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Strafmaß bei erstmaligem Ladendiebstahl


09.07.2005 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Vor 2 Tagen probierte ich in einem Kaufhaus diverse Kleidungsstücke. Vorher hatte ich eine Wimperntusche i.W.v. 12 € ausgewählt, die ich während der Anprobe auf meiner Handtasche abgelegt hatte. Nachdem mir die Kleidungsstücke nicht zusagten, legte ich sie in die Regale zurück.
Nachdem ich das Geschäft verlassen hatte und mich bereits im nächsten Geschäft des Ladenzentrums befand, bemerkte ich plötzlich die Wimperntusche, die noch auf meiner Handtasche (auf dem Reißverschluß) lag. Ich wußte nicht wie ich mich verhalten soll. Die Sache war mir furchtbar peinlich. Deshalb steckte ich den Kosmetikartikel in die Handtasche. Unmittelbar darauf wurde ich von dem Kaufhausdetektiv des geschädigten Unternehmens angehalten und in das Büro gebeten.
Ich zahlte 30,--€ "Fangprämie", gab meine Personalien an und unterschrieb eine Quittung, in der ich den "Diebstahl" zugab. Das Unternehmen will Strafanzeige erstatten und erteilte mir ein Jahr Hausverbot.
Nachdem ich mir noch nie etwas zuschulden kommen ließ und in geordneten Verhältnissen lebe, weiß ich nicht, wie ich mich nun verhalten soll. Vermutlich werde ich zur Polizei vorgeladen. Soll ich dann Angaben zu dieser Sache machen oder vorher einen Anwalt nehmen? Mit welcher Strafe habe ich überhaupt zu rechnen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Zunächst können Sie nur abwarten, ob das Geschäft den Vorfall tatsächlich zur Anzeige bringt. In diesem Falle werden Sie einen von der Polizei einen Anhöhrungsbogen erhalten oder ggf. vorgeladen. Sie müssen sich aber vor der Polizei nicht zur Sache äußern und keine Aussage machen.

Man wird Ihnen den Tatbestand des Diebstahls gem. § 242 StGB vorwerfen, weil Sie in Zueignungsabsicht die Wimperntusche aus dem Ladenlokal entfernt und in ihre Tasche gesteckt haben. Zwar können Sie behaupten, daß Sie vorgehabt haben, die Wimperntusche, als Sie sie entdeckt hatten, in den Laden zurückzubringen. Allerdings wird man Ihnen dann vorhalten, daß Sie dazu den Artikel nicht hätten einstecken brauchen.

Einen Anwalt können Sie zwar mit der Akteneinsicht und Ihrer Verteidigung beauftragen. Dadurch fallen aber weitere Kosten an. Da die Sachlage, zumindest nach Ihrer Schilderung, recht eindeutig zu sein scheint, wird es wohl eher Sinn machen, wenn Sie den Tatvorwurf einräumen und Reue zeigen. Das wird bei der Strafzumessung zu berücksichtigen sein. Diebstahl wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Da Sie nicht vorbestraft sind, werden Sie mit einer geringen Geldstrafe unter 90 Tagessätzen oder ggf. einem Strafbefehl zu rechnen haben. In das Führungszeugnis würde eine solche Strafe nicht aufgenommen werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann



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