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Strafbefehl (eilt!)


16.02.2006 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Bekannter von mir hat einen Strafbefehl erhalten. Darin werden folgende Anklagepunkte erhoben:
§113 Abs. 1, §223 Abs. 1, §230 Abs. 1, §303 Abs. 1, §303 c,
§316 Abs. 1, 2, 52, 53, 69, 69 a (STGB)
Darin wird er zu 120 Tagessätzen à 35,- € (gesamt 4.200,- €) verurteilt (aufgeteilt in 2 x 40 wg. Trunkenheit am Steuer, 50 wg. Sachbeschädigung+Körperverletzung einer Bekannten, 60 wg. Widerstand geg. Staatsgewalt u. Körperverletzung?) Gesamt 190, jedoch im Strafbefehl stehen nur 120??
- Er möchte jedoch Einspruch einlegen, da ihm die Polizei nicht nachweisen kann, dass er selbst mit dem Auto (was ihm nicht gehört), gefahren ist. Alle Zeugen sagen aus, dass sie ihn nicht mit dem Auto oder fahren gesehen haben.
- ein Zeuge (die Bekannte) möchte den Strafantrag zurückziehen und ist nicht mehr an einer Strafverfolgung interessiert, da sie überhaupt nicht verletzt wurde etc.
- Zudem hat er sich bei der "Rangelei" mit der Polizei den Arm gebrochen (6 Wochen arbeitsunfähig).
- Es ist ihm unmöglich, so viel Geld überhaupt aufzubringen (er hat nur noch 10 Tage Zeit für den Einspruch).
Vorstrafen hat er, denke ich, jedoch geschah dies alles vor 18 bzw. 21 Jahren (er bekam 1 Mal 2 Wochen Jugendarrest)
1. Ist es hier überhaupt noch sinnvoll Einspruch einzulegen? Wenn ja, wie am besten, schriftlich von ihm oder zu Protokoll der Geschäftsstelle?
2. Kann ihm Ratenzahlung gewährt werden oder kann er das Geld durch Sozialstunden abarbeiten?
3. Soll er einen Anwalt beauftragen?
4. Was sind die möglichen negativen Konsequenzen, wenn es zur
Hauptverhandlung kommt?
5. Was raten Sie ihm im Allgemeinen, wie er nun vorgehen soll?

Vielen Dank für eine schnelle Antwort!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Bekannter kann selbstverständlich gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen. Sofern er diesen selbst einlegen will, muß er allerdings beachten, daß der Einspruch fristgerecht beim Amtsgericht eingeht.

Alternativ kann er mit der Einlegung des Einspruchs auch einen Rechtsanwalt beauftragen, der dann auch gleichzeitig Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen kann. Ohne eine solche Einsicht, die nur Anwälten, nicht auch den Angeklagten selbst, gewährt wird, ist es nicht abschließend abschätzbar, ob der Einspruch Sinn macht. Da der Einspruch aber fristgebunden ist, sollte er zunächst eingelegt und sodann über einen Anwalt Akteneinsicht genommen werden. Sodann kann entschieden werden, ob der Einspruch weiter verfolgt oder zurück genommen wird.
Soweit Sie schreiben, daß eine Geschädigte evtl. ihren Strafantrag zurückziehen will, kann dies nur berücksichtigt werden, wenn Einspruch eingelegt wird.
Weitere negative Konsequenzen in einer Hauptverhandlung sind nicht zu befürchten, notfalls kann noch in der Hauptverhandlung der Einspruch zurück genommen werden. Es entstehen insoweit lediglich Gerichtskosten für die Hauptverhandlung.

Soweit Ihr Bekannter eine Geldstrafe zu zahlen hat, kann dies regelmäßig auch in Raten erfolgen. Dies wird von der Staatsanwaltschaft regelmäßig bewilligt, allerdings ist es dazu erforderlich, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen zu legen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben. Gerne bin ich auch bereit, Ihren Bekannten weiter zur vertreten, nehmen Sie hierzu einfach Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2006 | 14:12

Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung!!

Wo oder wie muss die Geschädigte den Strafantrag zurücknehmen?
Der Vorfall ereignete sich November 2005.
Sie hat zudem gegen ihn auch eine einstweilige Verfügung erwirkt...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2006 | 14:21

Die Rücknahme sollte schriftlich erfolgen, am sinnvollsten unmittelbar gegenüber dem Amtsgericht, das den Strafbefehl erlassen hat. Aber, wie gesagt, das macht nur Sinn, wenn auch Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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