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Strafe bei Nötigung, Parkkralle


17.07.2007 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Mein Ex-Freund fuhr im letzten Jahr von April bis November meinen Zweitwagen, einen alten Polo, den er auf seinen Namen anmeldete. Weitere Kosten wie TÜV, Ölwechsel oder anderes mußte er nicht zahlen. In dieser Zeit kam es dreimal zum Streit, woraufhin ich das Auto zurückforderte. Jedesmal stellte er das Auto mit leerem Tank und dreckig vor meinem Haus ab. Ein paar Tage später versöhnten wir uns, er zeigte Einsicht und nahm das inzwischen saubere und vollgetankte Auto wieder mit. Ich sagte ihm, dass ich das Auto in diesem Zustand zurückhaben möchte, sauber und mit vollem Tank. Im November meldete er das Auto ab und gab es mir zurück, da ich es für den Winter brauchte. Das Auto war diesmal völlig verdreckt, der Aschbecher quoll über,die Asche war überall verteilt, der Müll war im Kofferraum und der Tank war wieder leer. Er sagte mir allerdings zu, ein von mir gekauftes Autoradio einzubauen, so dass ich über diesen Zustand hinwegsah. Nach 4 Wochen brachte ich das Auto in eine Werkstatt, um das Radio einbauen zu lassen. Wenig später versagte die Batterie, ich bat ihm mir beim Ausbau der Batterie zu helfen, da ich die Schrauben nicht lösen konnte. Eine Hilfe blieb aus. Daraufhin forderte ich 100 Euro von ihm, da ich wenigstens das Benzingeld wiederbekommen wollte, wenn ich schon auf freundschaftliche Hilfe verzichten mußte. Er war damit einverstanden und sagte mir zu, baldmöglichst seine Schulden zu begleichen.In den nächsten Wochen und Monaten erinnerte ich ihn dreimal telefonisch und übers Internet, mir das Geld zu überweisen. Es kam keine Reaktion. Im Mai traf ich ihn noch einmal auf der Straße und versuchte die Sache friedlich zu klären, aber es kam zum Streit, woraufhin ich ihm androhte, mir jetzt etwas einfallen zu lassen.
Daraufhin befestigte ich eine Parkkralle an dem Auto, was er sich inzwischen gekauft hatte und hinterließ auf der Kralle meine Initialien. 4 Wochen später zeigte er mich an. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wußte, war, dass das Auto nicht fahrbeit ist, weswegen er sich wohl auch nicht eher gemeldet hat. Auf der Polizei habe ich meine Tat gestanden. Die Kralle ist aber noch dran. Meine Frage ist, ob ich eventuell für den Schaden aufkommen muß, da er das Auto nicht abmelden oder verkaufen kann? Sobald er mir das Geld gibt, mache ich natürlich die Kralle ab.
Des weiteren hat er mir vor ein paar Tagen telefonisch gedroht, mich diesbezüglich bei meinem Arbeitgeber (bin Lehrerin)anzuschwärzen. Zitat: "Soll ich dir zeigen, wie man seinen Job loswird?" Wenn das nicht zieht, würde er sich auch Falschaussagen überlegen. Ich will auf jeden Fall noch einen Nachtrag zum Protokoll machen, aber würde es nicht auch Sinn machen, ihn diesbezüglich anzuzeigen?
Sehr geehrte Ratsuchende,

das Anlegen der Parkkralle zur Durchsetzung Ihrer vermeintlichen Forderungen stellt eine unerlaubte Handlung dar, da Sie die Eigentumsrechte des Fahrzeugeigentümers verletzen. Die aufgrund dieser unerlaubten Handlung entstehenden Schadensersatzansprüche haben Sie zu erstatten. Eine Aufrechnung mit Ihren eigenen Forderungen ist gem. § 393 BGB nicht möglich.

Ich empfehle Ihnen daher, die Parkkralle schnellstmöglich zu entfernen, da sich der Schaden unter Umständen täglich erhöht (z.B. nutzlose Versicherung, Kfz-Steuer, anderweitige Fahrtkosten usw.).

Bezüglich der Äußerungen in dem von Ihnen beschriebenen Telefonat wird es maßgeblich auf die Beweisbarkeit ankommen. Sollten die Äußerungen nicht bewiesen werden können, steht im Zweifel Aussage gegen Aussage. In diesem Fall rate ich bei der geschilderten Vorgeschichte von einer Strafanzeige ab.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
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