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Strafbefehl wegen Beleidigung


07.02.2007 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,


mitte Januar erhielt ich einen Strafbefehl über: In zwei tatmehrheitlichen Fällen einen anderen verbal beleidigt zu haben. Strafe ges. 30 Tagessätze.
Ein Wort (zweite Tat) ist für mich gar kein beleidigender Ausdruck.

Ich habe Einspruch erhoben und die Abweisung der Klage beantragt, jeweils mit ganz kurzen Begründungen. Gleichzeitig habe ich einen Pflichtverteidiger beantragt.

Die Bestellung des Verteidigers wurde abgelehnt. Die Tat ist lt. Richter nicht schwer genug. In einer Woche ist Verhandlung.

Ursprünglich habe ich die Entscheidung des Gerichts hingenommen, aber zwischenzeitlich habe ich viel über den Anzeigeerstatter erfahren. (Er und seine Ehefrau sind bei der Verhandlung Zeuge.) Der Anzeigeerstatter ist nicht nur ein Mensch der sehr viel gegen seine Nachbarn und andere Mitmenschen prozessiert, er ist auch sehr rechtserfahren und hat berufliche Rechtskenntnisse aus seinem früheren Polizei- bzw. Staatsdienst. Die Aussagen von Ihm sind nach, meinen Informationen, hervorragend juristisch argumentiert.

Nun wird es mir aber doch mulmig, auch Bekannte raten mir zu einem RA. Ich habe aufgrund meines Einkommens (Lohn + ALGII) keine vielen hundert Euros für einen Verteidiger.

Fragen:
Wie kann ich wenigsten Akteneinsicht vor der Verhandlung bekommen, so daß ich mich wenigstens ein bisschen vorbereiten kann? Ich habe das Meiste vergessen.
Kann sich doch noch ein Anwalt bei /zu Gericht als Pflichtverteidiger bestellen?
Kann ich über Prozesskostenbeihilfe eine RA bekommen oder mir noch einen suchen?
Gibt es vielleicht sonstige Alternativen?

Ich habe Angst, daß ich mich verplappere und der Richter mir dann es “falsch“ auslegt. - Für mich ist die Strafe sehr hoch. - Ich weiß, daß es nun “kurz vor zwölf“ ist.

Mit freundlichen Grüssen
Ein Ratsuchender
07.02.2007 | 14:46

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Leider steht das Akteneinsichtsrecht nur einem Verteidiger zu. Außerdem ist es natürlich auch so, dass ein Verteidiger beurteilen kann, ob bzw. wie Sie sich überhaupt einlassen sollten. Daher werden Sie ohne Verteidiger hier nicht weiterkommen. Selbst wenn Sie den Verteidiger nur für die Akteneinsicht beauftragen, fallen aber Gebühren an.

Leider gibt es in Strafsachen auch keine Prozesskostenhilfe, sondern nur die Pflichtverteidigung, welche aber bei Beleidigungsdelikten nicht gewährt werden kann (zu geringes zu erwartendes Strafmaß). Daher werden Sie wohl in der Hauptverhandlung schlechte Aussichten haben.

Abschließend weise ich darauf hin, dass bei Bestehen des kurzfristigen Termins ohnehin keine rechtzeitige Akteneinsicht gewährt werden kann. Ein Anwalt könnte aber wegen notwendiger Einarbeitung Terminsverlegung beantragen. Haben Sie schon einmal an Ratenzahlung gedacht?

Schließlich können Sie ansonsten so in den Termin geben, sich einsichtig zeigen und so ggf. die Strafe reduzieren, ansonsten sind Ihre Möglichkeiten begrenzt (s.o.) und das Risiko einer Verschlimmerung des Strafmaßes denkbar, da ein Strafbefehl in der Regel ein „Friedensangebot“ der Strafverfolger ist.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann



Burgwedel 2007
hellmann@lehmannundkruse.de


Die vorstehende, summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Beachten Sie bitte, dass aufgrund der Beschränkung durch das Medium Internet eine abschließende rechtliche Würdigung regelmäßig nicht möglich ist. Außerdem können geringfügige Abweichungen des Sachverhalts völlig abweichende rechtliche Ergebnisse bedingen! Dementsprechend wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick, dessen Umfang auch vom gebotenen Einsatz abhängt, geboten. Daher kann meine Antwort das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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