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Strafmaßnahme Essensentzug

| 06.02.2020 20:27 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

für meine 3 Kinder (14, 10 und 8 Jahre alt) bezahle ich ca. 1.200 Euro Unterhalt an meine geschiedene Frau. Sie erhält zudem das volle Kindergeld.

Zusätzlich übernehme ich ein Taschengeld für alle 3 Kinder (freiwillig und nicht mit der Kindesmutter vereinbart und aus dem Grund, da die Kindesmutter den Kindern dahingehend nichts zukommen lässt). Die Höhe dieses Taschengeldes orientiert sich an der Empfehlung der Jugendämter für das jeweilige Alter.

Wir haben das gemeinsame Sorgerecht und meine Kinder sind jedes zweite Wochenende bei mir.

Zu meiner Frage: Meine Kinder erhalten von der Kindesmutter kein Essen mit in die Schule, wenn sie es versäumt haben sollten, ihre benutzten Brotdosen am Vortag direkt nach Ankunft aus der Schule aus den Schulranzen ausgepackt und in die Küche verbracht zu haben. Wenn Sie bspw. erst um 18 Uhr oder am nächsten Morgen daran denken, ist das zu spät.

Gerade für den Ältesten, der zudem freiwillig auf die Bestellung eines warmen Mittagessens verzichtet hat (das Schulessen schmeckt ihm nicht), stellt dieses am Gymnasium mit Unterrichtszeiten von 8 bis ca. 16.00 Uhr ein Problem dar.

Es vergisst gedankenversunken des Öfteren das Ausräumen der Dosen und muss demzufolge am nächsten Tag hungern. Eine erste Nahrungsaufnahme nach dem Frühstück um 6.30 Uhr (welches er noch bei der Mutter bekommt) ist dann erst nach Schulschluss um 16 Uhr im Supermarkt möglich. Hier kauft er sich von dem von mir ausgezahlten Taschengeld etwas zu essen und zu trinken.

Seine Konzentrationsfähigkeit auf dem Gymnasium leidet beträchtlich unter den "Strafmaßnahmen" der Kindesmutter.

Haben Sie einen kurzen, ganz schlichten Rat für mich? Sollte ich mich bspw. ans Jugendamt wenden? Wenn ja, mit welchem Anliegen/welcher Formulierung? Geht es hier Ihrer Meinung nach bereits um Kindeswohlgefährdung nach 1666 BGB? Oder sehe ich die Dinge einfach zu dramatisch?

Eine Kommunikation/Verständigung mit der KM ist aktuell leider ausgeschlossen.

Ich danke Ihnen sehr für einen kurzen Rat!

Beste Grüße
06.02.2020 | 21:12

Antwort

von


(40)
Königsweg 30-32
13507 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Erziehungsmethoden der Kindesmutter sind zwar streng und werden von mir nicht befürwortet, eine Gefährdung des Kindeswohls kann ich hier jedoch noch nicht entdecken.

Die Sorge etwas essen zu müssen, was ihm nicht schmeckt, scheint für den 14jährigen ein größeres Problem zu sein, als zwischen den Malzeiten eine Pause von 9,5 Stunden einlegen zu müssen.

Die beste Maßnahme wäre, hier die Bestellung des Schulessens nachzuholen, auf die bisher verzichtet wurde.
Dann kann der 14jährige an jedem Tag, für den die Strafmaßnahme verhängt wird, selber entscheiden, ob eine 9,5 Stündige Unterbrechung der Nahrungsaufnahme oder der Verzehr von Essen, das nicht ganz so gut schmeckt, das kleinere Übel für ihn ist.

Sinnvoll ist auch, dafür zu sorgen, dass die Kinder ihre Schulsachen mit zu den Umgangswochenenden bringen. Dann können Sie kontrollieren, was in den letzten 2 Wochen gemacht wurde und den Kindern das noch einmal erklären, was diese noch nicht so gut verstanden haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Bewertung des Fragestellers 06.02.2020 | 21:28

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"Lieber Herr Müller,

vielen Dank für Ihre so schnelle und helfende Antwort! Zum einen tut es einfach nur gut, dass Sie mir "zugehört" haben resp. die "Methoden" der KM ähnlich kritisch sehen wie ich.

Zum anderen haben Sie mir mit Ihrem Tipp hinsichtlich des Mittagessens sehr geholfen. So werden mein Großer und ich es zukünftig tun und er hat dann stets eine gute Wahl hinsichtlich des geschilderten Problems.

Ganz herzlichen Dank an Sie und alles Liebe und Gute!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.02.2020
5/5,0

Lieber Herr Müller,

vielen Dank für Ihre so schnelle und helfende Antwort! Zum einen tut es einfach nur gut, dass Sie mir "zugehört" haben resp. die "Methoden" der KM ähnlich kritisch sehen wie ich.

Zum anderen haben Sie mir mit Ihrem Tipp hinsichtlich des Mittagessens sehr geholfen. So werden mein Großer und ich es zukünftig tun und er hat dann stets eine gute Wahl hinsichtlich des geschilderten Problems.

Ganz herzlichen Dank an Sie und alles Liebe und Gute!


ANTWORT VON

(40)

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