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Strafmaß für Beleidigung gerechtfertigt?

29.03.2017 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

letztes Jahr im Oktober stand ich nach einem wirklich nervigen Arbeitstag (anstrengende Kunden, Prüfungen im Labor haben nicht so geklappt wie gewollt, etc.) auf der Heimfahrt mal wieder für eine dreiviertel Stunde im Stau, verursacht durch eine Baustelle (die bis dato schon ca. 3 Monate bestand), geplant und beaufsichtigt von HessenMobil. Dieser Stau hat natürlich noch mehr an meinen Nerven gezehrt und meine Laune war im Keller. Daheim angekommen habe ich an meinem Laptop einen Newsletter gelesen in dem mitgeteilt wurde, dass HessenMobil angekündigt hat, dass sich die Bauphase (eben jene, in deren Stau ich zuvor noch gesteckt habe) um weitere 5 Wochen verlängern würde. Weiter hat sich HessenMobil geäußert, dass es kaum Beschwerden aus der Bevölkerung gäbe. Das war natürlich der Tropfen, der in dem Moment das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Noch am Laptop sitzend habe ich über das Kontaktformular auf der Homepage von HessenMobil meine Beschwerde kundgetan, bei der ich leider ausfallend geworden bin. Ich hab ohne vorherige Prüfung die Nachricht versendet. Ich habe hier im Affekt gehandelt, hätte mich normalerweise nicht so abfallend, beleidigend geäußert.
HessenMobil hat mich natürlich angezeigt wegen Beleidigung und letzte Woche erhielt ich vom Amtsgericht den Strafbefehl diesbezüglich: eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen in Höhe von jeweils 50,- €, insgesamt also 2000,- € Geldstrafe.
Ist diese Höhe wirklich gerechtfertigt, vor allem in Hinblick, dass das Schreiben im Affekt gefertigt und gesendet wurde und dass ich strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten bin? Lohnt es sich hier, einen Einspruch einzulegen und es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen zu lassen oder sollte ich einfach stillschweigend die Geldstrafe bezahlen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ohne die gesamten Akteninhalt zu kennen und natürlich den genauen Wortlaut der Äußerung, ist eine Einschätzung schwer:

Bei einem Ersttäter wird in der Regel eine Strafe von 15-30 Tagessätzen ausgesprochen.

Dabei müssen die Schwere der Verletzung, die Nichtvoreintragung und mögliche Entschuldigungen berücksichtigt werden.

Wenn man dabei die besondere Situation bei Ihnen bedenkt, ist eigentlich nicht nachvollziehbar, warum 40 Tagessätze verhängt worden sind.

Beim Tagessatz wird ein 30stel des Monatsnettoeinkommens zugrunde gelegt.

Unterhaltsverpflichtungen sind bei der Ermittlung des Nettoeinkommens zu berücksichtigen.

Ob und wie das alles zu Ihren Gunsten zu berücksichtigen ist, ist nicht zu beantworten.

Auch sollte geklärt werden, ob tatsächlich der Tatbestand der Beleidigung wirklich schon mit der Email erreicht worden ist.

Daher spricht schon Einiges dafür, Einspruch einzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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