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Strafmaß der fahrlässigen/vosätzlichen Körperverletzung

12.09.2011 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo Ich habe eine frage . vor wenigen tagen ereignete sich ein vorfall worum es erst mal um beleidigug ging , das ganze kam dann soweit das die person hier auftauchte und auf einen gegenstand schlug aufgrund dessen hat die andere person den jenigen so verletzt das er einen schaden der wirbelsäule erlitt. es ist aber nicht durch schlagen sondern durch schubsen entstanden das die person zu boden fiel als er am boden lag dachte die person die ihn eschubst hatte das er nochmal mit den füssen zutreten würde . daraufhin drehte er die beine um für ein paar sekunden so das die person schlecht luft bekam man stellte etwas mit dem wirbel fest . 2 tage später konnte die person wieder ausser haus und auch auto fahren . ich bin nicht vorbestraft noch nicht wegen körperverletzung nur wegen geldstrafe .ich weiss das die personen das anzeigen wollen allerdings eine weitere anzeige machen wollen die aber 6 monate her ist aus rache und dann sagen wollen das es erst vor kurzem geschehen sei das ist aber nicht so eine schlimme sache gewesen wie diese . aber das wäre ja dann eine falsch aussage . was passiert mir jetzt im schlimmsten fall sie wollen das ganze unter vorsätzlich drehen das war aber nicht geplant sondern erst nach dem bei mir auf ein gegenstand eingeschlagen wurde .dieser vorfall gab plötzlich weil ich rot war und ich kann ihnen versichern das das so nicht geplant war , bekomme ich daraufhin auch erst eine anhörung oder mit was kann ich in diesem fall rechnen.
desweiteren schwörte man mir rache wenn es der person besser ginge , und sie drohten mich auch anzuschwärzen bei ämtern was am ende garnicht stimmt um mir zu schaden wegen dem vorfall wie kann ich weiter vorgehen über sachen die dann am ende nicht stimmen.
Danke für ihre information . Mit freundlichen Grüssen
Eingrenzung vom Fragesteller
12.09.2011 | 15:54

Sehr geehrte/er Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

In Ihrem Fall muss man die Tatkomplexe aufteilen, um rechtlich besser beurteilen zu können:

1. Das Schubsen der Person:

Das Schubsen einer Person kann in diesem Fall zumindest als fahrlässige Körperverletzung gem.: § 229 StGB gesehen werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie die Tat geplant haben. Rechtlich relevant ist nur, dass es voraussehbar ist, dass man infolge des Schubsens hinfallen und sich verletzen kann. Auch Sie waren imstande diese Folge des Schubsens vorauszusehen. Da die Person nicht auf Sie, sondern nur auf einen Gegenstand eingeschlagen hat, können Sie sich auch nicht auf Notwehr berufen. Zwar erlaubt die Notwehr auch den Schutz des Eigentums durch Einwirkung auf den Körper, hier jedoch lag nicht mal ein gegenwärtiger Angriff auf Ihr Eigentum vor. Der Angriff war vielmehr bereits beendet. Die Notwehr war demnach unzulässig.

2. Weitere physische Einwirkung auf die liegende Person:

Es ist mir durch Ihre Schilderung nicht ganz klar, auf welcher Weise Sie auf die bereist liegende Person eingewirkt haben. Allerdings reicht die Tatsache, dass dieser Person durch Ihre Einwirkung die Luftzufuhr abgeschnitten wurde aus, um diese Tat als Körperverletzung zu qualifizieren. Infrage kommt hier eine vorsätzliche Körperverletzung gem.: §§ 223 ff StGB.

Subjektiv kommt es wiederum nicht darauf an, ob Sie die Sache vorher geplant haben. Der Vorsatz entsteht nicht erst durch vorausgehende Planung, sondern kann auch spontan entstehen. Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung ist, ob der Täter mit Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung handelt. Kurz: Sie wussten, dass man einem anderen Menschen nicht die Luftzufuhr abschneiden darf, Sie haben aber trotzdem gehandelt. Das reicht für die Annahme eines Vorsatzes aus. Der Umstand, dass Sie glaubten, er wolle Sie weiter mit Füßen treten, kann unter Umständen und mit viel Glück wiederum zur Strafbarkeit wegen fahrlässiger Körperverletzung führen. Sie werden jedoch Schwierigkeiten haben, den Richter davon zu überzeugen, dass Sie tatsächlich glaubten, dass jemand der bereits am Boden liegt wolle Sie noch angreifen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Sie die Person zuvor zum Fall gebracht haben.
b) Je nach dem wie Sie ihm die Luftzufuhr abgeschnitten haben, könnte hier auch die gefährliche Körperverletzung mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung (§ 224 StGB) in Frage kommen.

3. Strafmaß für die fahrlässige Körperverletzung ist die Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Für die vorsätzliche Körperverletzung steht die Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe für die gefährliche Körperverletzung beträgt die Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren. Nach mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Sie nicht einschlägig vorbestraft sind, würde ich in Ihrem Fall eine Verurteilung wegen (vorsätzlicher) Körperverletzung in betracht ziehen. Als Strafe würde es höchstwahrscheinlich bei einer Geldstrafe bleiben.

II. Sie können den Versuchen Ihrer Bekannten, die Tat aus der Vergangenheit als frisch darzustellen durch wahre Alibis begegnen. Schaffen Sie es zu dem behaupteten (falschen) Tatzeitpunkt ein Alibi zu präsentieren, so erschüttern Sie die Glaubwürdigkeit der Anzeiger. Schildern diese die Tat genauso wie sie zugetragen hat, stellen jedoch nur den Tatzeitpunkt falsch dar, so kommen weder die Falschverdächtigung gem.: § 164 StGB noch das Vortäuschen einer Straftat gem.: § 145 d StGB als mögliche Straftaten in Betracht. Ihre Bekannten bleiben also straffrei. Diese riskieren jedoch, dass sie später als Zeugen ihre Glaubwürdigkeit verlieren.


Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass die Erstberatung nur die erste rechtliche Beurteilung des Rechtsproblems auf Grund von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts bieten kann. Bei Unklarheiten biete ich Sie die kostenlose Nachfragefunktion zu nutzen. Abgesehen davon können Sie bei weiteren Fragen auch die Funktion "Direktanfrage" in Anspruch nehmen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und verbleibe mit freundlichen Grüßen:

T. Kakachia
-Rechtsanwalt-

_________________________________________________

Temuri Kakachia
Anwaltskanzlei

Tel: 07621/5107959
Fax: 07621/5107962

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