Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Strafsache - Nebenklage - Schuldeingeständnis

17.02.2013 13:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich als Geschädigte und Nebenklägerin frage, wenn der Angeklagte im Berufungsverfahren ein Schuldanerkenntnis abgibt mit Forderung auf Milderung der Strafe, welche Rechte mir zustehen um das Urteil der I. Instanz (Freiheitsstrafe o. Bewährung wg. Körperverletzung und räuberischer Erpressung) aufrecht zu erhalten? Ich möchte auf diesen "Deal" nicht eingehen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Die Rechtsmittelmöglichkeiten des Nebenklägers sind nach § 400 I StPO eingeschränkt. Der Nebenkläger kann ein Urteil nicht anfechten um die Verhängung einer anderen Rechtsfolge der Tat zu erreichen vgl. § 400 I StPO. Sie können also wegen des Strafmaßes nicht gegen die Entscheidung der II. Instanz vorgehen. Anders wäre es aber, wenn der Täter nicht mehr wegen der Delikte verurteilt wird, die zur Nebenklagezulassung berechtigt haben. Solange auch die Berufung den Täter wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt, haben Sie kein Rechtsmittel. Sie können sich nur im Rahmen Ihrer Beteiligung gegen den Deal wehren und die Aufrechterhaltung des Urteils fordern. Ein Rechtsmittel wäre nur zulässig, wenn Sie die Bestrafung wegen einer anderen, schwereren Norm, die auch zur Nebenklage berechtigt, fordern. In Ihrem Fall etwa eine Verurteilung wegen gefährlicher statt "einfacher" Körperverletzung.

Grundsätzlich besteht aber wegen § 400 StPO kein Rechtsmittel gegen das Strafmaß. Nach geltendem Recht können "Absprachen" leider ohne Beteiligung des Nebenklägers erfolgen und bedürfen nicht seiner Zustimmung.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69659 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super, danke! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Ich habe mich sehr gefreut so schnell eine klare Aussage zu erhalten. Diese war für das Gespräch mit dem Nachbarn hilfreich, wir könnten uns problemlos einigen. VIELEN DANK ...
FRAGESTELLER