Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Strafbefehl (35 Tagessätze zu 50€) erhalten, obwohl Anzeige zurückgezogen

| 07.04.2017 16:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

Ende Januar 2017 geriet ich mit meiner Freundin in eine Meinungsverschiedenheit. Im Verlauf der Auseinandersetzung fügte ich ihr durch festeres Anfassen/Zupacken Hämatome an beiden Oberarmen zu. Die Verletzungen waren allesamt nur oberflächlich, und durch ihre empfindliche Haut sahen diese schlimmer aus als der erste Anschein vermuten ließ.

Meine Freundin erstattete im Affekt daraufhin Anzeige, die sie dann ein paar Tage später zurückzog, da ich mich entschuldigt habe und wir uns bis heute auch wieder gut verstehen.

Heute erreichte mich allerdings ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe zu 35 Tagessätzen trotz zurückgezogener Anzeige. In der Abschrift steht, dass die Staatsanwaltschaft - trotz Rücknahme des Strafantrags durch die Verletze - wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten vom Amts wegen für geboten hält.

Ich bin bisher ein komplett "unbeschriebenes Blatt" und habe mir nie etwa zu Schulden bekommen lassen bzw. bin nie straffällig geworden.

Meine konkreten Fragen dazu:

- Lässt sich, auch mit Hilfe meiner Freundin und einer erneuten Aussage, dass sie keine Strafverfolgung wünscht, dagegen vorgehen?
- Sind 35 Tagessätze zu 50€ nicht zu hoch angesetzt für Hämatome an den Oberarmen, zurückgezogener Anzeige und der ersten Auffälligkeit?

Ich Danke im Voraus für Ihre Auskunft.
07.04.2017 | 18:19

Antwort

von


(2361)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn das besondere öffentliche Interesse bejaht wird, ist die Rücknahme der Anzeige keine Hindernis.

Beim Tagessatz von 50 € kommt es auf Ihr Einkommen und Ihre Verpflichtungen an. Der Tagessatz beträgt 1/30stel des anrechenbaren Einkommens.

Sollte Ihnen weniger als die der Berechnung zugrund gelegten 1.500 € monatlich zur Verfügung stehen, wäre schon der Tagessatz von 50 € zu hoch.

Zu hoch erscheint auch die Anzahl der Tagessätze.

Dabei kommt es aber auf die Gesamtumstände an.

Bei einer fahrlässigen Verletzung wären eigentlich 10 Tagessätze der übliche Satz.

Sie sollten daher gegen den Strafbefehl vorgehen, um die Frist zu wahren. Weiter sollte ein Rechtsanwalt aufgesucht werden, der dann die Erklärungen für Sie abgeben sollte. Sie selbst sollten das nicht machen.

Möglich ist, dass es dann zur Einstellung kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 07.04.2017 | 18:45

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Bitte gestatten Sie mir noch folgende Ausführungen und Nachfragen:

- Die Höhe der Tagessätze kommt hin, gemessen an meinem Netto-Einkommen.
- Bei der Anzahl der Tagessätze bin ich mit Ihnen einer Meinung, dass dies zu viel ist. Ich bin wie gesagt noch nie straffällig oder verurteilt worden.
- Zu Ihrer Formulierung "fahrlässige Verletzung": In der Abschrift steht, dass ich der Körperverletzung gemäß §§ 223 Abs. 1</a>, <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/230.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 230 StGB: Strafantrag">230 Abs. 1 StGB beschuldigt bin.

Frage 1: Wie stehen die Chancen auf Einstellung des Verfahrens oder zumindest auf Reduzierung der Anzahl der Tagessätze?
Frage 2: Ich habe in meinem Leben bisher noch nie einen Anwalt gebraucht. Kann ich auch einen Anwalt, der seine Kanzlei nicht vor Ort hat, mit dem Fall beauftragen (z.B. Sie)? Wie hoch wären die geschätzten Kosten?

Nochmals vielen Dank,
MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.04.2017 | 18:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Chancen können erst seriös eingeschätzt werden, wenn die Akte eingesehen werden konnte.

Es sollte daher zunächst Einsicht in die Akte genommen werden und das weitere Vorgehen abgesprochen werden. Ungeachtet dessen muss zunächst fristwahrend gegen den Strafbefehl vorgegangen werden.

Gerne können Sie sich Montag mit mir in Verbindung setzten, dann kann das Weitere besprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 30.03.2020 | 21:51

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.03.2020
5/5,0

ANTWORT VON

(2361)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht