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Strafbar gemacht durch Pornographie?

| 16.10.2012 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag!

Ich habe vor etwa einer Woche auf YouTube nach sexy, jungen Frauen gesucht, die tanzen, posieren. Nicht nackt, sondern in Bikini, Minirock. Dabei bin ich neben 99,999% unbedenklichen Videos, die harmloser waren als so manche TV-Werbung auch auf zwei Videos gestoßen, die mich zweifeln ließen. Nachdem ich davon ausging, dass YouTube ohnehin kontrolliert, was online gestellt wird, habe ich mir nichts dabei gedacht und angenommen, dass es schon seine Richtigkeit haben wird, da ich glaube mich zu erinnern, dass die Videos schon ein paar Monate online waren . Einige Tage später habe ich gelesen, dass dort erst dann eingeschritten wird, wenn User anstößiges oder illegales Material melden. Ich wollte nun die beiden Videos wieder suchen und bei YouTube melden, fand sie allerdings nicht mehr. Habe nur eine Nachricht an YouTube geschrieben und versucht, mich an den Usernamen des Uploaders zu erinnern, dabei kam allerdings die Nachricht, dass sie nichts illegales finden konnten – wahrscheinlich hatte ich den Namen nicht mehr richtig im Kopf.

Bei keinem der beiden Videos waren geschlechtliche Handlungen oder Nacktheit von Minderjährigen zu sehen, bei einem jedoch die untere Körperhälfte in Großaufnahme, wobei der Rock angehoben wurde und sich die Frau dann lasziv über ihre Unterhose strich. Auf dem zweiten Video war eine Frau zu sehen, die in aufreizender Pose vor der Kamera kniete und ihren Hintern in die Kamera reckte – sie war aber auch angezogen. Bei beiden handelte es sich meines Erachtens eher um Frauen im Alter von 14-16 Jahren als 18, weswegen ich nun die Videos bei YouTube melden wollte.
Habe jemandem davon erzählt, der meinte, ich solle mir keine Sorgen machen, da bei YouTube derjenige verantwortlich ist, der Videos rauflädt und nicht der Seher. Aber nun habe ich seit Tagen Angst, dass ich mich strafbar gemacht habe und YouTube meine Daten an die Behörden weitergibt, da ich im Gesetzestext nachgelesen habe (Anm.: bin aus Österreich), dass schon der wissentliche Zugriff auf solches Material strafbar ist, was ja gegeben wäre, da ich nochmal danach gesucht habe, um es zu melden, allerdings die Videos nicht mehr gefunden habe bzw. durch meine Suche nach sexy jungen Frauen vielleicht billigenden in Kauf genommen habe, dass sich zwischen den 99,999% legalem auch etwas anstößiges befindet. Es war wie gesagt keine Nacktheit zu sehen oder sexuelle Handlungen, aber so weit ich den Gesetzestext verstehe, zählen ja auch aufreizende Posen oder Großaufnahmen der bedeckten Schamgegend schon zu Verbotenem.
16.10.2012 | 10:26

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach meiner Einschätzung haben Sie sich nicht strafbar gemacht.

Grundsätzlich ist zwar der Besitz kinderpornographischen Materials strafbar, dies dürfte nach aktueller Rechtsprechung auch dann gelten, wenn Sie sich kinderpornographisches Material lediglich angesehen hätten und sich solches Material kurzfristig in den Arbeitsspeicher Ihres PCs geladen hätte.

Allerdings handelt es sich bei dem von Ihnen beschriebenen Material nicht um problematisches Material im Sinne des Gesetzes. Wie Sie selbst schreiben, war die Schamgegend jeweils verdeckt und nicht zu erkennen. Demzufolge unterfallen die von Ihnen beschriebenen Filme nicht dem kinderpornographischen Material, so dass der Besitz dieses Materials nicht strafbar ist.

Im übrigen ist es unwahrscheinlich, dass Sie aufgrund Ihrer Suche nach jungen Frauen einen Verdacht auf sich gelenkt haben. Eine solche Suche ist nach heutigen Maßstäben eher harmlos und deutet nicht darauf hin, dass Sie sich kinderpornographisches Material beschaffen wollten.

So wie Sie den Sachverhalt schildern, haben Sie sich nicht strafbar gemacht und haben demzufolge keinerlei Konsequenzen zu befürchten.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Frage zu Ihrer Beruhigung beigetragen zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute in dieser Angelegenheit.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sofern hier relevante Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sind, kann die rechtliche Einschätzung auch völlig anders aussehen. Den Gang zu einem Berufskollegen vor Ort kann und will diese Plattform nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

www.zimmlinghaus.de


Bewertung des Fragestellers 16.10.2012 | 10:47

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