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Strafbefehl nach Zustellung abwenden

| 02.07.2014 21:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Nach einer Sachbeschädigung, begangen durch mich, erhielt ich zunächst ein Schreiben von der Amtsanwaltschaft, dass das Verfahren gegen eine Auflage eingestellt werden kann. Da ich mich daraufhin aus privaten Gründen (verdrängt wegen anderer privater Angelegenheiten) nicht zurückgemeldet habe, um die Auflage zu akzeptieren, erging Strafbefehl in der o.g. Sache.

Auf Anfrage bei der zuständigen Sachbearbeiterin, ob es möglich wäre, den Strafbefehl rückgängig zu machen, falls ich die Auflage (geringe Spende an eine gemeinnützige Organisation und Schadenersatzleistung gegenüber Geschädigtem) umgehend erfülle, erhielt ich die Auskunft, dies ginge nicht, wenn nicht hinreichend, konkret: beweisbar, dargelegt werden könne, dass ich von den Schreiben keine Kenntnis erlangen konnte. Beispielsweise wegen Auslandsaufenthalt oder anderem. Dies ist mir leider nicht möglich (siehe oben "private Gründe).

Meine Fragen: Besteht die Möglichkeit, den Strafbefehl rückgängig zu machen? Falls ja, mit welchen Kosten habe ich ggf zu rechnen?

Ich danke bereits im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die Information, die Ihnen die zuständige Sachbearbeiterin gegeben hat, ist zutreffend. Nur dann, wenn jemand ohne Verschulden daran gehindert war, eine Frist einzuhalten, ist ihm auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren, vgl. § 44 Strafprozessordnung (StPO).

Unverschuldet ist die Versäumung der Frist regelmäßig nicht, wenn dies auf eigener Fahrlässigkeit beruht, auch dann nicht, wenn diese Fahrlässigkeit aus emotionalem Stress o.ä. herrührt.

Der Strafbefehl kann daher nicht einfach rückgängig gemacht werden. Sie haben allerdings die Möglichkeit, gegen den Strafbefehl das hierfür vorgesehene Rechtsmittel des Einspruchs einzulegen, vgl. § 410 StPO. Der Einspruch ist binnen zwei Wochen nach Zustellung einzulegen und kann insbesondere auf bestimmte Beschwerdepunkte, z.B. auf die Höhe der Tagessätze, beschränkt werden. Auch hier gilt aber, dass die Fristversäumung durch die eigene Fahrlässigkeit keine Begründung ist, die mit dem Einspruch erfolgreich geltend gemacht werden könnte. Ein Einspruch gegen die Bestrafung an sich macht auch nur dann Sinn, wenn man die zur Last gelegte Tat nicht begangen hat. Ansonsten bleibt nur die bereits erwähnte Beschränkung auf die Höhe der Tagessätze, wenn man der Meinung ist, diese fällt zu hoch aus. Ob nun in Ihrem Fall ein solcher Einspruch erfolgversprechend und sinnvoll ist, kann ich an dieser Stelle mangels Kenntnis der Tatumstände nicht beurteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen, auch wenn eine andere Nachricht sicher erfreulicher gewesen wäre. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.07.2014 | 22:18

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"Der Anwalt gab mir einen guten Überblick über die Rechtslage und konnte aufgrund mangelnder Kenntnis des gesamten Sachverhaltes keine detailliertere Auskunft geben. Ich war mit der Rechtsauskunft sehr zufrieden und habe nun aufgrund der Auskunft die Möglichkeit, weitere Schritte einzuleiten. Besten Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
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