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Strafbefehl § 316 - Unfall mit Fahrrad und 2,35 Promille

21.11.2005 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich habe Ende August aufgrund vorangegangen Alkoholgenusses (2,35 Promille) mit dem Fahrrad einen Unfall (seitlicher Zusammenstoß gegen einen Linienbus) verursacht.
Nun habe ich einen Strafbefehl gemäß § 316 Abs. 1 und 2 StGB über 35 Tagessätze a 20 Euro erhalten.

Nun meine Fragen:

Da ich Hartz4-Empfänger bin, ist die Strafe angemessen? Mir erscheint sie aufgrund meines Einkommens zu hoch.

Kann man die Geldstrafe dann auch in Raten zahlen? Wenn ja, wo und wie kann man das beantragen?

Ist es möglich, dass von der Bußgeldstelle noch eine weitere Strafe zu erwarten ist?

In dem Schreiben steht: „Sie haben die Kosten des Verfahrens und Ihre notwendigen Auslagen zu tragen.“ Was bedeutet diese Formulierung für mich, kommen da noch weitere Kosten auf mich zu oder ist mit der im Strafbefehl verhängten Geldstrafe dann alles abgegolten?

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im Voraus!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Höhe des Tagessatzes bemmisst sich nach dem monatlichen Nettoeinkommen. Diese wird durch 30 geteilt und ergibt dann durch Rundung auf volle Euro den Tagessatz. Sie sollten also einmal nachrechnen. Vorbehaltlich der Kenntnis der Höhe der von Ihnen bezogenen Leistungen und Ihrer familiären Verhältnisse erscheinen mir 20 EUR aber tatsächlich auch recht hoch.

Ratenzahlung können Sie beantragen, und zwar bei der Staatsanwaltschaft als zuständige Strafvollstreckungsbehörde.

Eine Verfolgung Ihrer Tat als Ordnungswidrigkeit kommt nicht mehr in Betracht, nachdem diese bereits als Straftat geahndet worden ist.

Ja, es künnen noch weitere Kosten auf Sie zu kommen, nämlich die durch das Verfahren verursachten Kosten, die Ihnen noch gesondert aufgegeben werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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