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Strafe nach Unterschlagung

01.05.2009 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


14:52

Ich habe als Aushilfe gearbeitet und habe an ca. 15 tagen ca. 10,00 € aus der Kasse mit Leergutbons entnommen. Ich bin noch nicht vorbestraft. Der Arbeitgeber wollte, daß ich eine Erklärung unterschreibe dies hab ich jedoch nicht getan. Daraufhin drohte er mit Anzeige.
Meine Frage, wie hoch wird die zu erwartende Strafe sein? Und darf er meinen Hauptarbeitgeber informieren?

01.05.2009 | 14:40

Antwort

von


(946)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellte Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Wie hoch wird die zu erwartende Strafe sein?

Die Unterschlagung ist in § 246 StGB geregelt und normiert eine Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder eine Geldstrafe.

Nach § 248 a StGB liegt bei 10,00 € eine Unterschlagung geringwertiger Sachen vor.

Insoweit kommt hier keine Freiheitsstrafe (auch nicht zur Bewährung) in Betracht. Allenfalls wäre hier eine Geldstrafe zu erwarten.

In Ihrem Fall gehe ich aber davon aus, dass ein Ermittlungsverfahren nach § 153 StPO eingestellt werden wird bzw. die Staatsanwaltschaft wird direkt von der Anklageerhebung absehen.

Ich kann Ihnen hier aber nur dringend raten, einen Kollegen vor Ort mit der Verteidigung zu beauftrage, um auch sicher zugehen, dass tatsächlich eine Einstellung erwirkt wird. Wenn Sie von der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft eine Vorladung zur Vernehmung als Beschuldigter erhalten, sollten Sie umgehen einen Rechtsanwalt einschalten. Dieser wird dann Akteneinsicht beantragen und eine Verteidigungsstrategie erarbeiten.

2. Darf er meinen Hauptarbeitgeber informieren?

Ihren Ausführungen kann nicht nachvollzogen werden, inwieweit ein Arbeitgeber und ein Hauptarbeitgeber gegeben sind. Allerdings ist es keine Frage des Dürfens, ob der Hauptarbeitgeber informiert wird. In der Regel ist hier davon auszugehen, dass eine Meldung erfolgen wird.

Sie können diesen Punkt gern konkretisieren und über die Nachfragefunktion nachfragen.

Ansonsten kann ich hier nur sagen, dass intern sicher eine Meldung über den Vorfall erfolgen und dies auch in die Personalakte eingetragen wird.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 01.05.2009 | 14:45

Die Tätigkeit wurde bei einem anderen Arbeitgeber als Minijob ausgeführt. Und es waren nicht 10€ sondern ca. 500,00 €. Der Arbeitgeber geht jedoch von mehr aus, kann dies aber nicht beweisen, da ich nur an 15 Tagen per Kamera überwacht wurde. Ist auch hier die Möglichkleit der Einstellung noch gegeben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.05.2009 | 14:52

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Eine Meldung wird hier erfolgen. Davon kann man ausgehen.

Bei bewiesenen 500,00 € wird es wohl nicht mehr zu einer Einstellung kommen. Jedenfalls wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben. Das Gericht wird die Sache sicher auch zur Hauptverhandlung annehmen. Aber auch dann kann noch eine Einstellung erwogen werden.

Wie gesagt, Sie sollten nach der Vorladung unbedingt einen Rechtsanwalt beauftragen, gerade vor dem Hintergrund des doch deutlich höheren Betrages.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen erste Anhaltspunkte liefern und wünsche Ihnen noch einen schönen Feiertag.

ANTWORT VON

(946)

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