzug würde ich mindestens 2,4 Jahre bekommen und müßte in den Bau.

Ich will da um jeden Preis herum kommen, weil ich meine Untaten bereue und ich den Schaden schon teils beglichen habe. Jetzt suche ich eben einen Anwalt der einen Ausweg kennt und evtl. Beziehungen zur Vollstreckungstelle und Staatsanwaltschaft in Hannover hat.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Mit "Beziehungen" zur Vollstreckungsbehörde können Sie Ihr Problem nicht lösen.
Ist Ihnen in einem der Verfahren kein Pflichtverteidiger beigeordnet worden ?

Eine nachträgliche Gesamtstrafenbildung setzt immer voraus, dass die verschiedenen Strafen in einem früheren Verfahren hätten verhängt werden und eine Gesamtstrafe hätte gebildet werden können.
Die jetzt abzuurteilende Tat muss daher vor einer früheren Verurteilung begangen worden sein und die frühere Verurteilung muss jetzt rechtskräftig sein, da nach § 55 StGB nur mit rechtskräftigen Vorverurteilungen eine nachträgliche Gesamtstrafe gebildet werden kann.

Da Ihre Verfahren noch in der Berufungsinstanz sind, ist eine Gesamtstrafenbildung nach § 55 StGB nicht möglich.

Wenn die Berufungsverfahren rechtskräftig abgeschlossen sind, kann von Amts wegen eine Gesamtstrafenbildung durch das Gericht nach § 460 StPO erfolgen.

Um dieses Verfahren kommen Sie nicht herum, da es von Amts wegen eingeleitet wird.
In diesem Verfahren wird über die Aussetzung der Gesamtstrafe zur Bewährung und ohne Bindung an die Vorentscheidungen neu entschieden.

Wenn Sie den Antrag nach § 460 StPO nicht selbst stellen, sondern die zuständige Staatsanwaltschaft, müssen Sie vor der Entscheidung gehört werden.
Bis dahin dürften Sie noch ein wenig Zeit haben, da ja die Berufungsverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sind. Erst wenn das der Fall ist, kann die Staatsanwaltschaft einen Antrag nach § 460 StPO stellen.
Die Zeit sollten Sie in der Weise nutzen, dass Sie einen Strafverteidiger vor Ort mandatieren oder auf die Dienste Ihres Pflichtverteidigers - sofern Ihnen einer beigeordnet worden ist - zurückgreifen.

Schließlich darf ich Sie höflich darauf hinweisen, dass im Bereich des Strafrechts immer häufiger Ratsuchende den Einzug durch den Plattformbetreiber platzen lassen. Bei Nichtzahlung muss von einer Straftat wegen Betruges ausgegangen werden, die die Erstattung einer Strafanzeige nach sich zieht.

Ich gehe aber bei Ihnen davon aus, dass Sie zu den redlichen Ratsuchenden gehören, die für den erteilten Rechtsrat auch den ausgelobten Einsatz entrichten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.11.2006 | 12:50

Besten Dank für Ihre Antwort.
Nun ja, das niedergeschriebene ist mir schon bekannt, es gibt aber Situationen im Leben, wo ich denke... das manche einfach nicht genug für ihr Geld geben.
Deswegen wollte ich einen zweiten Rat einholen.
Und mir ist auch aufgefallen, dass die Anwälte immer "giftiger" werden... was Sachen Geld betrifft. Glauben Sie mir... Geld spielt für mich keine Rolle, da ich nach der U-Haft mein Leben um 180 Grad gewendet habe.
Ich habe mir jetzt zuviel aufgebaut, um dafür 2 Jahre ins Gefängnis gehen zu müssen.



Zwei Anwälte sind besser als einer!!! (das war mein Gedanke)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.11.2006 | 13:00

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ich kann in Anbetracht Ihrer Situation nachvollziehen, dass Sie sich eine zweite Rechtsmeinung einholen.

Auf der anderen Seite habe ich Ihnen lediglich Erfahrungswerte an die Hand gegeben.
Jeder Kollege, der im Rahmen dieser Plattform Fragen beantwortet, hat auch einen Anspruch auf Zahlung des ausgelobten Einsatzes. Leider kommt es immer wieder vor, dass Ratsuchende sich hier kostengünstig Rechtsrat einholen und dann die Zahlung platzen lassen.

Vor diesem Hintergrund haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen insoweit einen höflichen Hinweis darauf gegeben habe. Von Giftigkeit kann daher keine Rede sein.

Ich wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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"Ich möchte mich für den Begriff "giftig" entschuldigen, der war falsch gewählt, es hätte besser heißen sollen "ängstlicher".
Aber nichts desto trotz bedanke ich mich für Ihre Mühe und wünschen allen noch frohes schaffen! "
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