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Straftat: Anstiftung

| 09.01.2018 12:25 |
Preis: 45,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
A stiftet B zu einen Diebstahl an.

Nach längeren Gesprächen einigen sich A u. B, dass dies eine Straftat wäre und B begeht den Diebstahl nicht.

Zu diesem Zeitpunkt war die Sache vom Tisch.

Kurze Zeit darauf kommt allein der Bekannte C auf B zu, dass er doch den Diebstahl (gleicher wie oben) begehen soll.

B begeht dann den Diebstahl durch den alleinigen Einfluss von C.

A hat jetzt nur Kenntnis, dass B die Tat begehen will. A will aber von der Sache nichts mehr wissen und klinkt sich aus.

Kann man trotzdem A noch zu einer Strafe heranziehen ?

Einsatz editiert am 09.01.2018 12:35:29
09.01.2018 | 13:25

Antwort

von


(94)
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32469 Petershagen
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Es fehlt der Vorsatz bei A. Der Anstifter muss die Vollendung wollen. Vollendete Anstiftung setzt voraus, dass die Haupttat infolge der Anstiftung begangen wird. Eine Zurechnung entfällt, wenn A und B hier den Tatvorsatz endgültig aufgeben und die Tat später aufgrund des neuen Vorsatzes von B in Kooperation mit C begangen wird (NStZ 87, 118, 119; 92, 537).
Es handelt sich um mehr als eine unerhebliche Abweichung. A hat nicht einmal bedingten Vorsatz. A und B waren sich einig die Tat endgültig aufzugeben. Von dem Duo B und C hat er sich explizit distanziert. § 138 StGB ist bei Diebstahl nicht gegeben.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich



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