Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Strafbefehl nach §29 BtmG 'Kokain Konsum' - Führerschein weg?

| 07.03.2017 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Zusammenfassung: Der reine Vorwurf, Kokain zum Eigenkonsum bestellt, heißt nicht, dieses auch erhalten, oder gar konsumiert zu haben. Ein Fall des § 14 Absatz 2 Fahrerlaubnisverordnung liegt als Voraussetzung eine MPU-Anordnung nicht vor. Eine ärztlichen Gutachten, ob konsumiert wird, kann aber angeordnet werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli vergangenen Jahres erhielt ich eine Strafanzeige wegen einem Verstoß §29 BtmG (Tatzeitpunkt Oktober 2014)
Nach Akteneinsicht wurde festgestellt, dass bei einem Online Drogenhändler auf einer Liste mein Name mit einer grünen Markierung (steht für "versendet") bei 2 Bestellungen á 1 Gramm Kokain gefunden wurde.
Mein Rechtsanwalt hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Im Herbst 16 erhielt ich dann einen Strafbefehl in dem mir zur Last gelegt wird, in 2 eigenständigen Handlungen online jeweils 1 Gramm Kokain zum Eigenkonsum bestellt zu haben.
Daraufhin haben wir EInspruch eingelegt und ich machte sofort einen Termin für eine Haarentnahme. Diese war auch negativ, allerdings lies sich die Staatsanwaltschaft nicht auf eine Einstellung des Verfahrens ein. Die Indizien sprachen leider gegen mich.
Da ich meine Unschuld in einer Hauptverhandlung leider auf keinen Fall logisch darlegen kann und mir auch weitere Kosten nicht leisten kann, werden wir den Einspruch nun aus Verfahrensökonomischen Gründen zurückziehen, allerdings mit der Mitteilung an das Gericht, dass ich den Vorwürfen weiterhin widerspreche. (Dies sollte laut meinem Anwalt auf jedenfall gemacht werden).
Ich bin komplett clean und trinke nicht mal Alkohol, habe nun aber Angst, aufgrund des Wortlautes des Strafbefehls, meinen Führerschein zu verlieren.
Ein ärztliches Gutachten wäre kein Problem, aber eine MPU wäre fatal, da ich auf meinen Führerschein angewiesen bin.
Ich möchte daher wissen, ob eine MPU in diesem Fall angeordnet werden muss, oder ob die Führerscheinstelle nur ein ÄG anordnen darf, da weder Kokain bei mir gefunden wurde, noch ein Bezug zum Straßenverkehr vorliegt. Außerdem werden wir ja zum Widerruf des Einspruchs auch die Einlassung für das Gericht dazuschreiben.
Ich hoffe wirklich sie können mir helfen und mir meine Angst eventuell nehmen.
Ich danke ihnen vorab.

ehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

den Einspruch bei der von Ihnen geschilderten Sachlage zurückzunehmen ist sicher nicht die „1a-Lösung", zumal Sie nicht Ihre Unschuld beweisen müssen, sondern man Ihnen im Gegenteil beweisen müsste, dass Sie zumindest bestellt, gegebenenfalls auch erhalten haben.

Dies nur sicherheitshalber vorausgeschickt- dass Sie nach Beratung mit Ihren Anwalt einen anderen weg wählen, der wirtschaftlichen Gesichtspunkten Rechnung trägt, akzeptiere ich selbstverständlich. Ich halte es aber auch für dringend geboten, aktenkundig zu machen, dass Sie den Vorwürfen widersprechen und den Einspruch nur aus verfahrensökonomischen Gründen zurücknehmen.

2x1 Gramm zum Eigenkonsum bestellt, heißt jedenfalls nicht diese auch erhalten, schon gar nicht, sie auch konsumiert zu haben.

Ein Fall des § 14 Absatz 2 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) liegt als Voraussetzung eine MPU-Anordnung daher nicht vor.

Mit der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens nach § 14 Absatz 1 Satz 1 FeV in Verbindung mit
§  11 Absatz 2 Satz 3 FeV (zur Abklärung, ob Sie konsumieren) haben Sie allerdings zu rechnen.

Nach Ihren Angaben kann ein solches Gutachten allerdings nur positiv ausfallen.

Insoweit hoffe ich, zu Ihrer Beruhigung beitragen zu können.

Ich hoffe, Ihnen auf diesem Weg eine hilfreiche erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Bewertung des Fragestellers 07.03.2017 | 15:08

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und super kompetente Antwort. Wäre ich direkt an einen solchen Verkehrsanwalt geraten hätte ich mir im Vorraus viel Geld erspart. Ich bin super zufrieden und kann Herrn Jeromin zu 100% weiterempfehlen"
FRAGESTELLER 07.03.2017 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73742 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wow, das ging alles sehr zügig. Kaum meine Frage gestellt, schon kam eine Antwort. Ich bin sehr zufrieden mit der Beratung. Ich hatte selber vorher viel recherchiert, aber nun bin ich froh über eine fachlich, kompetente Antwort ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Damit kann ich sehr gut weiterarbeiten. Fundiert und auf den Punkt gebracht. ...
FRAGESTELLER