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Strafbefehl BTMG ohne Aussage

16.07.2019 14:48 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Im März war ich mit einem Bekannten in Stadt unterwegs und dort habe ich 1,12 Gramm Marihuana gekauft. Im Auto habe ich es dann meinem Bekannten gegeben. Weniger Minuten Später wurden wir von einer Zivilstreife angehalten, da man uns wohl beobachtet hätte. Mein Bekannter hat dann das Marihuana herausgegeben und alles gestanden. Ich habe keine Angaben gemacht, als Fahrer lediglich einen Drogentest, welcher negativ auf alle gänigen BTM ausgefallen ist. Unterschriften etc. habe ich auch nicht geleistet. Sein Verfahren wurde rund 2 Monate später eingestellt. Ich habe eine Vorladung der Polizei erhlaten, welcher ich nicht nachgekommen bin. Nun kam ein Strafbefehl mit Verurteilung zu 30 Tagessätzen a 20€. Als Zeugen sind mein Bekannter, der Dealer, sowie 5 Polizisten genannt.
Macht es hier Sinn einen Einspruch einzulegen ? Insbesondere da es das erste Vergehen / Auffälligkeit meinerseits war und es sich um eine sehr geringe Menge handelt.
Bundesland Niedersachsen.

Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich beantworte Ihnen diese wie folgt:

Meines Erachtens sollten Sie in dem vorliegenden Fall Einspruch einlegen. Angesichts der Tatsache, dass es sich lediglich um eine kleine Menge Marihuana (weiche Droge, hier wohl zum eigenen Konsum) handelt, und Sie bislang nicht vorbestraft sind, halte ich hier zumindest eine Einstellung nach § 153a StPO gegen Verhängung einer moderaten Geldauflage oder eine solche nach § 31a BtMG für ein realistisches Verteidigungsziel.

Ob hier auch ein Freispruch möglich ist, kann ohne Kenntnis der Ermittlungsakte und insbesondere der Angaben Ihres Bekannten sowie des Betäubungsmittelhändlers sowie der Polizisten nicht beurteilt werden. Zwar haben Sie mitgeteilt, dass Ihr Bekannter das Marihuana herausgegeben und ein Geständnis abgegeben hat. Allerdings ist unbekannt, welche Angaben die Polizei hierzu notiert hat. Auch die weiteren Aussagen – insbesondere des Verkäufers des Cannabis – liegen derzeit nicht vor.
Um hier letztenendes Klarheit zu bekommen, sollten Sie einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Strafverteidigung betrauen und über diesen zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nehmen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion bei etwaigen Verständnisproblemen zur ursprünglichen Beantwortung Ihrer Frage ebenso wie für eine weitere Wahrnehmung Ihrer Strafverteidigung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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