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Strafbefehl §263 1 StGB

12.10.2011 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich werde vom Gericht beschuldigt vorsätzlich mir einen Vermögensvorteil verschafft zu haben.
Vorfall: Ich habe Ware im Juni 2010 in Höhe von €119 mit EC Karte gezahlt. Diese wurde abgebucht von meinem Konto und durch meinen Ex Freund, der Zugriff hatte zurückgebucht. Ohne das ich davon Kentniss hatte. Darauf hat das Unternehmen die Forderung einer Inkasso Firma übermittelt.
Diese hat mir laut deren Angaben im Juni 2010 geschrieben, aufgrund meines Umzuges ging der Brief als unzustellbar zurück.
Ich habe mich im Juni 2010 amtlich umgemeldet.
Angeblich wurde eine Adressermittlung durchgeführt- aber ich galt bis Mai 2011 als unbekannt verzogen.
Im Mai 2011 wurde gegen mich Anzeige erstattet.Nachdem ich von der Anzeige erfahren habe, habe ich mich sofort mit dem Kaufhaus iin Verbindung gesetzt, diese haben meine Nachricht an das Inkasso Unternehmen weitergeleitet. Diese haben mir dann ihr Vorgehen geschildert; und mir eine außergerichtlich Einigung angeboten. Diese wurde von mir beglichen.
Die Daten/Info hat das Inkasso Unternehmen auch ans Gericht weitergeleitet.
Zwischenzeitlich habe ich natürlich eine Zeugenaussage machen müssen. Wo ich den Fall ehrlich geschildert habe.
Nun werde ich beschuldigt vorsätzlich mir die Ware angeeignet zu haben.§263 Beweismittel :Einlassung.Urkunden:Auszug aus dem Bundeszentralregister Zustimmung Lastschifteinzug Bl.4 d.A und Kontoauskünfte Bl 20-24 d.A Urteil 10 Tagessätze a €10-€600 plus Verfahrenskosten.
Zudem gefährdet das Urteil meinen Arbeitsplatz, da ich im Luftraum tätig bin, und eine Straftat vorliegt.
Ich will umbedingt Einspruch einlegen.Brauch dringend Rat.

12.10.2011 | 17:32

Antwort

von


(10)
Weinstraße 10
86956 Schongau
Tel: 08861/ 690 63 53
Web: http://www.ra-br.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vorab der Hinweis, dass sich auch bei kleinen Änderungen des Sachverhaltes die rechtliche Würdigung völlig ändern kann.
Weiter dient diese Antwort nur zu Ihrer ersten rechtlichen Information und kann eine fundierte Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen.

Ausgehend nur von Ihrer Schilderung möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ein Betrug im Sinne des § 263 I StGB erfordert einen Vorsatz beim Täter. Vorsatz ist das Wissen und Wollen der Verwirklichung aller objektiven Tatbestandsmerkmale.

Laut Ihrer Sachverhaltsschilderung wussten Sie nicht, dass Ihr Exfreund die Lastschrift, mit der Sie die Ware bezahlt hatten, zurückgebucht hatte.
Sie gingen also davon aus, die Ware regulär gekauft zu haben. Daher wussten Sie weder von dem Vermögensvorteil, den Sie hatten, noch von dem Vermögensschaden, der dem Verkäufer entstanden war und Sie wollten auch nicht, dass Sie einen Vermögensvorteil hatten und dadurch dem Verkäufer ein Vermögensschaden entsteht.

Sie hatten also keinen Vorsatz. Daher haben Sie auch keinen Betrug gemäß § 263 I StGB begangen.

Nach Ihrer Schilderung sollten Sie innerhalb der Frist ( Zwei Wochen ab Zustellung) Einspruch gegen den Strrafbefehl einlegen. Dann kommt es zu einer Hauptverhandlung in der über den Tatvorwurf entschieden wird.

Als Zeuge in der Hauptverhandlung wird Ihr Exfreund geladen werden müssen, dessen Aussage wird den Hauptteil zu Ihrer Entlastung beitragen können.

Weiter spricht für Sie, dass Sie den Schaden schon beglichen haben.

Der Ausgang einer Hauptverhandlung kann aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit völliger Sicherheit eingeschätzt werden.

Sie sollten unbedingt einen Anwalt in Ihrer Nähe mit Ihrer Verteidigung beauftragen, nur dieser kann Akteneinsicht nehmen und so die Beweismittel, die gegen Sie vorliegen, begutachten und eine angemessene Verteidigung vorbereiten.



Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben,

mit freundlichen Grüßen,


Rechtsanwalt Ratajczak


Rechtsanwalt Bernhard Ratajczak

ANTWORT VON

(10)

Weinstraße 10
86956 Schongau
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