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Strafmaß angemessen?


10.08.2006 20:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

Ich hatte hier vor längerem schoneinmal folgenden Sachverhalt gepostet:

(Sehr geehrte Damen&Herren Anwälte,
Mein Problem ist folgendes: Ich habe von Februar 2004 bis einschließlich März 2005 auf 400€ Basis neben meinem Studium als Eventmanager bei einer Eventfirma gearbeitet! Da ich und mein ehemaliger Chef uns schon länger kennen, haben wir Alles mündlich besprochen, einen Arbeitsvertrag gab es nicht. Somit wurde nie irgendwo festgelegt, was genau meine Aufgabenfelder sind und was mein Stundenlohn ist (ergo wieviel ich für die 400€ monatlich hätte arbeiten müssen). Die Firma wurde bei meinem Eintritt neu gegründet und die Idee stellte sich letztendlich als nicht so gut heraus, das Geschäft lief überhaupt nicht, so dass ich mir einen neuen Arbeitgeber gesucht habe. Dies hat meinen ehemailigen Chef derart erzürnt, dass er mich wegen Betrugs&Urkundenfälschung angezeigt hat, Ich fiel aus allen Wolken. Bei der Polizei hatte er einen Briefwechsel hinterlegt, den ich angeblich mit einer Firma geführt hätte (nur Kopien der Briefe dieser Firma an mich adressiert), in der ein Auftrag bestätigt wurde. Faktisch haben wir mit dieser Firma aber nie zusammengearbeitet, diese Briefe muss er also gefälscht haben. Also genau das, was er mir vorwirft. Ich habe heute meine Aussage bei der Polizei gemacht und das mehr oder weniger genau so dargelegt wie hier jetzt auch (natürlich etwas detaillierter). Der Polizist meinte er glaubt nicht, dass die Sache vor Gericht geht, weil einfach ein schlüssiger Beweis für die Vorwürfe fehlt. Der Streitwert beträgt (wenn man von meinem gezahlten Gehalt ausgeht) 5200€. Was meinen sie als Fachkraft dazu, und sollte ich jetzt schon im Vorfeld einen Anwalt einschalten oder erstmal abwarten, ob die Sache überhaupt weiterverfolgt wird? Und mit wieviel Wartezeit muss ich rechnen, bis das bearbeitet ist und ein Ergebnis vorliegt?
Vielen Dank schonmal im vorraus für die Einschätzung der Lage!)

Die Sache hat jetzt damit geendet, dass ich einen Strafbefehl von der Staatsanwaltschaft bekommen habe, in dem ich mit 50 Tagessätzen a 10€ , also 500€ zuzüglich Gerichtskosten verurteilt worden bin, wegen Urkundenfälschung!

Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, ich habe diese Briefe nicht geschrieben und bin mir keiner Schuld bewußt!

Jetzt steht hier ich habe die Möglichkeit des Einspruches!Allerdings würde das dann wohl in ein langwieriges Gerichtsverfahren münden, was ein vielfaches des jetzt festgesetzten Strafmaßes betragen würde.Da würde ich lieber zähneknirschend die (relativ geringe) Strafe bezahlen, da das Ganze ja glücklicherweise noch unter 90 Tagessätzen liegt und somit nicht mit Eintrag ins Führungszeugnis verbunden wäre. Also würde ich zahlen und die Sache wäre endlich erledigt und vom Tisch!

Es gibt laut dem Schreiben allerdings auch noch die Möglichkeit, nur gegen die Höhe der Tagessätze Einspruch zu erheben, dies würde dann schriftlich vom Gericht "verhandelt" - es würde also keine öffentliche Anhörung geben (ergo ich bräuchte keinen Anwalt und müsste nicht vor Gericht erscheinen)! Diese Möglichkeit scheint mir sinnvoll.
Ich bin Student, werde von meinen Eltern finanziell unterstützt und habe einen 400€ Job.Insgesamt habe ich knapp 1000€ monatlich zur Verfügung, muss davon allerdings Wohnung etc bezahlen! Jetzt würde ich von ihnen gerne wissen, ob der Tagessatz von 10€ angemessen ist, und ob ich reelle Chancen hätte, mit einem Einspruch gegen die Höhe des Tagessatzes Erfolg zu haben!
Was müsste ich beiliegen um den Einspruch zu stützen?
Mfg
10.08.2006 | 20:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Mit einer TS-Höhe von 10 EUR sind Sie sehr günstig bedient. Normalerweise hätte das monatliche Einkommen ohne Abzug der Miete angesetzt werden können. Bereits Ihr 400 EUR-Job würde einen TS von 13 EUR rechtfertigen.

Mangels Aussichten auf eine weitere Reduzierung wäre von einem Einspruch, gerichtet lediglich auf die TS-Höhe, abzuraten.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2006 | 20:15

Danke für die schnelle Antwort! Dann werde ich von einem Einspruch absehen!
Ich habe den Strafbefehl gestern erhalten, ist es möglich, Ratenzahlung zu beantragen? Schreibe ich dann an das zuständige Gericht?
Ich denke es kann nicht von einem Studenten verlangt werden, knapp 600€ auf einmal innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen!
Was wären ihrer Ansicht nach die kleinstmöglichen Raten?
Vielen Dank nochmal!

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2006 | 20:18

Danke für die schnelle Antwort!
Ist es möglich, Ratenzahlung zu beantragen? Schreibe ich dann an das zuständige Gericht?
Denn ich denke es kann von einem Studenten nicht erwartet werden, in 14 Tagen knapp 600€ aufzubringen.... .
Was wären die wohl kleinstmöglichen Raten?
Vielen Dank nochmal!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2006 | 11:51

Sehr geehrte Fragestellerin,

bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort, aber aufgrund eines technischen Fehlers wurde mir die Nachfrage soeben erst angezeigt.

Sie können unproblematisch Ratenzahlung beantragen. Wenden Sie sich hierfür schriftlich an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Bzgl. der Ratenhöhe kommt es auf Ihr Verhandlungsgeschick an. Ich denke jedoch, dass eine Reduzierung unter 50 EUR regelmäßig schwierig werden dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

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