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Strafbefehl gekommen, bitte um Hilfe!

09.02.2009 17:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Ich grüße sie,

Ich habe heute meinen Strafbefehl bekommen, dort steht folgendes drin:

Am.....schlugen sie ohne rechtertigenden oder entschuldigenden Grund dem Geschädigten .... mehrmals mit beiden Fäusten ins Gesicht, wodurch dieser eine Nasen- und Jochbeinfraktur, ein blaues Auge sowie eine Platzwunde am Hinterkopf.

Strafantrag wurde form- und fristgerecht gestellt.

Die Strafe beträgt 1800 euro, 90 Tagessätze zu 20 €

Jetzt meine Frage,

bekommt man denn keine Verhandlung, oder eine erneute Anhörung?
Ich war zum Tatzeitpunkt sehr stark Betrunken(min 1,5 promille) und habe freiwillig auf die Polizei gewartet, und mich auch direkt entschuldigt bei dem Geschädigten. Es gibt 3 Zeugen, 2 von "meiner Partei" und 1 von der "Gegenpartei", einer meiner Zeugen ist meine Verlobte diese hat nicht ausgesagt. Ob ich selbst etwas gesagt habe kann ich mich nicht erinnern. Die anderen beiden Zeugen haben ausgesagt.

Ich habe den geschädigten laut meiner Freundin einmal ins Gesicht geschlagen und da er nicht hingefallen ist, kann ich mir eine Platzwunde am Hinterkopf nicht erlären. Das ganze hat auch nur ein paar sekunden gedauert, so wurde es mir erzählt. "Mehrmals mit beiden Fäusten" wirkt so als wäre es eine ewige keilerei gewesen, aber ich habe einmal zugeschlagen und scheinbar "blöd" getroffen.
Ich will die Tat auch gar nicht runter machen. Ich hatte nur erwartet das Reue etwas mildernd ist. Da ich seid diesem Vorfall auch keinen Alkohl mehr trinke.

Schlussendlich kann ich noch sagen, dass dies meine erste Straftat war und das ich 25 Jahre alt bin, in München lebe und Schüler bin.

Lohnt es sich hier Einspruch einzulegen, oder sind die kosten zu gering, als das sich ein Anwalt lohnen würde. Ausserdem werden oben genannte Punkte alle nicht berücksichtigt?
Desweiteren ist ein Tagessatz von 20 Euro nicht sehr hoch für einen Schüler?

Ich hoffe sie können mir Bald antworten

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Angaben und des von Ihnen ausgelobten Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Das Strafbefehlsverfahren ist ein schriftliches Verfahren im Strafrecht. Die Staatsanwaltschaft umschreibt den Sachverhalt so, wie er sich aus den Ermittlungen ergibt und setzt hierfür eine angemessene Strafe fest. Sofern das Gericht hiergegen keine Einwende hat wird der Strafbefehl so erlassen.


2. Sofern Sie gegen die Tatsachen des Strafbefehls und/oder gegen die Strafhöhe vorgehen wollen, müssen Sie innerhalb von 14 Tagen seit Zustellung des Strafbefehls Einspruch einlegen. Dieser Einspruch muss innerhalb der Frist bei Gericht eingehen. Sofern Sie rechtzeitig Einspruch eingelegt haben, kommt es zu einer Hauptverhandlung in welcher Sie Ihre Einwendungen vorbringen können und das Gericht dann auf Grundlage dieser Hauptverhandlung ein Urteil spricht.


3. Ohne Akteneinsicht kann nicht abschließend beurteilt werden, ob die Strafe angemessen ist, angesichts der beschriebenen Verletzungen erscheint sie zumindest nicht völlig unangemessen.


4. In unserer Gerichtsregion hat es sich eingebürgert, bei Menschen ohne Einkommen, wie Schülern, Studenten und HartzIV Empfängern einen Mindesttagessatz i.H.v. 10€ festzusetzen.
Die Abänderung lediglich der Tagessatzhöhe kann auch im Beschlusswege nach Einspruch erfolgen.

Hierzu empfehle ich Ihnen jedoch einen Rechtsanwalt zu beauftragen, damit dieser zunächst Akteneinsicht anfordern kann.

Gerne bin ich hier für Sie tätig, sofern Sie lediglich gegen die Tagessatzhöhe vorgehen wollen. Diesbezüglich können Sie mich gerne per E-Mail kontaktieren.

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2009 | 13:04

Wieviel würde mich dieser Einspruch gegen die Tagessatzhöhe bei ihnen kostet und für wie hoch halten sie die wahrscheinlichkeit, diese zu veringern zu können?

Besteht eigentlich auch die Möglichkeit einen Teil, sagen wir 30 Tage, als Freiheitsstrafe abzusitzen? Da ich Ende Mai mein Abitur fertig habe und erst im September mit meiner Ausbildung beginne, erscheint mir das sinnvoller als zu arbeiten, da ich schwer mehr verdienen werde in der kurzen Zeit.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2009 | 13:15

Sehr geehrter Fragesteller,

Grundsätzlich besteht, nach Rechtskraft des Strafbefehls die Möglichkeit die Vollstreckung der Geldstrafe zu stunden, in Raten abzuzahlen, in Arbeitsstunden umzuwandeln oder auch eine Ersatzfreihetsstrafe abzusitzen, wobei dies letztlich nicht zu empfehlen ist. Sie würden dann für einen Betrag von 10, oder im Moment 20 € einen Tag (24h) in der Justizvollzugsanstalt einsitzen.

Hinsichtlich der Kosten des Einspruchs lediglich gegen die Tagessatzhöhe kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail unter Haberbosch@asz-kanzlei.de

Mit freundlichen Grüßen

Haberbosch

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