Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Straftat Diebstahl im besonders schweren Fall

20.08.2014 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Schönen guten Abend ,
Erstmal zu mir ich bin 21 Jahre alt , um genau zu sein seit 1 1/2 Monaten. Habe vor 2 Jahren habe ich meine schule erfolgreich verlassen . Habe seit diesen Jahr im Juli angefangen zu arbeiten , zwischen den Schulabschluss und diesen Jahr im Juli , war ich arbeitslos . In den 2 Jahren Arbeitslosigkeit habe mich mit den Kindergeld was mir meine Eltern ausgezahlt haben sowie von Ankauf und Verkauf von verschiedenen Sachen wie zahlreiche Radkappen , Alufelgen , Playstation ( Defekt gekauft - > repariert ) , oder originale Markenschuhe günstig gekauft und teuerer auf Ebay weiter verkauft . So habe ich mich und mein eigenes Auto finanziert . Im Juni diesen Jahres hatte ich dann eine Hausdurchsuchung , da ich beschuldigt bin in einen Keller eingebrochen zu sein und die Alufelgen entwendet zu haben und auf Ebay Kleinanzeigen angeboten zu haben. Die Polizei , die die Hausdurchsuchung durchgeführt haben mein Laptop und mein Mobiltelefon mitgenommen . Was ich jedoch schon wieder bekommen habe , das Handy schon nach 2 tagen und das Laptop nach 4 Wochen . Hierbei hätte ich bezüglich eine Frage , wenn etwas verdächtiges auf den Geräten gewesen wäre , hätten die die Geräte wieder geben dürfen oder reicht eine Kopie aus ? Zu dem haben sie mich nach der Hausdurchsuchung mit aufs Revier genommen und Fingerabdrücke von mir genommen , halt das volle Programm . Nach der polizeilichen Untersuchung wurde ich verhört , habe aber keine aussage gemacht. Da ich Angst hatte etwas falsches zusagen was die mir eintrichtern wollten . Der Polizist meinte dann zu mir , der Rechtsanwalt wird sich freuen da sie keine aussage machen. Bin auch keinerlei bei der Polizei bekannt habe auch keine Vorstrafen , habe auch keine Bewährungsstrafe.

Das ganze ist jetzt schon über 2 Monate her
Was wird oder kann mir passieren ?
Habe desweiteren Angst das die Polizei jetzt sagt das die Schuhe oder andere Sachen wie Radkappen die ich auf Ebay verkauft habe auch behaupten das die gestohlen sind was definitiv nicht der Fall ist . Das doofe ist habe alles immer gebraucht gekauft und habe keinerlei Rechnungen .

Einsatz editiert am 20.08.2014 16:28:33

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dass Sie bei der Polizei keine Aussage gemacht haben, war eine sehr gute und richtige Entscheidung. Sie müssen sich nicht zu der Sache äußern und sollten dies auch weiterhin nicht tun, solange Ihnen nicht von einem Verteidiger ausdrücklich dazu geraten wird.

Derzeit läuft gegen Sie wahrscheinlich noch das Ermittlungsverfahren. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen Sie ein hinreichender Tatverdacht besteht, um später eine Anklage erheben zu können. Dazu werden evtl. vorhandene Beweise - z. B. sichergestellte Daten aus dem Handy oder dem Laptop, Ihre Fingerabdrücke usw. - überprüft und mit den bekannten Spuren abgeglichen. Dies nimmt in der Regel einige Zeit in Anspruch, so dass oftmals mehrere Monate vergehen, bis der Beschuldigte wieder etwas von der Ermittlungsbehörde hört.

Die Rückgabe des Handys und des Notebooks spricht dafür, dass man diese Gegenstände nicht mehr für das Verfahren benötigt. Dies kann daran liegen, dass man entweder keine brauchbaren Beweise darauf gefunden hat oder dass die Daten überspielt wurden. Da Sie angeben, unschuldig zu sein, wird man wohl nichts Verdächtiges auf den Geräten gefunden haben.

Da Sie bereits erkennungsdienstlich erfasst wurden und man Sie offensichtlich als Beschuldigten bei der Polizei führt, macht es durchaus Sinn, einen Verteidiger mit der Akteneinsicht zu beauftragen. Mit der Akteneinsicht kann der Verteidiger herausfinden, welche Taten Ihnen genau vorgeworfen werden und ob bzw. welche Beweise vorliegen. Erst wenn diese Erkenntnisse vorhanden sind, kann ein Verteidiger mit Ihnen besprechen, ob Sie doch noch eine Aussage machen oder ob Sie weiterhin schweigen sollen. Zudem kann mit einem Verteidiger besprochen werden, ob Sie selbst evtl. doch noch Beweise beibringen können, um Ihre Unschuld nachzuweisen (Zeugen für den Tattag, Kaufnachweise, Computerprotokolle o. ä.).

Da Sie gerade erst 21 Jahre alt geworden sind, wäre zudem zu klären, ob für Sie wegen der Ihnen vorgeworfenen Taten noch das Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen kann.

Wenn Sie unschuldig sind, sollte dies dazu führen, dass auch das Ermittlungsverfahren mit diesem Ergebnis endet und das Verfahren nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wird.

Sollte es dagegen doch irgendwelche Beweise geben, die Ihre Täterschaft ausreichend vermuten lassen, wird wahrscheinlich die Anklage erhoben werden und es käme zu einer Gerichtsverhandlung. Kann man Ihnen dann die Taten nicht nachweisen, würden Sie freigesprochen. Würde sich aber - warum auch immer - der Tatverdacht bestätigen, käme es zu einer Verurteilung, die natürlich davon abhängt, welche Straftat Ihnen nachgewiesen würde.

Nach Ihren Angaben kämen folgende Straftatbestände in Betracht:

Besonders schwerer Fall des Diebstahls nach § 243 Abs. 1 Nr. 1 und/oder Nr. 3 StGB

Hehlerei nach § 259 StGB oder evtl. auch gewerbsmäßige Hehlerei nach § 260 StGB .

Sowohl der besonders schwere Fall des Diebstahls als auch die gewerbsmäßige Hehlerei sehen im Strafmaß nur die Freiheitsstrafe und keine Geldstrafe mehr vor. Nur bei der einfachen Hehlerei ist als Strafmaß auch eine Geldstrafe möglich.

Wie hoch im Falle einer Verurteilung die Strafe tatsächlich wäre, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, so dass hierzu erst nach einer Akteneinsicht eine vernünftige Einschätzung möglich ist.

Um sich effektiv und fundiert gegen die Tatvorwürfe zu verteidigen, sollten Sie möglichst schnell einen Verteidiger vor Ort mit der Akteneinsicht und der Verteidigung beauftragen. Spätestens aber wenn Ihnen eine Anklageschrift zugestellt werden sollte, ist es höchste Zeit, sich anwaltlich vertreten zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen Ihre Fragen beantworten und einen ersten Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin




FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich und zuverlässig und kompetent. Zeitnahe und auch ausführliche Antworten, die mir sehr weitergeholfen haben. Herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER