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Strafverfahren wegen Verdacht des Betruges Ladung zur Vernehmung als Beschuldigte

13.05.2018 17:32 |
Preis: 41,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Vernehmung

Im November 2017 wurden mit einem Durchsuchungsbefehl vom Hauptzollamt meine Wohnung durchsucht und diverse Ordner, Tablet, Smartphone und ca. 2.000,00 Eur Bargeld beschlagnahmt.
Verdacht des Betruges gegenüber KOA
Betrug stimmt, es wurde auch Rechnungen beschlagnahmt, die ich gestellt habe als selbständige Promoterin.

Am 11.5. bekam ich eine Ladung zur Vernehmung als Beschuldigte für den Mittwoch 16.5.

Da ich bisher keinen Rechtsanwalt habe, möchte ich erstmal keine Angaben bzw. Aussage machen.

Meine Fragen:

Muss ich, ausser persönlichen Angaben zu Name und Adresse, irgendetwas sagen? Z.B. Arbeit, Finanzielles, etc.?
Kann man mich zwingen, irgendeine Aussage zu machen?
Mein Lebensgefährte ist auch involviert (Beihilfe des Betruges , ebenfalls Vernehmung als Beschuldigter) Muss ich hierzu Angaben machen?
Werde ich Erkennungsdienstlich behandelt? Und müsste ich das zulassen? (Fingerabdrücke, Foto etc.)?

Wie gehe ich am besten vor? Einfach sagen: Ich mache hierzu keine Angaben! Oder was ist eine geschickte Formulierung?

Der Vorwurf stimmt, es wurde auch durch die beschlagnahmten Unterlagen einiges beweisbar.

Deshalb möchte ich am Mittwoch durch mein Verhalten keinen Fehler machen

Ich bin 52 Jahre alt, weiblich. Vorstrafen wegen Fahren ohne Führerschein und zulassen des Fahrens ohne Führerschein - Bewährungsstrafe erhalten, Bewährungszeit aber vorbei.

Danke für die Hilfe

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sind als Beschuldigte in einem Strafverfahren nicht verpflichtet, irgendwelche Angaben zu machen. Teilen Sie der Polizei ihre persönlichen Daten mit und sagen den Termin zur Vernehmung ab - hier gibt es keine Form, die Sie einhalten müssen! Ich würde Ihnen jedoch raten, schnellstmöglich einen Anwalt einzuschalten und dann auf eine Einstellung hinzuwirken, um ein Gerichtsverfahren zu umgehen. Zu Finanziellem müssen sie nur etwas sagen, damit ggf die Höhe des Tagesstzes ermittelt werden kann. Gegenüber einem Verlobten hätten sie ein Zeugnisverweigerungsrecht, gegenüber einem Lebensgfährten nicht, Sie sind aber gar nicht als Zeuge geladen und müssen daher nichts sagen!

Die Abgabe von Fingerabdrücken ist nicht zu erwarten, hängt aber von der jeweiligen Polizei ab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2018 | 18:11

Ich habe eine Vorladung vom Hauptzollamt

Auch mit dem Satz: Ich weiß es daraufhin, dass Sie bei Nichterscheinen durch den Staatsanwalt oder Richter erneut geladen und im Fall Ihres Ausbleibende zwang sweise vorgeführt werden können Paragraph 163a Absatz 3 Strafprozess Ordnung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2018 | 22:41

Auch dann haben Sie selbst bei einer Vernehmung durch Richter oder Staatsanwalt weiter das Recht zu schweigen. Es ist leider schade, dass die Behörden immer suggerieren, man müsse aussagen. Ich bin als Fachanwältin für Strafrecht seit mehr als 12 Jahren tätig und höre immer wieder, dass die Mandanten das falsch verstanden haben. Eine einmal getätigte Aussage jedoch wegzubekommen ist schwer bis unmöglich, selbst wenn diese sich als falsch herausstellen sollte. Daher machen Sie das vollkommen richtig, vorher zu fragen.

Sie müssen also nirgendwo, weder bei der Polizei noch Gericht noch Staatsanwaltschaft irgendetwas sagen.

Sie müssen nur die persönlichen Daten angeben.

Den Termin sollten Sie absagen, müssten dies nicht, aber dann könnte die Polizei ggf. vorbeikommen.

Eine Vernehmung durch Staatsanwaltschaft oder Richter habe ich selten erlebt, schon gar nicht, wenn Sie in der Terminsabsage mitteilen, dass Sie von Ihrem Recht zu Schweigen Gebrauch machen. Das gilt aber eben nur für Angeschuldigte/Beschuldigte/Angeklagte.

Nochmal der Tip: holen Sie sich anwaltliche Hilfe, gerne helfen auch wir weiter!

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